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Plan für Eventcenter vorerst gestoppt

Geltower in Aufruhr Plan für Eventcenter vorerst gestoppt

Der vom Inhaber beabsichtigte Ausbau des Hotels Geliti in Geltow mit einem Eventcenter hat im Erholungsort für Proteste unter den Anwohnern gesorgt. Für sie ist das Veranstaltungsgebäude zu groß und der von der Gemeinde geplante Parkplatz an der falschen Stelle.

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Anwohner am Geltower Hotel haben 200 Unterschriften gegen den bisher geplanten Ausbau gesammelt.

Quelle: Christel Köster

Geltow . Für den Ausbau des Hotels Geliti und eines Parkplatzes in Geltow müssen nach Protesten von aufgebrachten Bürgern die Pläne überarbeitet werden. Auf Drängen von Anwohnern und Abgeordneten zog Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) eine entsprechende Vorlage für einen städtebaulichen Vertrag auf der Sitzung der Gemeindevertreter am Mittwoch zurück. Der Vertrag sollte den Bau eines notwendigen Parkplatzes für den geplanten Ausbau des Hotels mit einem kleinen Eventcenter regeln.

Schon vor der Diskussion zum Beschlussvorschlag machten Anwohner der Wohnsiedlung am Hotel in der Wentorfstraße ihrem Ärger Luft. Sie erwarten von der Gemeinde Schwielowsee, dass sie den Protest gegen den Parkplatz und die Größe des beabsichtigten Eventcenters erstnehmen. „Wir sind nicht gegen einen angemessenen Ausbau“, sagt Claudia Hach aus Geltow. „Wir erwarten aber eine Entscheidung sowohl im Sinne des Investors als auch im Sinne der Bürger.“ In einer Unterschriftensammlungen wehren sich 200 Betroffene gegen die Größe des von der Gertner Vermögensverwaltung GmbH & Co KG geplanten Eventcenters und zu erwartende Verkehrsbelastungen.

„Mit dem Neubau würde das Festzelt verschwinden und damit der Anblick schöner sein und weniger Lärm auftreten“, sagt Gertner, der die Ablehnung der Anwohner nicht verstehen kann. Doch für sie würde der Neubau auf drei Etagen auf einer Grundfläche von 100 Quadratmeter noch mehr Gäste anziehen und mehr Lärm und Verkehrsbelastung mitsichbringen. Auch den beabsichtigten Parkplatz, 700 Meter entfernt vom Hotel, wollen Anwohner verhindern. Darüber hinaus kritisierten Abgeordnete von den Linken, der SPD und der Grünen den von der Verwaltung angestrebten Bau von 31 unbefestigten Parkplätzen 700 Meter entfernt vom Hotel. Die Kosten für den Flächenankauf und die Waldumwandlung wollte die Verwaltung aus dem Ablösebetrag des Hotelinhabers für 31 Stellplätze finanzieren. „Der öffentliche Parkplatz ist an dieser Stelle gar nicht nötig“, sagt Lisa Stoof. Andere Abgeordnete befürchten Folgekosten für die Gemeinde, weil der Platz von der Kommune auch erhalten werden muss.

Gäste wünschen sich großen Festsaal – Anwohner nicht

Das Hotel in Geltow, Wentorfstraße, unweit vom Petzinsee, wurde 1993 erbaut und bietet bisher 35 Zimmer. Es soll um sieben Familienzimmer ausgebaut werden. Umstritten ist insbesondere die Größe des geplanten Eventcenters und der Standort des Parkplatzes.

Einen Runden Tisch hat die SPD-Schwielowsee im Ergebnis der turbulenten Gemeindevertretersitzung am Mittwoch angekündigt. Nach Rückzug des Planvorschlags von Seiten der Verwaltung auf Drängen der Bürger, hofft die SPD Schwielowsee nun auf viele Stellplätze unmittelbar am Hotel. Auf den Parkplatz Caputher Chaussee soll verzichtet werden. Ablösegelder könnte die Gemeinde Schwielowsee für den geplanten Parkplatz Baumgartenbrück einsetzen.

Eine Reduzierung des Veranstaltungsgebäudes auf zwei Etagen und eine verbindliche Begrenzung der Anzahl der Veranstaltung auf ein für das allgemeine Wohngebiet erträgliche Maß wird von vielen Anwohnern und Abgeordneten gefordert.

Das neue Konzept mit Kompromisslösunge n für den Ausbau soll in den nächsten Wochen in Abstimmung mit dem Investor und den Behörden erarbeitet werden. Wann eine Einigung im Sinne des Bauherren, der Gemeinde und der Anwohner erzielt wird, ist offen.

Unter dem Druck der Anwohner und von Anwohnern soll der Plan für den Ausbau des Hotels jetzt überarbeitet werden. Zuvor hatte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf das langwierige vorausgegangene Verfahren hingewiesen. Der Parkplatzbau sei mit der Baubehörde des Landkreis bereits abgestimmt, eine Tiefgarage nicht möglich. Auch könnte Gertner auf dem eigenen Grundstück keine Parkplätze zusätzlich bauen, da dessen Fläche im Landschaftsschutzgebiet liegt.

Von Regine Greiner

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