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Potsdam-Mittelmark Peter Schilling begeistert Baumblüten-Besucher
Lokales Potsdam-Mittelmark Peter Schilling begeistert Baumblüten-Besucher
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09:11 05.05.2017
Das schlechte Wetter konnte die Besucher des Baumblütenfests auch am Donnerstag nicht abschrecken. Quelle: Julian Stähle
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Werder

Sechs Tage Baumblütenfest liegen hinter der Stadt Werder. Trotz wechselhaften Wetters sind Obstbauern, Schausteller und Händler zufrieden mit dem Verlauf des Fes­tes. Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) zieht auch eine positive Zwischenbilanz: Sicherheitspartner, Sanitäter, Ordner, Rettungsdienst, Feuerwehr und besonders Bundes- und Landespolizei hätten durch ihre Präsenz dafür gesorgt, dass sich die Gäste des Blütenfestes sicher fühlen können. „Die überwiegende Zahl der Gäste kommt nach Werder, um hier friedlich mit Freunden oder mit der Familie den Frühling zu feiern und den Obstwein maßvoll zu genießen“, sagte sie. Davon sei auch die familiäre Stimmung auf der Festmeile und den Obsthöfen geprägt.

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Werder, 4. Mai 2017: Völlig losgelöst feierten die Blütenfestbesucher am Donnerstagabend mit Peter Schilling. Das Lied „Major Tom“ hat ihn in den 1980er-Jahren berühmt werden lassen. In Werder startete der 60-Jährige seine Deutschland-Tour und spielte neben Klassikern wie „Terra Titanic“ Songs vom neuen Album „DNA“.

Die volksfesttypischen Straftaten müssten ins Verhältnis zum Besucherandrang gesetzt werden. Von einem bislang friedlichen Volksfest berichtet auch die Polizei. „Das Baumblütenfest verlief bislang ohne polizeilich hervorhebenswerte Sachverhalte“, erklärte eine Sprecherin der Polizeidirektion West auf MAZ-Anfrage. Bis Montag, 1. Mai, 21 Uhr kamen insgesamt 149 Strafanzeigen zusammen. Zudem wurden 145 Platzverweise und 13 Aufenthaltsverbote ausgesprochen. 14 Personen seien bisher festgenommen worden. Zum Ende des Festes im vorigen Jahr standen 188 Straftaten in der Statistik. Den Vergleich zum Vorjahr wollte die Polizei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ziehen.

Rinderbratwurst landet auf einem innovativen Grill

Fürs Wochenende hoffe die Stadt nicht nur, dass das es friedlich bleibt, sondern auch, dass der Regen nachlässt. „Wir haben uns sehr gefreut, dass das Six-Konzert trotz Kälte und Nässe sehr gut besucht war“, berichtete Stadtsprecher Henry Klix. Auf Sonne hoffen auch Landwirt Marco Hintze aus Krielow und Carsten Vierus aus Bad Belzig. Bereits am vergangenen Wochenende haben die beiden auf dem Obsthof Lindicke am Plessower Eck ein Experiment gewagt, das auf große Nachfrage stieß. Vierus stellt einen eigens entwickelten Holzkohlegrill bereit, auf dem Marco Hintze seine Rinderbratwürste zubereitet. „Der Andrang am Sonntag war so groß, dass die Bratwürste und das Gulasch schon um 17 Uhr ausverkauft waren. Am kommenden Wochenende wird wieder gegrillt“, kündigt Vierus an.

Landwirt Marco Hintze aus Krielow (l.) mit dem Entwickler des innovativen Grills, Carsten Vierus, auf dem Fest. Quelle: privat

Ganz in der Nähe von Lindickes Obsthof öffnet auch der Biohof Werder wieder die Türen für Gäste des Blütenfestes. 400 Hühner sind in diesem Jahr auf die Kirschplantage umgezogen. Am Sonnabend findet auf der Obstwiese von 12 bis 16 Uhr ein Trommel-Workshop für Kinder statt, ab 17 Uhr spielen Anne Schneider und Susanne Stock das „Bio-Baumblütenkonzert“ mit Liedern von Kurt Weill. Der Höhepunkt am Sonntag ist der Theaternachmittag mit dem Wandertheater Ton und Kirschen aus Glindow.

Schlemmen für den guten Zweck

Auf der Streuobstwiese an der Ecke Havelobstallee vom Verein Zuckerbaum heißt es am Wochenende wieder „Essen und Trinken für den guten Zweck“. Die Erlöse aus den selbst gebackenen Kuchen, herzhaften Snacks und regionalen Obstweinen von Christine Berger aus Petzow fließen komplett in die Arbeit des Vereins für gesunde Geschwisterkinder aus Familien mit einem schwerst- oder unheilbar erkrankten Kind. Von 11 bis 18 Uhr darf dort geschlemmt werden.

Von Luise Fröhlich

Am Wochenende laden mehr als 50 Künstler aus Potsdam-Mittelmark zu Einblicken in ihre Werkstätten ein. Sarah Schultz aus Treuenbrietzen zum Beispiel wird erklären, was sie als Berlinerin auf dem Lande inspiriert. Die MAZ sagt, wer wann und wo seine Türen für die Allgemeinheit öffnet.

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