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Potsdam-Mittelmark Plädoyer für den Gasthof im Ort
Lokales Potsdam-Mittelmark Plädoyer für den Gasthof im Ort
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02:16 14.01.2016
Das tradtionsreiche Dorfgasthaus in Pechüle stellte im Jahr 2013 vorerst den Betrieb ein. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

Einen neuen Dachverband der Dorf- und Heimatvereine im Landkreis Potsdam-Mittelmark wird es nicht geben. Dieses Fazit zog Chris Rappaport nach der vierten Zusammenkunft des Netzwerkes kürzlich im Landratsamt Bad Belzig. Mehr als 20 Enthusiasten waren dabei. „Wir haben gemerkt, dass Interesse zwar besteht. Aber eine Institutionalisierung wird nicht gewünscht“, so der Initiator.

Der Aktivist, der unter anderem dem Vorstand der Chronistenvereinigung angehört, will jedoch die einmal geknüpften Kontakte weiter pflegen. „Es wird keine monatlichen Treffen geben. Aber einmal im Vierteljahr will ich zum Gedankenaustausch aufrufen“, sagte der Deetzer. Dort wirkt er selbstredend im Heimatverein mit. Wie bisher sollen thematische Schwerpunkte gesetzt werden. Dann könne ein jeder entscheiden, ob er sich angesprochen fühlt.

Beim vorerst letzten Treffen referierte Jürgen Peters von der Eberswalder Fachhochschule für nachhaltige Entwicklung zum Heimatbegriff. Für ihn steht der Begriff im Gegensatz zur Globalisierung. Der Wissenschaftler fand in Umfragen heraus, dass der Heimatgedanke für Vertrautheit, Geborgenheit und Konstanz, Erinnerung und Verwurzelung und dadurch für Nachhaltigkeit steht. Der Wissenschaftler schlug zum Beispiel die Bildung eines Architektenpools vor. Aus dessen Mitte könnten fachlicher Rat kommen, wenn es um Umbau und -nutzung von ortsspezifischen Gebäuden geht, die nicht zwangsläufig denkmalgeschützt sind.

Landesweit organisiert

Im Land Brandenburg gibt es bereits eine organisierte Dorfbewegung, so dass keine Struktur auf Kreisebene braucht.

Das Netzwerk „Lebendige Dorfer“ ist unter dem Dach des Vereins Brandenburg 21 organisiert. Wiesenburg und Garrey haben sich dort bereits gut eingebracht und davon profitiert.

Außerdem gibt es die Arbeitsgemeinschaft „Historische Dorfkerne“. Fredersdorf und Wiesenburg gehören dazu.

Als Beispiel nannte er das Verschwinden von Dorfgaststätten, die früher wichtige Treffpunkte waren und immer weniger im Ortsbild des 21. Jahrhunderts wahrnehmbar sind. „Sie waren ein Mittelpunkt des Dorfes, ähnlich wie eine Kirche“, begründete er die Bedeutung der Gasthöfe. Dabei gehe es ihm nicht um die Beibehaltung der nicht mehr wirtschaftlichen Lokale, sondern um den Wiedererkennungswert.

Jürgen Peters merkte kritisch an, dass der Bau von Gemeinde- und Vereinshäusern gefördert wird, aber auf die ehemals diese Funktion als Versammlungsort habenden Gaststätten, keinerlei Unterstützung erhalten.

„Ländliche Traditionen stärken, um die Dörfer lebendig zu halten. Dafür plädierte Jürgen Peters. Diess meint: mindestens an etablierten Festen festzuhalten, aber auch und weitere Angebote durch die Vereine zu machen. zum Beispiel Dorfspaziergänge. „Das ist gelebte Gemeinschaft. Dabei könnte n mithin bestehende Mängel erkannt und überlegt werden wie sie zu beheben sind“, führte er aus.

So sieht es auch Chris Rappaport, der deshalb spätestens im Frühjahr erneut einladen will, um weitere Ideen zu entwickeln. „Das Dorf lebt, es gibt überall tolle Aktivitäten“, resümiert er ebenfalls zufrieden. Jedoch müsse nicht jeder das Rad neu erfinden, sondern kann von anderen lernen und deren Ideen für das eigene Dorf übernehmen“, bekräftigt er seinen Netzwerk-Gedanken.

Von Andreas Koska

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