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Posse um Amtsdirektoren-Wahl geht weiter

Wusterwitz Posse um Amtsdirektoren-Wahl geht weiter

Die Besetzung des seit September vakanten Postens des Wusterwitzer Amtsdirektors wird zur Hängepartie. Gegen die Wahl von Ramona Mayer am 20. Februar liegen nun Widersprüche vor. Am Verwaltungsgericht in Potsdam ist nun eine Klage gegen die Rechtmäßigkeit der Wahl eingegangen.

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Ramona Mayer wurde zur Amtschefin gewählt, doch zwei Mitbewerber geben noch nicht auf.

Quelle: Jast

Wusterwitz. Die Besetzung des seit September vakanten Postens des Wusterwitzer Amtsdirektors wird zur Hängepartie. Gegen die Wahl von Ramona Mayer am 20. Februar sind binnen der 14-tägigen Einspruchsfrist ein Widerspruch und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Potsdam erhoben worden. Sie stammen nach MAZ-Recherche von dem Wusterwitzer Stefan Dossow und Heiderose Gummert aus Warchau. Beide gehören zu den insgesamt zehn Bewerbern um den Posten des Wusterwitzer Verwaltungschefs.

Kai-Uwe Schwinzert, Sprecher des Landkreises Potsdam-Mittelmark, und Ramona Mayer selbst bestätigten den Eingang der Klage und des Widerspruchs. Mayer lehnte dazu eine öffentliche Stellungnahme ab. Amtsausschusschef Ronald Melchert (CDU) kündigte für Donnerstag eine Sitzung des Gremiums an.

Die jüngste Wahl war bereits die zweite. Das zweite Auswahlverfahren war nötig geworden, nachdem das erste im Oktober wegen Verfahrensfehler abgebrochen werden musste. Damals hatten zwei der Bewerber ebenfalls das Verwaltungsgericht angerufen.

Das Kuriosum der Wahl am 20. Februar der bisherigen kommissarischen Leiterin des Amtes, Ramona Mayer, ist das Losverfahren. Das war nötig geworden, nachdem Mayer und Jens Borngräber aus Bensdorf in zwei Wahlgängen auf jeweils vier der acht Stimmen kamen. Deswegen musste letztlich das Los entscheiden, was laut Landkreissprecher Schwinzert rechtlich völlig zulässig ist. Borngräber gratulierte seiner Mitbewerberin und akzeptierte die Wahl.

Die Kummunalaufsicht des Landkreises wartet nun nach Angaben Schwinzerts das Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht ab. Erst danach werde sie sich positionieren.

Manfred Möring (CDU), Stellvertretender Bürgermeister in Wusterwitz, warnte schon im Februar, er hoffe nicht, dass die Situation im Amt Wusterwitz so werde wie im Amt Brück. Doch die Lage ähnelt tatsächlich der der Brücker Verwaltung. Dort gibt es ebenfalls nach etlichen Wahlversuchen seit nunmehr einem Dreivierteljahr keinen Amtsdirektoren mehr. Lars Nissen führt wie Ramona Mayer das Amt kommissarisch.

Im Juni war die Wahl des bisherigen Amtsdirektors in Brück, Christian Großmann, missglückt. Dieser ist mittlerweile Hauptamtsleiter in Ludwigsfelde. Gegen das Votum des Anfang des Jahres mit knapper Mehrheit gewählten Marko Köhler zum Brücker Verwaltungschef gibt es vier Widersprüche und zwei Klagen vor Gericht.

Die bisherige Chefin in der August-Bebel-Straße in Wusterwitz, Gudrun Liebener, war Ende August nach 16 Jahren im Amt gegangen. Seidem führt Mayer die Verwaltungsgeschäfte.

Stefan Dossow hatte sich bereits bei der ersten Ausschreibung beworben. Er ist Beamter. Heiderose Gummert arbeitet im gehobenen öffentlichen Dienst und war Mitbegründerin der kritischen Wählerinitiative WIR in Rosenau. Auch Borngräber gehörte zu den Kandidaten der ersten Runde.

Dossow hatte sich bei der Wahl am 20. Februar als chancenlos erwiesen, ebenso Heiderose Gummert.

Von Marion von Imhoff

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