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Potsdam-Mittelmark Philantisten proben neues Theaterstück
Lokales Potsdam-Mittelmark Philantisten proben neues Theaterstück
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17:28 07.06.2016
Bernd Haller als Obdachloser Wilhelm und Julia Peschel als Kandidatengattin. Quelle: Martin Steger.
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Teltow

Das Laien-Theater „Philantisten“ holt die große Bundespolitik auf die kleine Bühne und schickt einen Kanzlerkandidaten aus Teltow ins Rennen. In dem neuen Stück „Der Fuchs am Himmel“, das wieder aus der Feder von Ensembleleiter Bernd Haller (58) stammt, nimmt sich die Truppe die Arbeit der Bundesparlamentarier vor.

Die Idee für das Stück kam Haller, als er das Buch von Roger Willemsen „Das hohe Haus“ gelesen hat. „Er geht darin sehr hart mit der Bundespolitik aus parlamentarischer Sicht ins Gericht. Ich bedaure so sehr seinen Tod“, sagte Haller im MAZ-Gespräch. Beim Lesen „hatte ich das Gefühl, dass ich mich dazu äußern müsste“, so der Gymnasiallehrer. Als Autor und Regisseur holte er den Schwerpunkt samt Kanzlerkandidaten nach Teltow und den Parteitag in den Stubenrauchsaal des Rathauses. Ganz bewusst erfand Haller neue Parteien wie Die Blauen, Die Idealpartei („da würde ich rein gehen“) und die UfD, die Union für Freiheit und Demokratie. Dass sie so ähnlich klingt wie AfD wurde in der Truppe diskutiert, letztlich befand das 16-köpfige Team zwischen 11 und 65 Jahren aber, dass es nicht so schlecht sei, auf eine Partei anzuspielen, die „gerade nicht gut wegkommt“.

In der Rolle des Kanzlerkandidaten Carsten Greinhuber (UfD) ist Daniel Schubert zu erleben. Die Politik ist in eine Rahmenhandlung gebettet, die eine Familiengeschichte mit Liebe, Schmerz und Affäre erzählt. „Es geht auch um menschliche Schwächen und die Suche nach dem Glücklichwerden und Glücklichsein“, erklärt Haller, der die Rolle des Obdachlosen Wilhelm spielt. Die Frau des Kandidaten, Eve Krämer-Greinhuber (gespielt von Julia Peschel), will aus der täglichen Tretmühle ausbrechen. Auch dieses Haller-Stück kommt nicht ohne humoristische Einlagen aus. „Weil ich auch das Leben so sehe. Und Politik und Politiker sind oft zum Lachen“, so der 58-Jährige.

Bühnenprobe der „Philantisten“ in Teltow: Christian Hetz alias Maurice, Hannes Rücker (Gerstmayer) und Katharina Weithaas (Gumpert/v.l.n.r.) Quelle: Martin Steger

Dennoch bleiben seine Vorschläge nicht unkommentiert. „Die Mitglieder sind sehr kritisch. Regie führe ich nicht mehr alleine. Ich gebe das große Gerüst vor und wir diskutieren viel. Manchmal wird auch meine Meinung verworfen“, berichtet der Regisseur.

Seit Oktober stecken die „Philantisten“ in den Proben. Am 12. Juni ist Premiere. „Das ist sehr sportlich“, weil der Stress zunimmt. Nur einmal wöchentlich wird zwei Stunden im Mehrgenerationenhaus „Philantow“ geprobt. „Und um 20 Uhr sind die Kinder schon sehr müde“, so Haller. Manchmal fallen Proben wegen Feiertagen oder beruflicher Anforderungen aus. Dennoch ist die Truppe ehrgeizig und hätte sich mehr als nur die Premierenaufführung für ihr „politisches Lust- und Schauerspiel“ gewünscht. „Aber es war an keinem anderen Ort möglich; auch nicht in Kleinmachnow, noch Aufführungstermine zu bekommen“, bedauert der Teltower. Die Lust ist ihm jedoch nicht abhanden gekommen.

Einige der Ensemblemitglieder, die auch im neuen Stück spielen (v.l.n.r.): 1. Reihe (sitzend): Luisa Hetz (als Loretolle), Julian Hetz (Jeremy), 2. Reihe: Regfisseur und Autor Bernd Haller (Wilhelm), Julia Peschel (Eve), Katharina Weithaas (Gumpert), 3.Reihe (stehend): Elisabeth Rockel (Heiligrath), Trompeter: Christian Hetz (Maurice), Hannes Rücker (Gerstmayer), Fabian Reimeier (Schneller), Ralf Weithass (Hebestreit) und Antje Rücker (Paulus). Quelle: Martin Steger

Info: Premiere „Der Fuchs am Himmel“, 12. Juni, 15 Uhr, Stubenrauchsaal, Rathaus Teltow, Karten an der Abendkasse

Von Claudia Krause

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