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Potsdam-Mittelmark Pirat hält Fahne für den Hohen Fläming hoch
Lokales Potsdam-Mittelmark Pirat hält Fahne für den Hohen Fläming hoch
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06:14 29.08.2017
Mathias Täge aus Reetz will für die Piraten in den Bundestag. Quelle: Christin Iffert
Reetz

Regine Hildebrandt (SPD) ist für Mathias Täge ein politisches Vorbild. Menschlich und unbeugsam – das imponiert ihm. Der 37-Jährige will selbst für Bürgerrechte streiten – am besten im Bundestag. Er ist der Direktkandidat der Piraten im Wahlkreis 60, der von Jüterbog bis Rathenow reicht.

Aufgewachsen in Reetz hat er die Gesamtschule Wiesenburg besucht, dann eine Ausbildung zum biologisch-technischen Assistenten in Potsdam-Bornim absolviert. Politik hat den Spross aus einem Arbeiterhaushalt wohl interessiert, aber erst später inspiriert. Der frische Wind der politischen Freibeuter hat ihn vor rund zehn Jahren mitgerissen, sagt er. Bei denen sah er – ohne Studienabschluss aus Berlin zurück – Chancen, seine Ziele zu vertreten.

Die Piraten hatten unter anderem wegen der Transparenz im Internet beachtliche Erfolge erzielt. Mathias Täge sieht gute Chancen, lokale Interessen auf allen Ebenen vertreten zu können. Er ist Vizechef des gut 80 Mitglieder zählenden Kreisverbandes Potsdam-Mittelmark.

Hauptberuflich arbeitet er seit 2016 im Infocafé „Der Winkel“ in Bad Belzig – 20 Stunden pro Woche. In der vom Forum gegen Rechtsextremismus und Gewalt betriebenen Bildungs- und Begegnungsstätte hat er sich lange zuvor schon engagiert und investiert viel Freizeit.

„Nicht nur, aber auch für die Integration der Asylbewerber braucht es sozialen Wohnungsbau“, meint Mathias Täge. „Bei geringem Leerstand und guten Bevölkerungsprognosen für den ländlichen Raum, ist Mangel an bezahlbarem Wohnraum ein Problem“, findet er. Dass zumindest im Hohen Fläming die medizinische Grundversorgung seiner Ansicht nach in den Seilen hängt, weil schon deren Standards nicht eindeutig festgelegt sind, findet er ebenso beunruhigend.

Mit seiner Einschätzung erfährt er in den Dörfern eine ganze Menge Zuspruch. Als „Kandidat der Region“ sieht er sich durchaus als Alternative zu seinen Mitbewerbern der großen Parteien, die aus Brandenburg/Havel und Umgebung stammen. Infostände, an denen er Faltblätter verteilt, wird es deshalb eher in seiner Heimat geben. Auf Plakate hingegen verzichten die Piraten hierzulande generell. „Die Materialschlacht ist demokratiefeindlich“, findet der Kandidat. Dem Vernehmen nach investieren die Bewerber der etablierten Parteien teils fünfstellige Summen in den Wahlkampf.

Familie und Freunde seien sein Netzwerk, gibt er zu verstehen. „So konnte ich in der Verwandtschaft schon Leute mitreißen, die nun zur Wahl gehen wollen“, freut sich Matthias Täge.

Von René Gaffron

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