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Plädoyers für den Verschönerungswettbewerb

Bad Belzig Plädoyers für den Verschönerungswettbewerb

Mindestens zwei Jahrzehnte gibt es den Verschönerungswettbewerb „Bad Belzig blüht auf“ schon. In Zukunft soll er nach Einschätzung der Stadtväter wieder mehr Aufmerksamkeit erlangen. Dazu sind sie bereit, Prämien auszuloben.

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2016 beim Altstadtsommer geehrt: Familie Müller aus Kuhlowitz.

Quelle: Christiane Sommer

Bad Belzig. Der Verschönerungswettbewerb „Bad Belzig blüht auf“ steht wohl nicht vor dem Aus. Er soll weiter geführt werden. Das hat eine erste Debatte im Hauptausschuss ergeben. Am Montagabend wollen die Stadtverordneten abschließend darüber beraten, in welcher Weise die Ausschreibung und Präsentation womöglich geändert werden müssen, um wieder mehr Aufmerksamkeit für das Anliegen zu erlangen.

In den 90er-Jahren hatte der Fremdenverkehrsverein die Initiative ergriffen. Zuletzt war es üblich, bei dem Wettbewerb immer zwei Ortsteile und einen Teilbereich der Kernstadt unter die Lupe zu nehmen. Lokalpolitiker, Ortsvorsteher und Verwaltungsangestellte bildeten die Jury und begaben sich zu den Ortsterminen. Dabei wurden die Besitzer von Grundstücken ausgezeichnet, die einen positiven Gesamteindruck hinterlassen und das Stadt- bzw. Dorfbild vorbildlich beeinflussen. Nun aber sind alle Dörfer bereist und mit den Familien Kirchhoff aus Schwanebeck, Müller aus Kuhlowitz sowie Steinbrück aus Bad Belzig schienen im vergangenen Jahr die letzten Sieger gekürt.

Doch nun geht es wohl neu auf die Runde. Die Einstellung der Aktion ist, wie sich gezeigt hat, keine Option. Darüber freut sich nicht zuletzt Lothar Lehmann (Freie Wählergemeinschaft), der zu den Ur-Vätern der Aktion gehört. Eine eigenen Kategorie zu entwickeln, wenn der Förderpreis alljährlich beim Neujahrsempfang in der Stein-Therme überreicht wird, findet zunächst die Werbiger Ortsvorsteherin Kerstin Zurek praktisch. Die meisten Abgeordneten wollen allerdings mehr Aufmerksamkeit für das Thema erlangen und überlegen daher, ob die Ehrung im vielfältigen Programm während des Altstadtsommers noch richtig untergebracht ist.

Vor allem soll sich aber der Aufwand lohnen. Während bisher die von den Jungen und Mädchen der Förderschule „Am Grünen Grund“ gefertigten Plaketten und Gutscheine für die Stein-Therme überreicht wurden, sollten zusätzlich Prämien ausgeschüttet werden. Preisgelder von 50 Euro pro Person oder 500 Euro pro Gruppe könnten ausgelobt werden, heißt es in der Vorlage für das Parlament. Damit sollen dann nicht ausschließlich jene bedacht werden, die ihre „eigene Scholle“ sowieso stets ansehnlich herrichten. Vielmehr könnten jene Ehrenamtlichen gewürdigt werden, die wie selbstverständlich außerhalb ihres Grundstückes für Ordnung und Sauberkeit sorgen.

Von René Gaffron

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