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Potsdam-Mittelmark Platzproblem trotz Umbau im „Zwergenhaus“
Lokales Potsdam-Mittelmark Platzproblem trotz Umbau im „Zwergenhaus“
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18:10 01.06.2017
Große Freude über neue Galerie in der Dahnsdorfer Kita. Quelle: Thomas Wachs
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Dahnsdorf

Pünktlich zum Kindertag haben die Knirpse der Dahnsdorfer Tagesstätte „Zwergenhaus“ ein Geschenk erhalten. Im alten Mehrzweck- und Bewegungsraum sind eine Galerie und ein kleiner Waschraum eingebaut und am Donnerstag eingeweiht worden. Die Gemeinde Planetal investierte für das Umbauprojekt 32 000 Euro. Mit der zusätzlichen Spielfläche von 20 Quadratmetern konnte die beengte Raumsituation zumindest für die Schulanfänger kurzfristig entlastet werden.

Die Aufstockung nach oben löst die seit Jahren immer wieder neu anwachsenden Platzprobleme aber nicht dauerhaft. Denn 15 Jahre nach der Eröffnung der damals neu errichteten Tagesstätte mitten im Dorf, muss diese immer mehr Kinder aufnehmen. Mehrfach gab es Anpassungen und befristete Sondergenehmigungen für höhere Kapazitäten. Derzeit werden 69 Kinder im „Zwergenhaus“ betreut. „Und trotz unserer 15 Schulanfänger werden wir die Kapazitätsgrenze von 70 Kindern im Sommer 2018 wieder erreichen“, sagt Sandy Boldt, die Leiterin des Hauses.

Kapazität aufgestockt

Die Dahnsdorfer Kita ist im Jahr 2002 für 45 Kinder errichtet worden. Ein Jahr später wurde die Kapazität auf 60 aufgestockt, weil die Geburtenzahlen stiegen und mehr Kinder von außerhalb dazu kamen.

Im Jahr 2011 wurde der Krippenbereich um einen Anbau erweitert. So durften ab 2012 befristet 65 Kinder betreut werden.

Von September 2016 bis August 2018 dürfen bis zu 70 Kinder aufgenommen werden.

Um dem Platzproblem zu begegnen, wird seit Jahren der ehemalige Bewegungsraum schon als Gruppenraum für die Schulanfänger genutzt. Zum Toben, Klettern und Sporttreiben nutzen die Kinder seitdem den großzügigen Flur, den Spielplatz sowie eine Spielwiese. Zusätzlich gibt es 100 Meter entfernt von der Kita die kleine Sporthalle des Ortes, „die unsere Kinder dreimal wöchentlich nutzen“, sagt die Kita-Chefin.

Offene Räume abgeteilt

Der ursprünglich offene Eingang zum Bewegungsraum war bereits Ende 2015 geschlossen worden. Danach entstand die Idee, aufgrund der enormen Raumhöhe eine Galerie einzubauen. „Nun kann man von dort oben durch eine gläserne Brüstung hindurch das Geschehen im Erdgeschoss des Gruppenraumes beobachten, spielen oder einfach nur chillen“, sagt Sandy Boldt. Gern werde von den Kindern auch die Schräge unter der Treppe als Versteck oder Höhle genutzt. Ebenfalls als äußerst zweckmäßig werde der neue kleine Waschraum unter der Galerie empfunden. Die Kinder und das zehnköpfige Erzieher-Team seien dankbar für die Investition und die Rückdeckung der Gemeinde.

Auch oben auf der neue Galerie kann jetzt prima gespielt werden. Quelle: Thomas Wachs

Langfristig müssten nun aber andere Lösung gefunden werden, um künftig dem Wunsch der Eltern auf einen Betreuungsplatz im Zwergenhaus nachkommen und neue Bewohner in die Gemeinde Planetal locken zu können, sagt Bürgermeisterin Karin Commichau. Zusätzliche Gruppen- und Nebenräume sollten geschaffen werden. Die Gemeinde hat im März eine Vorplanung auf den Weg gebracht. Eine Erweiterung um rund 65 Quadratmeter ist notwendig, um dauerhaft 65 Kinder betreuen zu dürfen. Für das Projekt werden Zuschüsse aus dem vierten Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ erhofft. Auf diesem Weg sollen auch an anderen Orten im Amtsgebiet Niemegk die wachsenden Platzprobleme in Kindergärten gelöst werden, sagt Amtsdirektor Thomas Hemmerling.

Von Thomas Wachs

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