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Neue Konzepte für die Kultur

Kleinmachnow Neue Konzepte für die Kultur

Zu einer Diskussion über die künftige Förderung und Entwicklung der Kultur in Kleinmachnow hatten Künstler den Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und dessen CDU-Herausforderin Uda Bastians-Osthaus in die Neuen Kammerspiele Kleinmachnow eingeladen. Dort stellten beide Kandidaten ihre Visionen zur Kulturpolitik in der Gemeinde vor.

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Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und CDU-Herausforderin Uda Bastians-Osthaus stellen sich den Fragen der Kulturleute in Kleinmachnow.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Kleinmachnow. „Wie halten Sie’s mit der Kultur?“ Diese Frage stellten Kleinmachnows Kulturschaffende am Dienstagabend in den Neuen Kammerspielen Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und dessen Herausforderin Uda Bastians-Osthaus( CDU) in einem Polit-Talk vor der Bürgermeisterwahl am 27. November. Beide sollten ihre Vorstellungen von der Förderung und der Entwicklung der Kultur in Kleinmachnow in den nächsten acht Jahren darlegen.

Einig sind sich Grubert und Bastians in dem Ziel, dass die zahlreichen, vielfältigen Einzelinitiativen in der Gemeinde zusammengeführt und – wo möglich – miteinander verknüpft werden sollten. Über Mittel und Wege gingen die Meinungen indes auseinander. Die CDU-Gegenkandidatin möchte alle Kulturleute an einem Tisch versammeln, um mit ihnen gemeinsam ein Kulturkonzept zu erarbeiten und über die Verteilung der vorhandenen Mittel zu beraten. Auch Schulen und Senioreneinrichtungen müssen mehr in die kreative Arbeit eingebunden sowie ein Kulturkalender erarbeitet und ein -portal eingerichtet werden, das die Kleinmachnower informiert, ohne sich erst mühsam auf der Gemeindeseite durchklicken zu müssen, sagt Bastians.

Amtsinhaber Grubert, der das Publikum wohl mit dem vertraulichen „Du“ für sich zu gewinnen suchte, will Kleinmachnow mit einem „Grünen Band der Kultur“ von der Auferstehungskirche im Jägerstieg bis zum Meiereifeld durchziehen. Um seinen Vorsatz zu unterstreichen, ließ er am Ende der Veranstaltung ein grünes Seilknäuel in den Saal entrollen. Sollte die Kirche wie geplant 2018 in Gemeindeeigentum übergehen, könnte sich der Bürgermeister in ihr den Sitz des Kleinmachnower Heimatvereins und/oder der Museums-Initiative sowie mehrere Ausstellungen vorstellen. Kulturpolitisch habe sich Kleinmachnow in jüngster Vergangenheit ausgezeichnet entwickelt, resümiert Grubert. „Es hat Spaß gemacht in den zurückliegenden acht Jahren. Es soll Spaß machen auch in Zukunft. Dafür brauche ich Eure Hilfe“, appellierte er an die Kleinmachnower.

Wie die beiden Kandidaten in der Gedenkkultur den Spagat zwischen Kranzniederlegungen und Aktionen hinbekommen wollen, interessierte Martin Bindemann, Mitinitiator der Kleinmachnower „Stolpersteine“. CDU-Frau Uda Bastians mahnte eine dringende Modernisierung der Gedenkkultur an, die sich nicht allein in „drei Kranzniederlegungen im Halb-Stunden-Takt“ erschöpfen dürfe. Sie müsse gerade für die jüngeren Kleinmachnower erlebbar werden, die sich Geschichte wie den letzten Weltkrieg oder den Mauerfall nicht vorstellen können. Viele Künstler würden sich auch über ihr eigenes Genre hinaus engagieren, erinnerte Grubert. Aber es gäbe eben auch fest Rituale.

Der bündnisgrüne Kleinmachnower Kreistagsabgeordnete Axel Mueller regte an, gemeinsam mit den Nachbarn Teltow und Stahnsdorf eine Agenda für Kultur zu gründen. Solch eine Vernetzung der Kulturträger der Region käme auch deren Einwohnern zugute, ist Bastians überzeugt. Teltow und Stahnsdorf würden sicher mitziehen. Doch Michael Grubert hat da schon andere Erfahrungen machen müssen. „Wir betreiben zwar als Region das Freibad in den Kiebitzbergen und haben die alte Straßenbahn an die Kleinmachnower Schleuse geholt. Doch immer ist Kleinmachnow vorgeritten. Kurz danach trödelte auch Teltow hinterher, und spät erst kam dann Stahnsdorf, meist mit einer geringeren Unterstützung“, sagte er.

Sandra Oppmann von der Kleinmachnower Museums-Initiative, eine der Organisatorinnen des Polit-Talks, freute sich über das große Interesse der Kleinmachnower an der Veranstaltung. „Hoffentlich ist die Wahlbeteiligung am 27. November mindestens ebenso hoch“, wünschte sie sich.

Das Wort „Wildschwein“ war an diesem Abend tabu

Moderator des Polit-Talks war Volker Oppmann, nach eigenen Angaben Unternehmer in der Verlagsbranche und Mitglied der Museums-Initiative Kleinmachnow.

Hausherrin Carolin Huder, Vorstand der Kulturgenossenschaft Neue Kammerspiele Kleinmachnow, erklärte zu Beginn der Veranstaltung mit Hinweis auf die Fragemöglichkeit des Publikums das Wort „Wildschwein“ für tabu an diesem Abend.

Die Fragen an die Kandidaten konnten während der Veranstaltung auch getwittert werden. Die Tweets wurden auf die Kinoleinwand übertragen.

Im Foyer stand eine Box, in die die Kleinmachnower per Zettel Wünsche an die Kandidaten einwerfen konnten.

Von Heinz Helwig

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