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Potsdam-Mittelmark Plauderei mit Thea Dorn in Rädigke
Lokales Potsdam-Mittelmark Plauderei mit Thea Dorn in Rädigke
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00:17 06.04.2016
Thea Dorn ist auch für Zwischenrufe gewappnet und sucht in der Fläming-Bibliothek Rädigke den Dialog mit Lesern und Zuhörern. Quelle: Uwe Klemens
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Rädigke

Berlin, Leipzig, Frankfurt am Main – die Liste der Veranstaltungsorte, an denen die derzeit viel gelobte Erfolgsautorin Thea Dorn dieser Tage Station macht, ist lang. Dass sie es trotzdem nicht verschmäht, auch im kleinen Dorf Rädigke vorbeizuschauen, bescherte ihr am Sonnabend im Saal der Flämingbibliothek den ersten Applaus. Der sollte nicht der letzte sein. Gut zwei Stunden lang plauderte die Autorin mit dem Rädigker Bernd Fredrich nicht nur über ihren druckfrisch vorliegenden Roman „Die Unglücksseligen“, sondern auch über ihr Dasein als Publizistin, Philosophin, Theaterdramaturgin und Schriftstellerin.

Vier Jahre recherchiert und geschrieben

Das Goethesche Faustthema aus dem Blickwinkel unserer Tage erneut aufzugreifen, war wohl die bislang komplexeste Arbeit der 45-jährigen, gebürtigen Offenbacherin, die eigentlich Christiane Scherer heißt und ihren Künstlernamen in Verehrung des Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno wählte. Der alte Traum der Alchemisten, zu erkennen, was genau denn nun die Welt im innersten zusammenhält, ist durch die wissenschaftlichen Möglichkeiten unsere Tage nähergerückt. Das Geheimnis des Lebens scheint entschlüsselt, der Griff zur Unsterblichkeit rückt immer näher.

Vier Jahre lang währten die Recherche und das Schreiben an der fiktiven Geschichte, in der der 240-jährige Naturforscher Johann Wilhelm Ritter auf die ehrgeizige Molekularbiogin Johanna trifft. Dass ihm gelang, wonach sie sucht, aber mit diesem ewigen Leben-(Müssen) alles andere als glücklich ist, gibt den Spannungsrahmen des Buches.

Mehr als ein philosophischer Exkurs

Dass es den seltsamen Naturforscher Ritter, der 1801 die UV-Strahlung entdeckte und ein Jahr später den ersten Akkumulator erfand, wirklich gab, macht „Die Unglückseligen“ zu mehr als einem philosophischen Exkurs über den wissenschaftlichen Machbarkeitswahn unserer Tage – zu einem interessanten und unterhaltsamen Ausflug in die Historie.

Bernd Fredrich moderierte den Abend mit Star-Autorin Thea Dorn in Rädigke. Quelle: Uwe Klemens

„Warum hat man den Kerl vergessen?“, wollte Moderator Bernd Fredrich von Thea Dorn wissen. Denn trotz der Wertschätzung durch so berühmte Zeitgenossen wie Goethe, Herder, Alexander von Humboldt und Clemens Brentano, kennt seinen Namen heute kaum jemand. Mit der romantischen Verklärung seiner Erkenntnisse und der späteren Zuwendung zur Rutengängerei, mit der er elektromagnetischen Phänomenen nachspürte, hat er schon zu Lebzeiten seinen Ruf ruiniert, glaubt Dorn. Erst der Tipp des Archivars einer wissenschaftlichen Bibliothek brachte sie auf seine Spur.

Von Uwe Klemens

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