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Potsdam-Mittelmark Plötzlich Dorfchef: Robert Warnke steht Lübnitz vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Plötzlich Dorfchef: Robert Warnke steht Lübnitz vor
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19:55 09.02.2018
Nach der geheimen Wahl stand das Ergebnis fest: Robert Warnke ist ab sofort Ortsvorsteher in Lübnitz. Quelle: Christiane Sommer
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Lübnitz

Robert Warnke ist neuer Ortsvorsteher in Lübnitz. Der 43-Jährige wurde am Donnerstagabend aus der Mitte des im Januar bestimmten dreiköpfigen Ortsbeirats gewählt. Als seine Stellvertreterin wird künftig die bisherige Amtsinhaberin Birgit Pfeifer agieren.

Das ist etwas unerwartet. Denn Vera Nahrath, die mit 129 Stimmen eigentlich Wahlsiegerin war, wurde als Favoritin für den Chefposten gehandelt. Doch nach Meinungsverschiedenheiten mit ihrem Mitstreiter hat sie sich um keines der Ämter mehr bemüht. „Diese Situation war auch für mich überraschend“, räumte der Tischlermeister im Anschluss an das Prozedere ein. Dafür musste sogar die mobile Wahlurne zum Einsatz kommen. Vera Nahrath hatte auf eine geheime Wahl von Ortsvorsteher und Stellvertreter bestanden.

Sowohl Robert Warnke als auch Birgit Pfeiffer hatten sich im Vorfeld selbst für die jeweiligen Posten im Gremium vorgeschlagen. Vera Nahrath hingegen hüllte sich in Schweigen und stand im Verlauf des Abends für kein Gespräch mehr bereit. Ob die schwierigen lokalpolitischen Verhältnisse im 200-Einwohner-Dorf damit geklärt sind, bleibt abzuwarten.

Zwei Frauen Kopf an Kopf

Mit der Niederlegung ihres Mandats als stellvertretende Ortsvorsteherin hatte Vera Nahrath im Spätsommer 2017 den Weg für Neuwahlen bereitet.

Unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten mit Birgit Pfeiffer hatten zu dieser Entscheidung geführt.

Nachfolgend gründete sich mit Vera Nahrath an der Spitze die Interessengruppe Lübnitz.

In der Ortsbeiratswahl am 14. Januar kamen auf Vera Nahrath 129 Stimmen, auf Robert Warnke 45, auf Franziska Nowak 29 und auf Martina Helm 5 Stimmen. Birgit Pfeiffer (125 Stimmen) bildete mit Dirk Herrmann (11 Stimmen) die Wählergruppe Lübnitz.

Die Wahlbeteiligung lag bei 73,7 Prozent, 156 Wahlberechtigte traten an die Wahlurne.

Wie der 43-Jährige erklärte, habe er sich für ein Engagement entscheiden, um den Riss, der zwischen den Alteingesessenen und den Zugezogenen klafft, mit zu überwinden. Nach dem Urnengang vor vier Wochen habe er abermals das Gespräch mit den beiden Frauen gesucht. Im Interesse eines harmonischen Dorflebens unterbreitete er ihnen Vorschlag, den Chefposten im Ort selbst übernehmen zu wollen. Was Birgit Pfeiffer positiv aufnahm, sorgte bei Vera Narath, die mit der Begründung auf die meisten Stimmen den Posten für sich beanspruchte, für Ernüchterung.

Im Amt bleibt das dreiköpfige Gremium voraussichtlich bis Juni 2019, wenn die aktuelle Legislaturperiode der Kommunalparlamente zu Ende geht. Dann stehen die regulären Ortsbeiratswahlen wieder an. Bis dahin hat Warnke nunmehr Zeit, integrativ im Dorf zu wirken.

„Ich hoffe, dass wir konstruktiv zusammenarbeiten“, sagte er an Pfeiffer und Nahrath gerichtet. Während erstere im Anschluss erklärte, der Wahlausgang sei „die beste Variante“ für die Lübnitzer, verließ Nahrath wortlos den Raum. Die ehemalige Ortsvorsteherin sicherte ihrem Amtsnachfolger zudem Unterstützung bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben zu und wünschte „eine glückliche Hand“.

Jener lebt seit 2015 im Dorf. „Für mich ist jedes Ortsbeiratsmitglied ein ebenbürtiger Partner mit dem gleichen Stimmrecht“, so der gebürtige Potsdamer. Gleichzeitig betonte er, dass es nicht seine Absicht war, um jeden Preis das Amt des Ortsvorstehers einzunehmen. Vielmehr habe ihn die schwierige Situation innerhalb des Gremiums und im Dorf dazu bewogen, diesen Schritt zu gehen. „Mir ist bewusst, dass ich Gegenwind zu erwarten habe“, so der dreifache Familienvater.

Wie Birgit Pfeiffer wertet er die neu entstandene Konstellation im Ortsbeirat jedoch als Chance für das Dorfleben. „Ich sehe mich als Moderator, will ich nach vorn und nicht nach hinten schauen“, betonte Robert Warnke, der Mitglied in der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr ist und demnächst dem Lübnitzer Dorfverein beitreten will.

Von Christiane Sommer

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