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Potsdam-Mittelmark Posse um den Amtsdirektor dauert an
Lokales Potsdam-Mittelmark Posse um den Amtsdirektor dauert an
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17:38 16.08.2016
Christian Großmann ist noch immer nicht für seine dritte Amtszeit als Brücker Amtsdirektor bestätigt. Quelle: MAZ-Archiv
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Brück

Das Tauziehen um den Posten des Brücker Amtsdirektors entwickelt sich zu einer nicht enden wollenden Geschichte. Die für Montagabend einberufene Sitzung des Amtsausschusses, in der über den Widerspruch des bei der jüngsten Wahl unterlegenen Kandidaten Marko Köhler entschieden werden sollte, ist nach ihrer Eröffnung aus formalen Gründen sofort abgebrochen worden. Planebruchs Bürgermeister, Ulf Dingelstaedt, hatte in Vertretung des Ausschussvorsitzenden Karl-Heinz Borgmann aus Brück die Sitzungsleitung inne.

Er monierte, dass die Ladung nicht ordnungsgemäß erfolgt sei, da sie nicht öffentlich gemacht worden ist. Denn laut Satzung des Amtsausschusses gibt es keine nichtöffentliche Sitzung, sondern nur einen nichtöffentlichen Teil. Damit konnten sich die Abgeordneten nicht mit den angesetzten Tagesordnungspunkten beschäftigen. Darin sollte zuallererst eine Eilentscheidung nachträglich genehmigt werden. Mit ihr wurden zwei Rechtsanwaltskanzleien beauftragt, eine rechtliche Bewertung des Widerspruchs zur Amtsdirektorenwahl vorzunehmen. Eine Diskussion über die inzwischen vorliegenden Gutachten sollte folgen.

Gutachten hält Widerspruch für begründet

Davon soll es für einige Abgeordnete abhängen, ob sie sich hinter den Widerspruch stellen. Wie aus gut unterrichteter Quelle zu hören ist, soll zumindest ein Gutachten den Widerspruch als begründet eingeschätzt haben. Als Grund für den Widerspruch wird eine in der Einwohnerfragestunde vorgetragene Stellungnahme der Personalratsvorsitzenden Ines Lahn angeführt. Diese hatte ausgeführt, dass alle Mitarbeiter der Amtsverwaltung eine Wiederwahl von Christian Großmann unterstützen.

In der Sitzung des Amtsausschusses am 17. Juli wurde die Ernennung des wiedergewählten Amtsdirektors Christian Großmann von der Tagesordnung genommen, da der Sitzungsleiter – der stellvertretende Amtsausschussvorsitzende Ulf Dingelstaedt – formale Fehler in der Einladung entdeckt haben wollte. Außerdem wurde über den Widerspruch von Köhler nicht entschieden, da man eine persönliche Haftung im Falle der Stattgabe zum Widerspruch befürchtete.

Wie ein Dé­jà-vu

Der Brücker Amtsdirektor, Christian Großmann, hatte im September 2000 die Stelle seines beim Amtsausschuss in Misskredit geratenen Vorgängers Hartmut Schemel übernommen.

Zur ersten Wiederwahl im Jahr 2008 gab es im Amtsausschuss dann ein knappe Mehrheit gegen eine automatische Verlängerung der Amtszeit Großmanns.

Damals hatten bei einer Enthaltung sieben Abgeordnete für und sechs gegen eine neue Ausschreibung der Stelle votiert.

Die Neubesetzung war sodann von formalen Fehlern begleitet, weil Regeln zur Öffentlichkeit von Sitzungsterminen nicht eingehalten wurden. Mehrere Anläufe waren nötig.

Jetzt wird für den 29. August erneut bei gleicher Tagesordnung wie für Montag geladen. Unabhängig von dem dann vorliegenden Votum muss bis zu einer Neuwahl oder der Ernennung von Großmann wiederum eine 14-tägige Einspruchsfrist abgewartet werden. Sie beginnt frühestens am Folgetag und endet am 6. September. So können die Abgeordneten erst am 19. September erneut zusammenkommen. Dann könnte Christian Großmann ernannt werden und seine Geschäfte aufnehmen. Oder es muss eine Neuwahl geben. Dann auch wieder mit allen fünf Kandidaten.

Mindestens ein Monat ohne Amtsdirektor

Auch im Falle einer Neuwahl ist wieder eine zweiwöchige Widerspruchsfrist einzuhalten. Da Christian Großmanns bisherige Amtszeit am 3. September endet, wird es für mindestens einen Monat keinen Amtsdirektor geben. Da Großmanns Stellvertreter, Lars Nissen, Anfang September im Urlaub ist, wird wohl die Leiterin des Fachbereiches Ordnung und Bauen, Marion Jahn, die Geschäfte übernehmen. „Ich bin enttäuscht über das Vorgehen der Verwaltung, sie müsste unsere Geschäftsordnung kennen und danach agieren“, sagte Ulf Dingelstaedt nach dem Sitzungsabbruch unzufrieden: „Jetzt wird alles unnötig in die Länge gezogen.“

Von Andreas Koska

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