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Planungen für neues Gerätehaus beginnen

Deutsch Bork Planungen für neues Gerätehaus beginnen

Der Brücker Amtsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Planungen für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Deutsch Bork an Cornelia Stephan aus Neuehütten zu vergeben. Umgesetzt werden die Variante mit Pultdach und gleichzeitigem Erhalt des alten Gebäudes. Die veranschlagte Bausumme hat sich zwischenzeitlich vervierfacht.

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Vereint und doch getrennt

Der stellvertretende Ortswehrführer Jürgen Ganzer (l.) und Ortswehrführer Detlef Köppen zeigen, wo gebaut werden soll.

Quelle: Andreas Koska

Deutsch Bork. Der Brücker Amtsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Planungen für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Deutsch Bork an Cornelia Stephan aus Neuehütten zu vergeben. Die Planerin zeichnete schon für die Feuerwehrgerätehäuser in Linthe und Cammer sowie in Gömnigk verantwortlich. Umgesetzt werden soll für das neue Haus die Variante mit Pultdach und gleichzeitigem Erhalt des alten Gebäudes. Damit schienen auch die Kameraden zufrieden zu sein.

Für die Planungen sind insgesamt knapp 20 000 Euro veranschlagt. Als die ersten Ideen und Skizzen für das Gerätehaus vor nunmehr vier Jahren vorgestellt worden sind, ist man von Gesamtbaukosten in Höhe von 117 000 Euro ausgegangen. Inzwischen hat sich die Summe vervierfacht, neueste Schätzungen gehen davon aus, dass insgesamt 476 000 Euro benötigt werden.

Mindestnutzungsdauer von 30 Jahren veranschlagt

Dabei stellt die Gemeinde Linthe dem Amt Brück das Grundstück als sogenannte Erbpacht für 80 Jahre zur Verfügung. Es wird von einer Mindestnutzungsdauer von 30 Jahren ausgegangen. Danach kann das Gebäude, falls es nicht mehr benötigt wird, von der Gemeinde zum Verkehrswert zurück erworben werden. Das alte Gerätehaus wird wohl weiter durch die Gemeinde genutzt. Es gibt im Dorf beispielsweise Bestrebungen, ein Feuerwehrmuseum zu etablieren.

Der Borkheider Abgeordneten Edda Haage ist indes aufgefallen, dass die Umkleideräume für Frauen beim neu geplanten Bau wesentlich kleiner sind als die für Männer, was sie monierte. Für den Linther Abgeordneten und Deutsch Borker Feuerwehrmann Michael Schlecht kein Hinderungsgrund. „Es sind Entwürfe, vielleicht können wir es noch anpassen“, glaubt er. Wobei Amtswehrführer Uwe Paul darauf hinwies, dass es in Deutsch Bork nur drei aktive Frauen gibt – und 15 Männer.

Beschluss auch im Sinne der Kameraden

Mit einem Lachen im Gesicht verließen die etwa zehn Feuerwehrkameraden die Sitzung des Amtsausschusses, der die Planung fast einstimmig beschlossen hat. Einzig die Vertreter aus Planebruch enthielten sich der Stimme.

„Wir mussten nichts sagen, der Beschluss ist in unserem Sinne“, sagte Ortswehrführer Detlef Köppen nach der Sitzung. Vor der Sitzung hatte er noch um Rederecht gebeten und es auf Antrag von Planebruchs Bürgermeister Ulf Dingelstaedt auch zugebilligt bekommen. Das Gebäude soll im kommenden Jahr fertiggestellt sein.

Standort war in der Vergangenheit strittig

In der jüngeren Vergangenheit hatte es Diskussionen um die Standortfrage gegeben. Der Ortsbeirat Deutsch Bork hatte sich dafür ausgesprochen, den Anbau neben dem alten Feuerwehrgebäude zu errichten – und nicht wie vorgeschlagen neben dem Gemeindehaus.

Außerdem hatte für Unmut gesorgt, dass sich die Umsetzung des Bauvorhabens in die Länge zog. „Die Planungen für unser Gerätehaus und das der Gömnigker Feuerwehr haben gleichzeitig begonnen. Das Gömnigker Gebäude wird demnächst eingeweiht, bei uns ist noch nichts passiert“, lautete seinerzeit die Kritik des Linther Bürgermeisters Ottheiner Kleinerüschkamp (CDU).

Von Andreas Koska

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