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Petzower empört über Rodungen

Waldbewirtschaftung im großen Stil Petzower empört über Rodungen

Rodungen im Wald an den Glindower Alpen und am Glindower See haben Petzower aufgeschreckt. Sie sind schockiert darüber, dass im Schutzgebiet alte und junge Bäume im großen Stil weichen müssen. Für den Eigentümer ist es Waldbewirtschaftung und für den zuständigen Revierförster ein Segen für den Wald.

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Ortsvorsteher Bernd Hanike ist schockiert darüber, dass viele alte Bäume aus dem Wald an den ehemaligen Tongruben gefällt wurden.

Quelle: Greiner

Petzow . Beim Spaziergang entlang der Glindower Alpen und unweit des Glindower Sees glaubt Ortsvorsteher Bernd Hanike (CDU) seinen Augen nicht zu trauen. „Viele über 100 Jahre alte Eichen wurden hier im Schutzgebiet einfach abgeholzt“, wettert Hanike. Bürger hatten ihn auf die Rodungen aufmerksam gemacht und erwarten nun Aufklärung. „Ich habe auch das Ordnungsamt Werder informiert, damit der Einschlag auch dort bekannt ist“, sagt Hanike.

Eigentümer der Waldflächen ist Johannes Baron von der Osten-Sacken. Der FDP-Stadtverordnete lebt mit seiner Familie in Potsdam und hat das Waldgebiet in Petzow erworben. Auf Nachfrage der MAZ bestätigt er die Rodungen im Werderaner Ortsteil Petzow. „Die Rodungen sind für die Waldbewirtschaftung und das Auslichten des Mischwaldes notwendig“, sagt von der Osten-Sacken. Über die genaue Größe der Waldfläche konnte er bei unserer überraschende Nachfrage keine Angaben machen. Er habe über die Maßnahmen die Stadt Werder, die Naturschutzbehörde des Kreises und die Forst informiert. „Eine Genehmigung ist nicht erforderlich“, sagt der Waldbesitzer. Er will die nächsten zwei Jahre abwarten und dann über Neupflanzungen entscheiden.

Für den zuständigen Revierförster Alexander Böttiger ist die Waldbewirtschaftung „in Ordnung“, wie er der MAZ auf Nachfrage sagt. Die Aufregung sei unbegründet und das Auslichten der Baumbestände im Rahmen. „Es wurde endlich Zeit, dass der Wald auch mit 100 bis 120 Jahre alten Eichen zur richtigen Zeit wie jetzt im Winter ordentlich durchforstet wird“, sagt Böttiger. „Es ist ein Segen für den Wald kann ich dazu nur sagen.“ Die Forst stehe dem Eigentümer aber nur beratend zur Seite. „In einem Vierteljahr, wenn alles sprießt, wird der Wald dankbar sein für Licht und Sonne. Aber ich finde es auch gut, dass die Bürger aufmerksam sind, sich Gedanken machen, auch wenn an der Bewirtschaftung in Petzow nichts zu beanstanden ist“, sagt der Böttiger.

Die Rodungen in einem Waldgebiet an den Glindower Alpen  machen den Petzowern Angst, doch der Revierförster gibt Entwarnung und ist zufrieden, d

Die Rodungen in einem Waldgebiet an den Glindower Alpen machen den Petzowern Angst, doch der Revierförster gibt Entwarnung und ist zufrieden, dass der Wald wieder Licht bekommt und atmen kann.

Quelle: Greiner

„Das kann ich gar nicht verstehen, viele alte Bäume sind abgeholzt worden. Das Waldareal im Naturschutzgebiet hat in meinen Augen und anderer Petzower mächtig gelitten“, sagt Hanike. Auch Bewohner unweit des Waldes haben sich über die zahlreichen abgesägten und abgelegten Baumstämme entlang des Spazierweges oberhalb des Glindower Sees gewundert. Doch der Revierförster Alexander Böttiger gibt Entwarnung und sieht den Wald schon aufatmen.

Von Regine Greiner

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