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Potsdam-Mittelmark Plätzchenbacken wie am Fließband
Lokales Potsdam-Mittelmark Plätzchenbacken wie am Fließband
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14:15 17.12.2017
Backtag in der Wohnstätte Hoher Fläming in Benken. Tobias, John, Timothy, Alexander und Eric (v.l.n.r.) packen kräftig zu.   Quelle: Thomas Wachs
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Benken

In der Küche riecht es lecker. Gerade hat Dagmar Schulze im Obergeschoss der Villa Morgentau wieder ein Backblech voller heißer Plätzchen aus dem Herd gezogen. In der Benkener Wohnstätte für mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche ist wieder mal Backtag. Schließlich muss die Großproduktion laufen. Nicht nur für den eigenen Verbrauch der kleinen und großen Bewohner. Eifrig gebacken wird auch für den großen Weihnachtsmarkt. Zu dem empfing die Miteinander gGmbH als Träger der Betreuungsstätten in Benken am Freitag auch viele Angehörige ihrer Bewohner sowie Kooperationspartner und Bewohner weiterer Einrichtungen aus dem Fläming.

In den Tagen zuvor herrscht in der Weihnachtsbäckerei Arbeitsteilung. Fünf Jungs im Alter von zwölf bis 18 Jahren packen zu. Tobias (15) verteilt Mehl auf dem Tisch. Timothy (13) rollt mit dem Nudelholz den Teig aus, während der zwölfjährige Alexander schon eine neue Ladung Sterne aus dem frisch gerollten Teig aussticht. Eric (18) macht sich da schon daran, die inzwischen abgekühlten Plätzchen der vorigen Ladung mit bunten Streuseln und Schokoguss zu verzieren.

Das Verzieren macht den Kindern fast genauso viel Spaß wie das Ausstechen der Plätzchen.   Quelle: Thomas Wachs

„An die 100 Bleche mit Plätzchen werden in der Adventszeit hier im Haus jedes Jahr wohl so gebacken“, schätzt Dagmar Schulze. Immerhin gibt es auch Vorbestellungen und treue Großabnehmer für das Backwerk, erzählt die Leiterin der Wohnstätte Hoher Fläming. Dort halten die Vorräte der Kinder meist nicht lange. die Plätzchen sind einfach zu lecker.

Und so nascht auch Tobias gerade lieber von dem frischen Backwerk, als seinem Betreuer beim Abwasch des Backwerkzeuges zu helfen. Dabei ist der 15-Jährige geschickt im Backen. Der Berliner lebt erst seit Oktober in der Benkener Wohnstätte. „Zum Einstieg hat er uns mit einem Kuchen überrascht“, erinnert sich Dagmar Schulze.

Zahlreiche Gäste und die Einwohner feierten den Weihnachtsmarkt an der Wohnstätte am Freitag gemeinsam. Quelle: Privat

Inzwischen ist die letzte Landung des Nachmittags im Ofen verschwunden. Auf das fertige Werk freut sich auch Eric schon. Als Erkennungszeichen hat er eine kleine selbst gestaltete Kugel mit aufs Backblech geschummelt. Schließlich möchte er seine Mutter mit einer Tüte seiner selbst gebackenen Plätzchen überraschen. An Heiligabend wird Eric ihr daheim jedoch nur kurz einen Besuch abstatten. Mehr lasse der Gesundheitszustand nicht zu. „Meine Mutter ist krank und gerade erst wieder aus dem Krankenhaus raus“, erzählt der Sohn. Noch am Abend kehrt er deshalb in die Benkener Wohnstätte zurück und feiert Weihnachten mit einigen anderen Bewohnern, die ebenfalls nicht nach Hause können, und den Betreuern der Nachtschicht. Zu Silvester wiederholt sich dieser Ablauf.

Am Freitag nun herrschte zunächst Hochbetrieb auf dem Waldgelände etwas abseits von Benken. Inzwischen zum achten Mal ging dort der Weihnachtsmarkt über die Bühne. Rund um wärmende Feuerschalen gibt es an diversen Ständen viel zu entdecken. Gebastelter Weihnachtschmuck und kleine Geschenkideen werden angeboten. Auch sind viele duftende Leckereien gefragt. Und so finden auch die Plätzchen aus der Wohngruppe der Jungen aus der Villa Morgentau ihre Abnehmer.

Spenden zugunsten der Wohnstätte

Das Fläming-Echo der MAZ sammelt dieses Jahr Spenden für die Wohnstätte „Hoher Fläming“ in Benken für Kinder und Jugendliche mit geistigen und mehrfachen Behinderungen.

Benötigt werden dort Geräte für die Bewegungstherapie. Zudem soll der Raum für die Physiotherapie renoviert werden.

Das Spendenkonto wird verwaltet von der Miteinander gGmbH als Kontoinhaber.

Es läuft bei der Bank für Sozialwirtschaft unter der IBAN: DE 88 100 205 000 003 373 300 mit dem Verwendungszweck „MAZ-Sterntaler“.

Auf Wunsch können auch Spendenquittungen ausgestellt werden.

Die MAZ möchte die Namen der Spender im Laufe der Aktion veröffentlichen. Wird dies nicht gewünscht, werden Spender gebeten, dies beim Verwendungszweck zu vermerken.

Von Thomas Wachs

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