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Potsdam-Mittelmark Plötzlich führt die Plane wieder Wasser
Lokales Potsdam-Mittelmark Plötzlich führt die Plane wieder Wasser
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13:49 08.11.2018
Die Plane bei Göttin führt seit einigen Tagen wieder Wasser. Dafür gibt es mehrere Gründe. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Was ist denn da passiert? Die Göttiner haben wieder Wasser vor der Haustür. Das reicht zum Schwimmen und Paddeln. Gemeint ist die Plane. Wegen des Dürresommers war der Unterlauf des 60 Kilometer langen Havel-Nebenfluss über viele Wochen trockengefallen. Doch plötzlich ist das Bett wieder gut gefüllt, als wäre im Fläming eine Talsperre geöffnet worden. Und das, obwohl der lang ersehnte Landregen ausgeblieben ist. Wie das geht, erklärt Ronald Hoffmann, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Plane-Buckau mit Sitz in Golzow.

Als wäre nichts gewesen: Viele Wochen war der Unterlauf der Plane trockengefallen. Jetzt haben die Göttiner wieder Wasser vor der Haustür. Auch im Hinterland von Weseram sind die Binnengräben randvoll. Als hätte es den Dürresommer 2018 nie gegeben. Dort werden die Pegelstände allerdings künstlich hochgehalten.

Herbst entspannt die Lage

„Ein paar Niederschläge gab es ja. Aber die wenigen Liter erklären die aktuelle Situation nicht“, so der Gewässerspezialist. Die Rückkehr der Plane habe mit gleich mehreren jahreszeitlich bedingten Faktoren zu tun, so Hoffmann. So ist der Wasser- und Bodenverband im oberen Teil des Gewässersystems mit den Herbstkrautungen vorangekommen. So ist ein besserer Abfluss des immer noch in der Landschaft vorhandenen Wassers möglich.

So sah das knockentrockene Flussbett der Plane Ende Juli aus. Quelle: Frank Bürstenbinder

 

Außerdem ist die Vegetation zurückgegangen. Über die Fläche des Einzugsgebietes betrachtet, trinken Schilf und Gräser eine Menge über den Durst. Doch die Vegetationsperiode geht unweigerlich zu Ende. Ein weiterer Faktor ist die Verdunstung, die mit der tiefer stehenden Sonne und den sich abkühlenden Temperaturen deutlich zurückgegangen ist. Mit dem Herbst geht auch die Zeit der heimlichen Wasserentnahmestellen zu Ende. Alle Umstände, die zusammen ausreichen, um die Plane wieder zum Fließen zu bringen, obwohl das Flussbett bei Göttin für seine Durchlässigkeit bekannt ist.

Wasserdefizit bleibt

„Grundsätzlich hat sich am Wasserdefizit im Einzugsbereich von Plane und Buckau nichts geändert. Viele Gräben sind immer noch trocken“, so der Verbandsgeschäftsführer. Fachleute berichteten im Sommer vom niedrigsten Niedrigwasser seit 1986. Die Plane hat ihre Quellgebiet im Fläming bei Raben und fließt in Brandenburg in den von der Havel durchflossenen Breitlingsee.

Von Dürre keine Spur. Die großen Binnengräben im Weseramer Hinterland sind randvoll. Quelle: privat

Scheinbar rätselhaft geht es derzeit auf den Grünlandflächen der Agrargenossenschaft Havelland bei Weseram zu. Trotz anhaltender Trockenheit sind die Binnengräben plötzlich randvoll mit Wasser. Allerdings handgemacht. Die Pegelstände werden vom Wasser- und Bodenverband Nauen künstlich hoch gehalten. „Wir hoffen alle auf Regen. Doch sollte es mit den Niederschlägen richtig losgehen, stehen diese Wiesen schnell wieder unter Wasser. Ich denke, dass die Pegelstände für unsere Region doch etwas zu hoch sind“, gibt Agrar-Chef Marten Woellner zu bedenken.

Von Frank Bürstenbinder

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