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Potsdam-Mittelmark Pfingsten kam der Platzwart ins Schwitzen
Lokales Potsdam-Mittelmark Pfingsten kam der Platzwart ins Schwitzen
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14:31 04.04.2018
Bernd Hänig hatte die Idee einer Genossenschaft. Quelle: Uwe Klemens
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Rädigke

Bernd Hänig hatte einst gemeinsam mit Sohn Hendrik die Idee, für den Weiterbetrieb des Rädigker Campingplatzes eigens eine Genossenschaft zu gründen. Das ist noch nicht allzu lange her und mittlerweile blicken die Macher auf zwei Saisons zurück, die durchaus als erfolgreich gewertet werden dürfen.


MAZ:
Weiß man nach zwei Jahren, ob die Idee der Campingplatz-Genossenschaft eine Schnaps- oder eine Erfolgsidee war?

Bernd Hänig: Für uns ist es ein Erfolg, auch wenn der Platz rein wirtschaftlich gesehen zu klein ist, um damit das große Geld zu verdienen. Die Zahl der Übernachtungen ist von 600 im ersten Jahr auf über eintausend angestiegen. Wahrscheinlich auch deshalb sind alle mit dabei, die die Genossenschaft mitgegründet haben.

Die Auslastung im ersten Anlauf fast zu verdoppeln ist beachtlich. Was haben sie dafür unternommen?

Hänig: Wir haben versucht, den Platz bekannter zu machen, Werbung dort gebucht, wo sie von unseren potenziellen Kunden wahrgenommen wird, also in Radfahrerzeitschriften und Wanderführern, die auch international gelesen werden.

Womit genau können sie bei solchen Anzeigen punkten?

Hänig: Mit der Top-Lage des Platzes, also mit seiner Nähe zum Europaradweg, mit den vielen Wander- und Radlertouren im Fläming, mit der Nähe zu Potsdam, Wittenberg und Berlin, mit der wunderbaren Landschaft und mit der familiären Atmosphäre auf dem Platz, von der unsere Gäste immer wieder besonders schwärmen.

Wie viele Menschen finden denn gleichzeitig auf Ihrem Campingplatz Quartier und woher kommen ihre Gäste?

Hänig: Die beständigste Gruppe sind Radler und Wanderer aus den Niederlanden, also praktisch das Wandervolk vor dem Herrn. Aber es gibt auch Gäste aus Kanada, Neuseeland, England, Dänemark, Italien und Frankreich und natürlich alle die, denen die Strecke zwischen Rhein und Ostsee zu lang ist, und die auf dem Weg zum Urlaubsort hier einfach für einen oder zwei Tage eine Rast einlegen. Eine Nacht macht unterm Strich den Rädigker Durchschnittscamper aus. Insgesamt gibt es 18 großzügige Plätze für Caravans und etwa drei Mal soviel Stellfläche für Zelte. Dazu kommen noch drei Bungalows, die aber nicht so häufig nachgefragt werden.

Sind sie mit Ihrem Platz schon mal an Ihre Grenzen gestoßen?

Hänig: Letztes Jahr zu Pfingsten, als 80 Menschen gleichzeitig hier waren, wurde es eng, so dass der Platzwart ins Schwitzen kam, um alle Wünsche und Aufgaben zu erfüllen. Dann sind wir zum helfen dazu gekommen. Denn wir sehen den Platz ja mehr als unser Hobby.

Läuft 2016 alles so weiter, oder planen Sie Veränderungen?

Hänig: Wir wollen den Shop ausbauen und dort mehr Ware anbieten. Auch für die Rädigker könnte das eine Alternative sein. Den Saunabetrieb wollen wir optimieren, damit er mehr angenommen wird. Wie das genau passieren soll, müssen wir noch beraten. Bis zum Saisonstart am 1. April haben wir ja noch Zeit.


Interview: Uwe Klemens

Von Uwe Klemens

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