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Pfingstsonntag im Zeichen der Konfirmation

Wiesenburg/Mark Pfingstsonntag im Zeichen der Konfirmation

Ob in Wiesenburg, Treuenbrietzen, Brück oder andernorts im Hohen Fläming: Der Pfingstsonntag steht in vielen Gemeinden im Zeichen der Konfirmation. In Wiesenburg werden drei Jugendliche konfirmiert. Dass sie sich dafür entschieden haben, ist vor allem dem Einsatz des Pfarrers zu verdanken.

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Voller Vorfreude auf Pfingstsonntag: Jan Schneider (Jugendmitarbeiter des CVJM), Olga Mathilde Seeger (14, Wiesenburg), Madleen Rospek (14, Wiesenburg), Louise Jarke (14, Jeserig) und Wiesenburgs Pfarrer Stephan Schönfeld (von links).

Quelle: Josephine Mühln

Wiesenburg. Glaubensbekenntnis, Psalm 23, Vaterunser und die zehn Gebote – all das muss sitzen, wenn am Pfingstsonntag ivielerorts n den Kirchen des Hohen Flämings Konfirmation gefeiert wird. Für die Konfirmanden bedeutet das, dass sie sich zum christlichen Glauben bekennen. Sie sagen „Ja“ zu ihrer Taufe und entscheiden sich offiziell dafür, Christ zu sein.

Aus der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesenburg/Mark werden drei Jugendliche konfirmiert. Seit einem Jahr besuchen sie den Konfirmandenunterricht von Pfarrer Stephan Schönfeld und bereiten sich so auf den Gottesdienst am Sonntag vor. Ursprünglich hatten sechs Jugendliche mit dem Unterricht begonnen, drei von ihnen haben sich dann aber doch gegen die Konfirmation entschieden. „Das passiert eher selten“, sagt Schönfeld, der seit Januar 2015 in Wiesenburg tätig ist. „Trotzdem kommen die Konfirmanden heute nicht mehr so automatisch wie früher.“ Vielmehr müsse er die Jugendlichen direkt ansprechen, mache beispielsweise Hausbesuche.

Gottesdienst in Brück vorverlegt

Auch in Brück werden zum Pfingstgottesdienst fünf Jugendliche konfirmiert.

Der Gottesdienst findet am kommenden Sonntag. Gegenüber der üblichen Zeit wurde auf 12 Uhr vorverlegt.

In der Treuenbrietzener St. Marien-Kirche beginnt der Gottesdienst am kommenden Sonntag um 10 Uhr.

Musikalisch mitgestaltet wird er von der Band „Patchwork“.

Der Gottesdienst in Wiesenburg beginnt am Pfingstsonntag um 14 Uhr.

Dank dieses Engagements sind auch Louise Jarke und Olga Mathilde Seeger zum Unterricht gekommen. „Mein Vater ist getauft und konfirmiert“, erzählt die 14-jährige Louise. „Meinen Eltern war es wichtig, dass ich etwas über Religion lerne – egal, ob ich mich dann auch für die Konfirmation entscheide.“ Am Ende gehörte diese für die Schülerin aus Jeserig/Fläming mit dazu.

Olga wollte eigentlich erst gar nichts machen – weder Konfirmation noch Jugendweihe. Bis der Pfarrer sie und ihre Familie besucht hat. Nach dem Gespräch habe sich die 14-Jährige noch eine Bedenkzeit erbeten, erinnert sich Stephan Schönfeld. „Ich wollte es dann aber ausprobieren und der Unterricht hat mich bestärkt, den Weg weiter zu gehen“, sagt die Wiesenburgerin. „Ich bin schon aufgeregt, schließlich ist es ein großes Fest.“

In der Osternacht getauft

Bei Madleen Rospek überwiegt dagegen die Freude, bald zur Gemeinde zu gehören. Für sie habe vor allem die Teilnahme ihrer Freundinnen den Ausschlag gegeben, den Unterricht zu besuchen, erzählt die 14-jährige Wiesenburgerin. Alle drei Mädchen sind in der Osternacht 2016 getauft worden.

Was den Unterricht selbst angeht, so pocht Pfarrer Schönfeld nicht darauf, dass seine Schülerinnen stur auswendig lernen. Vielmehr setzt er darauf, dass die wichtigen Texte nach steter Wiederholung von allein sitzen. „Und ich merke, dass sie mit der Zeit nicht mehr ins Buch gucken.“ Auch wartet am Ende keine Prüfung auf die Konfirmanden, sondern ein sogenannter Vorstellungsgottesdienst. Hier stellen die Jugendlichen etwas von dem vor, was sie gelernt haben oder erzählen, was sie beschäftigt. Themen solcher Gottesdienste sind beispielsweise „Himmel und Hölle“ oder „Zeit“. „Eher Locker und unkonventionell soll es sein“, sagt Schönfeld.

Zehn Konfirmanden in Treuenbrietzen

In den Kirchengemeinden des Pfarrbereichs Treuenbrietzen werden am Pfingstsonntag zehn Jugendliche konfirmiert. Pfarrer Gunther Seidel freut sich besonders darüber, dass sich während des Gottesdienstes auch vier Jugendliche taufen lassen. „Denn das ist ein Ur-Ritus des Christentums.“ Damit die Jugendlichen aus den umliegenden Dörfern nicht jede Woche zum Konfirmandenunterricht nach Treuenbrietzen kommen mussten, hat der Pfarrer regelmäßig an einem Samstag im Monat eine vierstündige Unterrichtseinheit veranstaltet – inklusive Frühstück.

Seidels Beobachtung ist, dass sich beispielsweise in Berlin in den vergangen Jahren mehr Jugendliche für die Konfirmation entschieden haben, die Zahl sonst aber eher gleichbleibend ist. Jan Schneider, Jugendmitarbeiter des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in der Region Bad Belzig, bestätigt das. „Natürlich hängt die Zahl der Konfirmanden aber auch immer von der Stärke der Geburtenjahrgänge und dem Umfeld, in dem die Jugendlichen aufwachsen, ab“, ergänzt der 36-Jährige.

Von Josephine Mühln

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