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Alle schwärmen vom Dorffest

MAZ zu Hause ... in Phöben Alle schwärmen vom Dorffest

Phöbens Heimatverein, der zu einem großen Teil das soziale und gemeinschaftliche Leben in dem Havelort bestimmt, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Bei vielen Festen und Veranstaltungen hat der Verein den Hut auf, kümmert sich aber auch um die Förderung der Kinder und Jugend. Beim Baumblütenumzug stellt sich der Heimatverein immer sehr bunt vor.

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Elke Jäger ist seit 1999 Vorsitzende und hat den Heimatverein einst mitgegründet. Seinen Sitz hat der Verein in der Alten Schule.
 

Quelle: Luise Fröhlich

Phöben.  Ob Halloween, Kinderfest oder Baumblütenumzug: Der Heimatverein des Werderaner Ortsteils Phöben ist überall dabei. Zu einem großen Teil bestimmt er das soziale Leben in dem Havelort und feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums stehen die derzeit 25 Mitglieder am 7. April, dem Gründungstag, im Mittelpunkt und organisieren eine Feier für sich selbst. „Wir haben gesagt, wir wollen nicht immer arbeiten und für andere tätig sein, wir wollen auch mal selbst feiern“, sagt die Vereinsvorsitzende Elke Jäger (63), die selbst seit 43 Jahren in Phöben lebt und zuletzt als Kita-Leiterin gearbeitet hat. Für Nicht-Mitglieder lädt der Verein am 13. Mai zu einem Tag der offenen Tür ein.

Highlight in Phöben ist jedes Jahr das Dorffest, das im September gefeiert wird. Bei Organisation und Durchführung hat der Heimatverein den Hut auf. Das Festkomitee, bestehend aus Vertretern von allen Vereinen, trifft sich bereits jetzt einmal im Monat. „Wir versuchen immer irgendwas aufzugreifen, das nicht alle haben. Wir haben schon Umzüge gehabt, das Drachenbootrennen oder hatten die Räuberberg-Sage als Thema. Das Fest ist immer gut besucht“, erzählt Jäger. Von ihrem Mann Peter stammt die Chronik von Phöben zur 700-Jahr-Feier 2013 und er hat „Das Goldmännlein“ – eine Sage vom Räuberberg aufgeschrieben.

In dieser Geschichte geht es um ein Männlein, das aus Raseneisenerz Gold machen kann, viel davon anhäuft und eines Tages Angst um seinen Schatz bekam. In der Folge geht es einen Deal mit dem Teufel ein, der am Ende seinen verdienten Lohn fordert, ihn aber nicht bekommt. Also schwört er bittere Rache und lockte das Männlein mit Nebel und Truglichtern auf einen falschen Weg und so in den Sumpf, in dem er versank. Der Teufel verfluchte mit dem Männlein auch das Gold. Nähert man sich jetzt dem Hügel, könne man der Sage zufolge beobachten, wie plötzlich Wind aufzieht und in der Ferne ein jämmerliches Klagen ertönt.

Beim Baumblütenumzug hat der Heimatverein immer einen der buntesten Wagen, berichtet Jäger. Jedes Jahr gibt es ein anderes Thema, mit anderen Kostümen und anderen Requisiten. „Wir hatten vieles von Ur-Menschen, über den Menschen der Zukunft, Weiber in der Waschküche und sogar die Therme. Das ist allerdings nicht bei allen gut angekommen“, so die gebürtige Groß-Kreutzerin. Neben dem Kinderfest zum Kindertag, Halloween für die Kleinen und der Seniorenweihnachtsfeier gibt es beim Heimatverein auch interne Veranstaltungen wie Radtouren, Busfahrten zu Weihnachtsmärkten oder anderen Tagesausflügen.

Der Verein läuft trotz Nachwuchssorgen gut, sagt Jäger. Für die Zukunft wünscht sich die Vorsitzende vor allem Mitglieder und gern auch Männer, da diese momentan in der Unterzahl sind. Für Handwerksarbeiten zum Beispiel braucht der Verein etwas Unterstützung. Gemäß Satzung soll sich der Heimatverein um die Einwohner und Traditionen in Phöben kümmern. Den Kinder und Jugendlichen etwas anzubieten, liegt Elke Jäger besonders am Herzen. Spätestens mit der Schulzeit aber zerstreuen sich deren Wege, so dass es sich kaum lohnt, regelmäßige Treffen zu organisieren. „Der Zusammenhalt im Dorf ist für uns natürlich auch wichtig. Neuerdings treffen sich einmal im Monat die Senioren bei uns in der alten Schule“, erzählt Jäger. Generell sei der Ort stark durch die Tätigkeit der Vereine geprägt.

Frauen sind in Phöben in der Überzahl

752 Menschen leben im Ortsteil Phöben (Stand 2016, Melderegister Stadt Werder). Die Frauen sind mit 380 leicht in der Überzahl zu 372 Männern im Dorf.

Politik: ei der Kommunalwahl 2014 lag die Wahlbeteiligung in Phöben bei
60,7 Prozent. Stärkste Kraft ist die CDU mit 44,2 Prozent, dicht gefolgt von den Freien Bürgern (40,4), der Linken (7,9) und der Grünen (7,5).

Bis zur Eingemeindung in die Stadt Werder am 31. Dezember 2001 war Phöben eine selbstständige Gemeinde und grenzt an Groß Kreutz, der Kernstadt Werders und an Töplitz.

Phöbens Ortsbeirat hat drei Sitze. Ortsvorsteherin ist seit 2014 Daniela Deichsel.

Von Luise Fröhlich

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