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Pfarrhaus in Ragösen wird umgebaut

Tagestreff für Senioren Pfarrhaus in Ragösen wird umgebaut

Im Pfarrhaus Ragösen (Potsdam-Mittelmark) entsteht derzeit ein Tagestreff für pflegebedürftige Senioren. Dazu laufen derzeit Umbauarbeiten. Im Frühsommer soll der Anlaufpunkt seine Arbeit aufnehmen. Pfarrer Edgar Meißner und Hausarzt Christian Hartung sehen wachsenden Bedarf.

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Ilka Klaucke leitet ab Frühjahr den neuen Seniorentreff im Pfarrhaus zu Ragösen.

Quelle: Andreas Koska

Ragösen. Im Pfarrhaus Ragösen führen derzeit Handwerker Regie. Dort soll im Frühsommer kommenden Jahres ein Tagestreff für pflegebedürftige Senioren eröffnen. Ilka Klaucke, die künftige Leiterin, sowie Martina Alband vom Diakonissenhaus Teltow-Lehnin als Träger der Einrichtung, stellten die Pläne kürzlich bei einem Informationsabend in dem Flämingdorf vor. Demnach werden im Erdgeschoss des Pfarrhauses drei barrierefreie Aufenthaltsräume, Sanitäranlagen sowie eine Küche entstehen. Die Trockenbauarbeiten dafür sind bereits erledigt. Bald können Fliesen und Fußböden verlegt werden.

Nach der Eröffnung soll es zunächst an bis zu zwei Tagen pro Woche ein Betreuungsangebot für bis zu sechs Personen geben. Alle Klienten, die über eine Pflegestufe verfügen, sind willkommen. „Wir fangen langsam an und wollen schauen, wie hoch der Bedarf ist“, erklärt Ilka Klaucke. Sie ist von Beruf Krankenschwester und wohnt selbst in Ragösen. Die Betreuung der Klienten werde von ehrenamtlich tätigen Kräften übernommen. Schon jetzt hat sich eine Gruppe von sieben Interessierten gefunden, die bereit sind, mitzuarbeiten.

Kleine Zuzahlung fällig

Das Pfarrhaus in Ragösen steht schon seit mehreren Jahren ungenutzt leer.

Die Gemeindearbeit wird aus den Pfarrhäusern in Lütte und Golzow koordiniert.

Der Umbau in Ragösen wird von der Kirchengemeinde finanziert. Konkrete Kosten nannte sie auf mehrfache Nachfrage der MAZ nicht.

Als Betreiber mietet das Diakonissenhaus Teltow-Lehnin die Räume für den Tagestreff von der Kirche.

Die Kosten für die Betreuung werden von der Krankenkasse übernommen. Zudem wird pro Tag eine Zuzahlung von 8,50 Euro pro Person fällig.

Bevor sie jedoch beginnen können, werden sie in einer viertägige Schulung für die Aufgabe qualifiziert. Zudem gebe es bereits viele Ideen für die Tagesstruktur im Treff, erzählt die Leiterin. So seien Gesprächskreise geplant. Auch soll gesungen und einmal in der Woche gekocht oder gebacken werden. Auch sportliche Aktivitäten seien vorstellbar.

„Es hängt viel von den Talenten der Helfer ab“, sagt Ilka Klaucke. Zusätzlich zum Treffpunkt werde es auch Hausbesuche geben. Die Freiwilligen werden dann stundenweise die Pflege und Aufsicht von Senioren vor Ort übernehmen. In dieser Zeit können dann die Angehörigen anderen Beschäftigungen nachgehen. Mit dem Angebot sollen Familien entlastet werden. Die Idee für die Einrichtung hatten Pfarrer Edgar Meißner und der im Dorf niedergelassene Arzt Christian Hartung. Die Initiatoren sehen einen wachsenden Bedarf in Ragösen und umgebenden Dörfern wie Groß Briesen und Dippmannsdorf.

Von Andreas Koska

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