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Potsdam-Mittelmark Plan für Familientreff wird noch mal geändert
Lokales Potsdam-Mittelmark Plan für Familientreff wird noch mal geändert
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19:50 06.01.2017
So könnte das Gebäude aussehen: Bürgermeister Marco Beckendorf (Die Linke) wünscht sich die Nutzungserweiterung der Kunsthalle in der Wiesenburger Ortsmitte. Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Wenn das Niveau des Fußbodens in der Kunsthalle abgesenkt wird, lässt sie sich vom Goetheplatz aus quasi ohne die derzeit drei vorhandenen Stufen erreichen. Diese Barrierefreiheit ist neben zahlreichen Brandschutz-Auflagen die maßgebliche Voraussetzung, um die gewünschte Nutzungserweiterung als Familienzentrum verwirklichen zu können. Darüber soll die Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark in zehn Tagen entscheiden.

Die Lösung, die eine Rampe an der ansehnlichen Fassade erspart, lag buchstäblich nah und musste nur entdeckt werden. Denn der heutzutage etablierte Veranstaltungsort ist den etwas Älteren noch als Sportsaal in Erinnerung. Davor aber war es der Pferdestall auf dem Gutshof mit ebenerdigen Zugang. Das mit Teppich bedeckte Parkett indes liegt derzeit knapp einen halben Meter höher, wie Kornelia Stephan berichtet.

Stellen noch nicht besetzt

Das Familienzentrum der Gemeinde Wiesenburg/Mark, einschließlich die von 30 auf 20 Wochenstunden reduzierte Schulsozialarbeit, wird in Regie des Arbeiterwohlfahrt-Bezirksverbandes Potsdam geführt. Er hat sich in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt und verfügt bereits über Erfahrungen in Bad Belzig und im Amt Niemegk.

Da auch die ursprünglich 40 Wochenstunden des Jugendkoordinators - Carsten Neumann ist ja außerdem im Hort noch beschäftigt - halbiert wurden, können zwei Stellen im Familienzentrum besetzt werden. Die Personalentscheidungen stehen noch aus.

Amtliche Unterstützung von Ressortchefin Katharina Menz in der Verwaltung sowie Kooperation mit Bibliothekarin Irina Seeger sind ebenfalls ins Auge gefasst.

Die Architektin aus Neuehütten hat ihren vor Jahresfrist erarbeiteten Vorschlag zur Innenraumgestaltung ebenfalls überarbeitet. Demnach soll es dabei bleiben, dass Büro- und Beschäftigungsraum des künftigen Treffpunktes für Jung und Alt von der Rückseite am sogenannten Brennereiblock zu betreten sind. Nunmehr jedoch erfolgt die Aufteilung so, dass die Sanitäranlagen, einschließlich der vorgesehenen Behinderten-Toilette, erreichbar werden, ohne dass der große Saal betreten werden muss.

Die Öffnung zur gemeinschaftlichen Nutzung kann freilich ermöglicht werden. So besteht die Hoffnung, dass Konfliktpotenzial zwischen Initiative „Kunst-Perle Fläming“, die weiter Ausstellungen ausrichten möchte, und dem Familienzentrum zu reduzieren. Ohnehin ist Marco Beckendorf (Linke), Bürgermeister von Wiesenburg/Mark, guter Dinge, dass sich das Verhältnis entspannt und die Interessen beider Aktivisten unter dem Dach des knapp 300 Quadratmeter großen kommunalen Gebäudes in der Ortsmitte zu vereinen sind.

Was die Finanzierung angeht, ist der Bürgermeister nicht minder optimistisch. Denn die Lokale Aktionsgruppe Fläming/Havel hat das mit Kosten von rund 250 000 Euro veranschlagte Vorhaben als eines von 29 förderwürdigen Projekten eingestuft.

Wird der Antrag im Juni spruchreif und dann vom Landesamt für Flurneuordnung genehmigt, könnten etwa 75 Prozent der Gesamtsumme aus dem Leader-Programm der Europäischen Union akquiriert werden. Für den Eigenanteil hofft der Verwaltungschef außerdem auf Unterstützung aus dem Entwicklungsbudget des Kreises Potsdam-Mittelmark.

Immerhin ist die 4300 Einwohner zählende Gemeinde Wiesenburg/Mark eine der letzten Kommunen zwischen Havel und Fläming, die noch kein Familienzentrum hat. Doch wird es schon demnächst seine Arbeit aufnehmen. Zumindest vorübergehend hat die Einrichtung dann aber ihren Sitz in der Grundschule „Am Schlosspark“.

Von René Gaffron

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