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Potsdam-Mittelmark Zwei Gemeinden ziehen nun an einem Strang
Lokales Potsdam-Mittelmark Zwei Gemeinden ziehen nun an einem Strang
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13:10 11.03.2018
Aufmerksame Zuhörer: Junge Eltern wie Johanna Uminski (2. von links) fordern schnelle Lösungen für die Platznot in Kindergärten und Schulen der Gemeinden Borkheide und Borkwalde. Quelle: Andreas Koska
Borkheide/Borkwalde

Die wachsenden Platzprobleme in Kindergärten und der Grundschule lassen die Nachbarorte Borkheide und Borkwalde jetzt enger zusammenrücken. Auf einer gemeinsamen Sitzung verabschiedeten die Gemeindevertreter beider Waldgemeinden jetzt eine Kooperationserklärung.

Demnach soll Borkheide Verantwortung übernehmen für die Schule, die Integrierte Tagesbetreuung (ITBA) sowie den Sport. Borkwalde indes werde sich auf die Entwicklung der Kindertagesstätten konzentrieren. Dabei werden nun der Neubau eines zusätzlichen Kindergartens sowie der Ausbau der Schule intensiver diskutiert.

In einer Kita gab es bereits einen Aufnahmestopp

Denn in der Kita „Sonnenschein“ in Borkheide gab es bereits einen Aufnahmestopp. Daher wird nun ein Anbau geplant, um die erst kürzlich prämierte Arbeit auf gutem Niveau fortführen zu können. Der Borkwalder Kita „Regenbogen“ drohte der Stopp ebenfalls. Auch die Hans-Grade-Grundschule in Borkheide platzt aus allen Nähten.

Die Schule wird derzeit von 202 Kindern besucht. In vier Jahren gehen die Prognosen von 265 Schülern aus. Dafür wären 32 Räume nötig. Vorhanden sind jedoch nur 17.

In einem ersten Schritt sollen jetzt zwei Räume angebaut werden. Damit könnte eine weitere Flexklasse eröffnet werden und die Situation sich kurzfristig entspannen. „Eine Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, welche von drei möglichen Lösungen die wirtschaftlichste ist“, sagte Borkheides Bürgermeister, Andreas Kreibich (SPD).

Kompletter Neubau oder Renovierung werden diskutiert

Dabei soll festgestellt werden, ob komplett neu gebaut oder der Bestand aus- und umgebaut wird. Auch der seit Jahren debattierte Neubau der Sporthalle wird neu geprüft.

„Der Kostenrahmen ist vorerst nicht klar, aber das Amt unterstützt das Vorhaben vorbehaltlos“, sagte Melitta Boese. „Wir suchen auch nach Fördermitteln“, versprach die Kämmerin des Amtes Brück.

Ein lange Liste abzuarbeiten haben nun die Bürgermeister Renate Krüger aus Borkwalde (li.) und Andreas Kreibich (re.) aus Borkheide sowie der Brücker Amtsdirektor Marko Köhler.       Quelle: Andreas Koska

Andreas Kreibich nannte bereits Zahlen. Der Bürgermeister geht von fünf bis sieben Millionen Euro aus, die für den Ausbau des Schulgeländes nötig wären. Allein für die Sporthalle wären zwei Millionen Euro notwendig. „Das ist mit Fördergeld und bei gleichbleibender konjunktureller Entwicklung auch mit Krediten leistbar“, erklärte Melitta Boese. Allerdings wohl nicht von heute auf morgen. Geld für die Planungen sei im Haushalt bereitgestellt.

Örtliche Akteure stöhnen über Landkreisbürokratie

„Und obwohl die Ampel auf Rot steht und Alarm angesagt ist, ist die größte Hürde die Landkreisbürokratie, die für Baugenehmigungen bis zu einem halben Jahr braucht“, kritisierte Birgit Block vom Bauamt des Amtes Brück. Zudem wird mit weiterem Zuzug gerechnet.

Alle Abgeordneten beider Gemeinden waren sich einig, dass Borkheide mit dem Schulprojekt große Aufgaben schultert, die beiden Gemeinden zu Gute kommen. Deshalb will Borkwalde die Entwicklung der Kindergartenlandschaft federführend übernehmen. Zwar verbleibt die Kita „Sonnenschein“ in der Trägerschaft von Borkheide.

Doch werde das Projekt einer dritten Kita von Borkwalde gestemmt. Rund 60 neue Plätze werden in naher Zukunft benötigt. „Deshalb wollen wir auf unserem Grundstück am Astrid-Lindgren-Platz eine neue Kita errichten. An diese soll ein kleines Gemeindehaus anschließen“, sagte die Borkwalder Bürgermeisterin Renate Krüger (Die Linke) mit Blick in die Zukunft.

Betreuung soll auch für die Zukunft gesichert werden

Ein Beschluss darüber soll noch im ersten Halbjahr 2018 fallen, kündigte sie an. So könnte, zumindest auf mittlere Sicht, die Betreuung der Kinder in den Waldgemeinden gesichert sein.

Die bei der gemeinsamen Sitzung anwesenden elf Eltern waren eher auf die aktuellen Probleme fokussiert. „Ich schwebe in der Luft, mein Arbeitgeber will wissen, wann ich wieder komme und wir haben immer noch keinen Kindergartenplatz“, sagt Daniel Timm. Auch die zweifache Mutter Johanna Uminski zeigte sich verwundert, „dass so spät mit den Planungen begonnen wird“. Ein Kind besucht die Grundschule, ein weiteres soll in einem Jahr in die Kita.

Amtsdirektor sieht die Angelegenheit auf der Zielgeraden

„Das hätte man doch viel eher anpacken müssen“, ist sie überzeugt. Zumindest für Daniel Timm gab es Entwarnung. „Wir haben ab März zwei neue Erzieher eingestellt“, teilte Lars Nissen, der Personalchef des Amtes Brück, mit. Damit werde der Aufnahmestopp vorerst aufgehoben.

Amtsdirektor Marko Köhler sieht die Thematik auf der Zielgeraden, um Entscheidungen treffen zu können. „Besondere Probleme verlangen besondere Schritte. Bildungseinrichtungen haben die absolute Priorität“, sagte der Verwaltungschef. „Hier gilt es, den Bestand zu sichern und sie zukunftsfähig zu machen“, so Köhler. Die Platznot in Kindereinrichtungen ist inzwischen ein Problem im gesamten Amt Brück.

Von Andreas Koska

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