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Persönliche Patenschaften bewähren sich

Schon drei gute Beispiele Persönliche Patenschaften bewähren sich

In Brück werden zehn Paten gesucht. Sie sollen Kindern aus dem Übergangswohnheim zur Seite stehen, wenn sie ab August am Schulunterricht teilnehmen. Das ist jüngst bei einem Rundtischgespräch im Planestädtchen vereinbart worden. Patenschaften – hier von Person zu Person – sind offenbar das Zukunftsmodell in Sachen bürgerschaftliches Engagement.

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Steffie Wiesner.

Quelle: St. Specht

Bad Belzig. „Der Starke hilft dem Schwächeren – für beide gibt es dabei viel zu gewinnen“, lautet der Grundsatz. Auf Anregung von Steffi Wiesner sind diese Woche die Vor- und Nachteile ausgelotet worden. Etwa 20 Interessierte waren der Einladung der Freiwilligenkoordinatorin des Landkreises Potsdam-Mittelmark gefolgt, um über bisherige Erfahrungen als Pate, über ihre Erwartungen und neuen Ideen miteinander zu reden.

„Paten sind in erster Linie nicht dazu da, um die Arbeit anderer zu übernehmen, sondern eine sinnvolle Ergänzung“, sagt Andrea Brandt. Weder die Rolle der Eltern als Erziehungsautorität, noch die eines Lehrers, etwa als Hausaufgabenhilfe, stünden dabei im Vordergrund. Die ’Patenkinder’ haben die Chance auf einen zusätzlichen Ansprechpartner, im Idealfall als echte Vertrauensperson, um Rat und Unterstützung einzuholen, so die Kollegin aus Berlin-Kreuzberg/Friedrichshain, wo sie sich seit elf Jahren schon Patenschaften für Kinder kümmert, die dabei erfahren, dass es Menschen gibt, die sich uneigennützig um andere Menschen kümmern, was ihnen, wie nebenbei, zu mehr Sozialkompetenz verhilft.

Auch für die Paten bedeutet es nicht nur Aufwand. Das Gefühl, gebraucht zu werden und mit Freude verbrachte gemeinsame Stunden, Ausflüge und Gespräche bringen den Paten ein neues Maß an Lebensqualität. „Win-Win-Situation“ nennt Andrea Brandt diesen Effekt.

Die Akteure der drei im Hohen Fläming bereits existierenden Projekte – Netzwerk „Gesunde Kinder“, Mentoring für Jugendliche und Schulpaten kennen diese positiven Erfahrungen. In kleineren Gesprächsgruppen berichteten Sabrina Thiele, Heidi Metzger und Peter Schenk davon.

Impulse für neue Initiativen gab es an diesem Abend keine. Über das Vorhaben in Brück hatte Steffi Wiesner kurz informiert. „Anfragen dazu habe es dort vor allem vonseiten derjenigen gegeben, die mit Sprachkursen oder bei der Erledigung von Behördengängen helfen möchten, gegeben.“ Angebot und Nachfrage werden nun abgeglichen. In Bad Belzig ist ein Bedarf, wie es heißt, aktuell nicht absehbar. Nicht zuletzt auch, weil hier von deren Seite noch kein Hilfesignal gesendet wurde. Das jedoch gilt als Voraussetzung für echte Partnerschaft auf Augenhöhe.

Von Uwe Klemens und René Gaffron

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