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Potsdam-Mittelmark Plasma ist im Sommer knapp
Lokales Potsdam-Mittelmark Plasma ist im Sommer knapp
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02:15 09.08.2015
Schwester Andrea Rose nimmt einem Spender Blut ab. Quelle: Foto: Uwe Klemens
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Bad Belzig

Man nehme 10 Liter Kaffee, ein paar Kästen Cola, Mineralwasser und Apfelsaft, drei Kilo Fleisch und Wurst und etwa 70 Brötchen. Heraus kommen am Ende rund 25 Liter Blut. Was wie schwarze Magie klingt, ist für die Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes Potsdam und ihre Kollegen in Bad Belzig inzwischen Routine. Ungefähr sechs Mal im Jahr laden sie in der Geschäftsstelle in der Gliener Straße 1 zum Blutspendetermin.

In dieser Woche schoben sie einen Zusatztermin ein. Denn gerade im Sommer werden Blutkonserven schnell knapp, nicht, weil dann gerade besonders viele Konserven fehlen, sondern vor allem, weil viele der regelmäßigen Spender im Urlaub sind. „Belzig ist für uns immer ein verlässlicher Termin“, schwärmt Ärztin Elena Estli von der Spendenbereitschaft im Hohen Fläming. „60 bis 65 Spender kommen hier eigentlich immer“, sagt die Medizinerin, die für die vorgeschriebene Voruntersuchung zuständig ist. Doch auch vor der Kur- und Kreisstadt und vor dem guten Zweck macht das Sommerloch keinen Bogen. 50 Männer und Frauen, vom 18-jährigen Schüler bis zum Rentner waren es diesmal dennoch.

50 Spender bedeuten ordentliche Resonanz

Für den angehenden Berufsschüler Sebastian Bock war es das erste Mal, dass er sich 500 Milliliter seines Blutes abzapfen ließ. Zwar ist der 23-jähige Bad Belziger seit einem halben Jahr regelmäßiger Plasmaspender, doch nun hat die Blutuntersuchung einen erhöhten Eisenwert ergeben. „Blut spenden, damit sich neues Blut mit besseren Werten bilden kann“, lautetet die Empfehlung der Ärzte, wie er erzählt. Die Idee zum Spenden überhaupt, entstand im Freundeskreis. „Warum auch nicht, denn Plasma wird für die Herstellung von Medikamenten dringend benötigt“, nennt er als Motiv. Die 15 Euro, die es pro Plasmaspende bei einem privaten Institut gibt, werden dann hinterher meistens in der Gruppe gemeinsam verzehrt.

„Tschüss, bis zum nächsten Mal“, wird Sebastian Bock von Schwester Regina Bartsch verabschiedet. Auch wenn man als Spender beim DRK kein Geld bekommt, brauch niemand hungrig oder durstig nach Hause gehen. Am appetitlich hergerichteten Buffet gibt’s Leckeres für alle Geschmäcker. Gedacht ist dies nicht nur als nette Dankesgeste, sondern auch, um dem Körper zu helfen, das gespendete Blut rasch zu ersetzen. Auch die empfohlene Rastpause, bevor man sich auf den Heimweg macht, kann man so leichter einhalten.

Inge Richter war zum 157. Mal da

Sozialarbeiterin Bärbel Bohnet und Ausbilderin Julia Hübner haben diesmal Küchendienst, dem ein großer Einkaufsbummel voran ging. Eier und Fleischsalat, reichlich Obst und Gemüse und ein paar Dinge zum Naschen haben sie, neben dem schon erwähnten, besorgt und können nun die Spender verwöhnen. „Jeder soll sich wohlfühlen und natürlich auch wiederkommen“, sagen sie.

Auch die 65-jährige Inge Richter hat inzwischen an einem der Tische Platz genommen. „Als 18-Jährige war ich zum ersten Mal spenden, das 157. Mal war es heute“ erzählt sie stolz und kramt zum Beweis noch einmal ihren Spenderausweis hervor. „’Blut für Vietnam’ hieß es damals, da wollte ich natürlich dabei sein“, erzählt die Bad Belzigerin. „Und auch heute noch gibt es Leute, die auf Blutspenden angewiesen sind, denn künstlich herstellen kann man die Suppe ja nicht.“

Von Uwe Klemens

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