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Postenpoker für Chefposten in Brück

Mit Ausschreibung alles auf Anfang Postenpoker für Chefposten in Brück

Für den Chefposten in der Brücker Amtsverwaltung gibt es eine Wiederholung der Ausschreibung. Das beschloss der Amtsausschuss in seiner Sondersitzung. Die Abgeordneten votierten zuvor dafür, den Widerspruch des zuletzt unterlegenen Kandidaten abzuweisen, plädierten aber dennoch für eine Neuwahl.

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Marko Köhler erhält trotz seines abgelehnte Winderspruchs eine zweite Chance bei der Wahl zum Brücker Amtsdirektor.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Der Brücker Amtsausschuss hat in seiner Sitzung am Montag dem Widerspruch des unterlegenen Kandidaten Marko Köhler gegen die Wiederwahl Christians Großmanns zum Amtsdirektor nicht stattgegeben. Anschließend wurde jedoch mehrheitlich beschlossen, das gesamte Verfahren zur Neubesetzung der Stelle des Verwaltungsleiters abzubrechen und das Auswahlverfahren gänzlich neu aufzurollen. Somit können wieder alle Interessierten bis zum 30. September ihre Bewerbungen an den Amtsausschussvorsitzenden, Karl-Heinz Borgmann, richten.

Entscheidung hinter verschlossener Tür

Zuvor debattierten die Abgeordneten im nicht öffentlichen Teil der Sitzung über die eingeforderten Stellungnahmen zweier Anwaltskanzleien zum umstrittenen Widerspruch. Dem Vernehmen nach sollen die konsultierten Juristen den Widerspruch gegen die erfolgte Wahl Großmanns zulässig bewertet haben. Als Grund für die Anfechtung hatte Köhler eine Stellungnahme der Personalratsvorsitzenden der Amtsverwaltung genannt. Ines Lahn hatte im Namen aller Mitarbeiter für eine Wiederwahl Großmanns plädiert (MAZ berichtete).

Knappes Ergebnis in erster Runde

Bei der ersten Ausschreibung des Postens im Mai hatte der Amtsausschuss aus 19 Bewerber zu wählen. Fünf wurden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Im Juni ist dann Christian Großmann mit acht zu sieben Stimmen, die auf Marko Köhler entfallen sind, gewählt worden.

Torsten Köhler hatte fristgerecht Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt.

Nach mehreren, wegen Verfahrensfehlern geplatzten Sitzungen des Amtsausschusses wurde das Verfahren jetzt gestoppt.

Anders sieht das die Kommunalaufsicht des brandenburgischen Innenministeriums. „Unaufgefordert“, wie die kommissarische Amtsdirektorin, Marion Jahn, auf MAZ-Nachfrage betonte, erreichte die Abgeordneten eine Einschätzung aus Potsdam. Demnach sei der Widerspruch nicht zulässig. Diese Stellungnahme soll im nichtöffentlichen Teil der Sondersitzung des Amtsausschusses am Montagabend den Ausschlag für eine Ablehnung des Widerspruchs gegeben haben. Damit wurde der Weg für die erneute Ernennung von Amtsinhaber Großmann jedoch nicht frei. Denn auf Antrag der Brücker Abgeordneten Michael Klenke (SPD), Andreas Sägner (CDU) und Roland Hoffmann (Pro Brück) wurde entschieden, das gesamte Verfahren abzubrechen.

Nachdem die Öffentlichkeit wieder hergestellt worden war, wurde sodann die Neuausschreibung auf den Weg gebracht. Dabei wurde entschieden, den Ausschreibungstext aus dem April wieder zu verwenden. Planebruchs Bürgermeister Ulf Dingelstaedt stellte den Antrag, die Verwaltung aus dem neuen Verfahren auszuschließen, da es in den vergangenen Wochen Kommunikationsprobleme gegeben habe, die zu Verzögerungen geführt hätten. „Der stellvertretende Amtsdirektor, Lars Nissen, hat einige eingeforderte Zuarbeiten nicht ausgeführt und anderes nicht weitergeleitet“, begründete Dingelstaedt. Er bezog sich auch auf eine von ihm gegen den Amtsdirektor angestrengte Dienstaufsichtsbeschwerde.

Neue Runde für Amtsinhaber fraglich

„Den Amtsdirektor haben wir schon beschädigt, jetzt beschädigen wir auch noch die Verwaltung“, zürnte Edda Haage (SPD) aus Borkheide. Der Antrag Dingelstaedts fand jedoch keine Mehrheit. Lars Nissen und seine Stellvertreterinnen werden also am erneuten Auswahlverfahren wieder mitwirken dürfen.

Ob Christian Großmann für eine wiederholte Kandidatur nochmals seinen Hut in den Ring werfen wird, ist unklar. Der Amtsdirektor, der am Montag nicht an der Sitzung teilnahm, war am Dienstag für die MAZ-Anfrage nicht zu erreichen. Sein Kontrahent Marko Köhler, der in der Sitzung dabei war, hat signalisiert, sich wieder zu bewerben. „Wie jetzt vorgegangen wird, ist die sauberste Lösung“, sagte er zur neuen Entscheidung. Dass dies nicht alle so sahen, war den enttäuschten Gesichtern einiger Abgeordneter anzusehen.

Am kommenden Samstag endet die zweite Amtszeit von Christian Großmann regulär. Bis zur Neuwahl wird Lars Nissen, der sich bis zum 9. September allerdings noch im Urlaub befindet, das Amt Brück führen. Vertreten wird er von Marion Jahn.

Von Andreas Koska

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