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Pfingsten ist Hochzeit für Konfirmationen

Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg Pfingsten ist Hochzeit für Konfirmationen

Weil die Gäste häufig von weither kommen, feiern viele evangelische Kirchengemeinden das Fest der Konfirmation mittlerweile traditionell an Pfingsten. Die Zahlen der Konfirmationen im Land-Stadt-Vergleich sind teils sehr unterschiedlich.

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Pfarrerin Ulrike Mosch

Mittelmark. Das kommende Pfingstwochenende steht in vielen evangelischen Kirchengemeinden im Zeichen der Konfirmation. Auch in Lehnin, Päwesin, Jeserig und Groß Kreutz feiern Jugendliche die Segenshandlung, die sie zu Kirchenmitgliedern mit allen Rechten und Pflichten macht.

Die Domkirchengemeinde Brandenburg feierte das Fest bereits am 14. Mai. Dort erhielten 15 Konfirmanden die Segnung. 2016 waren es annähernd halb so viele. Das teilte Gabriele Maetz, Öffentlichkeitsbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, mit. In der Lukas-Kirchengemeinde Jeserig freuen sich vier Jungen und Mädchen auf ihren großen Tag. 2016 waren es dort zwei mehr.

In Lehnin kommen die Familien von fünf Konfirmanden Pfingsten zusammen. In Groß Kreutz-Plötzin fiebern acht Konfirmanden dem Ereignis entgegen. Fünf waren es voriges Jahr. 2018 werden es voraussichtlich 16 Jugendliche sein, die dort dieses Fest feiern.

Jugendliche erleben die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten

In den Kirchengemeinden Brandenburg Sankt Gotthardt und Christusgemeinde, Sankt Katharinen und Auferstehung begehen in diesem Jahr 19 Schüler diesen Schritt. Das sind neun mehr als im vorigen Jahr. 2018 werden es nach Angaben von Pfarrerin Ulrike Mosch 22 sein: „Die Tendenz ist steigend oder zumindest stabil.“ Die Konfirmandenzeit markiere den Übergang „auf der Schwelle vom Kind- zum Erwachsensein“, so Mosch.

„Das bewusste Bekenntnis zum christlichen Glauben ist wichtig.“ Die Jugendlichen erleben Gemeinschaft und treffen Gleichgesinnte. „Deshalb sind die gemeinsamen Fahrten und Rüstzeiten oft Höhepunkte in der Konfirmandenzeit“, sagt Ulrike Mosch, die Gemeindepädagogin und Kreisjugendpfarrerin im Kirchenkreis ist.

Päwesins Pfarrerin Johanna Martina Rief konfirmiert in diesem Jahr zwei Schüler. Es werden nach Angaben von Gabriele Maetz für Jahre die letzten Konfis dort sein. Die wieder steigenden Geburtenzahlen seien noch nicht bei den Konfis angekommen.

Mehr Konfirmanden in der Stadt als auf dem Land

Pfarrerin Diana Pscherwankowski von der Kirchengemeinde Havelsee in Pritzerebe ist zugleich Schulpfarrerin der Evangelischen Grundschule am Dom. „Die Bedeutung der Konfirmation auf dem Land und in der Stadt ist unterschiedlich“, sagt sie. „In den Dörfern gibt es zum Teil nur sehr wenige Konfirmanden.“ Das liege auch daran, dass die Jugendlichen den Konfi-Unterricht dort besuchen, wo sie zur Schule gehen, häufig in der Stadt Brandenburg.

„Das Interesse an Glaubensfragen bei den Jugendlichen ist spürbar“, sagt Diana Pscherwankowski. Einige besuchten den Unterricht, obwohl sie nicht getauft seien, „weil sie wissen möchten, was es mit dem Glauben auf sich hat und lassen sich am Ende taufen. Der Glaube ist nie fertig, sondern man ist auf dem Weg. Die Konfirmandenzeit ist ein Stück gemeinsame Wegstrecke.“

Für Konfirmanden sei es nicht einfach, sich neben der Jugendweihe zu behaupten. Es sei oft eine Familientradition, die zur DDR-Zeit einen Abbruch erfahren habe. Während die Eltern nicht zur Kirche gingen, „kommen die Enkel, deren Großeltern zur Kirche gehören, wieder mit ihren Fragen“.

Über den Konfirmandenunterricht der Kinder entwickelten die Eltern häufig eine Offenheit dem Glauben gegenüber, hat Diana Pscherwankowski beobachtet.

Von Marion von Imhoff

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