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Potsdam-Mittelmark Pendlerkita und Fahrradverleih
Lokales Potsdam-Mittelmark Pendlerkita und Fahrradverleih
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18:19 13.02.2017
Ende März entscheidet sich, ob der die Gemeinde den Michendorfer Bahnhof kauft und entwickelt oder ob ein privater Interessent ihn übernimmt. Quelle: Julian Stähle
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Michendorf

Die Grünen-Fraktion hat ein detailliertes Nutzungskonzept für den Michendorfer Bahnhof vorgelegt und die Gemeinde aufgefordert, ihn zu erwerben. „Offener Bahnhof für alle statt privatisierte Endstation“, heißt es in einer Mitteilung der Partei.

Die Deutsche Bahn will den Bahnhof am 23. oder 24. März versteigern lassen (MAZ berichtete). Die Kommune wird mitbieten. Bis zu welcher Summe sie bereit ist, den Bahnhof zu ersteigern, darüber wollten sich die Gemeindevertreter am Montagabend hinter verschlossenen Türen verständigen. Das Konzept der Grünen kombiniert verschiedene Nutzungen und überrascht mit dem Vorschlag, auch eine Pendler-Kita mit einzurichten. Aufgrund der kurzen Wege für pendelnde Eltern sei der Standort ideal. Zu prüfen sind im Vorfeld freilich Lärmschutzmöglichkeiten und Außenspielplätze. Die Grünen regen hier an, die Pendlerkita mit einem Waldkindergarten zu verknüpfen, der im naheliegenden Waldgebiet am Herthasee einen Platz haben könnte.

Die vorhandene Gaststätte und die Praxis- und Wohnnutzung im Bahnhof werden nach dem Konzept fortgeführt. Die zentrale Eingangshalle wollen die Grünen durch eine transparente Abtrennung teilen. Dort sollen Kiosk, Fahrkartenverkauf, ein öffentliches Bücherregal und Ausstellungsflächen Platz finden. Neben der Eingangshalle würden sie die beiden kommunalen Bibliotheken aus Wilhelmshorst und Michendorf unterbringen und zu einer Gemeindebibliothek vereinen. „Auch das derzeit im Haus St. Georg untergebrachte Familienzentrum könnte in einigen Jahren eine dauerhafte Bleibe in einem gemeindeeigenen Bahnhof finden – genauso wie der Jugendclub, Musikschule und Vereine“, sagte Andree Halpap, einer der Verfasser des Konzepts. Der Heimatverein etwa könnte so eine Ausstellung zur Michendorfer Historie einem größeren Kreis zugänglich machen. Im Anbau haben neben einem Fahrradverleih auch eine Fahrradwerkstatt Platz – „der Bahnhof wird damit zum Eingangstor für den in Wildenbruch beginnenden Naturpark Nuthe-Nieplitz, der zur naturnahen Erholung auf Rad- und Wanderwegen einlädt“. Ein solches kommunales Engagement sei nicht umsonst zu haben, schreiben die Grünen. Sie sind aber überzeugt, dass sich diese Investition langfristig für die gesamte Gemeinde lohnen werden. „Der jahrelange Stillstand auf dem Teltomat-Gelände hat gezeigt, welche Risiken es mit sich bringen kann, wenn zentrale Liegenschaften on privates Eigentum geraten und zum Spekulationsobjekt werden. Wir sollten unsere Lehre ziehen und den Bahnhof für unsere Gesamtgemeinde sichern“, sagte Grünen-Gemeindevertreterin Petra van Dorsten.

Von Jens Steglich

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