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Poststraße: Zwei Bagger sorgen für Unmut

Niemegk Poststraße: Zwei Bagger sorgen für Unmut

Schon einige Tage vor einer mittels Rundschreiben angekündigten Sperrung blockieren Baufahrzeuge den Weg für die Anwohner der Niemegker Poststraße. Laut Tiefbaufirma konnten Autos problemlos um die Bagger herum fahren. Anwohner Olaf Paul hält dagegen und hätte sich gewünscht, dass die Amtsverwaltung den Bürgern zur Seite steht.

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Früher als in einem Anwohnerschreiben angekündigt sind in der Poststraße zwei Bagger abgestellt worden. Das sorgte für einigen Unmut.

Quelle: Privat

Niemegk. Olaf Paul ist sauer. Vor anderthalb Wochen hat ihn und die anderen Bewohner der Niemegker Poststraße ein Schreiben der Firma Zerbe Tiefbau erreicht. Darin wurde angekündigt, dass die Straße ab Dienstag dieser Woche ihren Asphalt bekommt – und alle Grundstücke daher bis Donnerstag nicht mit dem Auto erreichbar seien.

Bereits am vergangenem Freitag – also drei Tage vor dem angekündigten Termin – waren dann aber laut der Schilderung von Olaf Paul zwei Bagger der Tiefbaufirma in der Poststraße abgestellt worden, die den Weg für die Anwohner versperrten. „Warum wird aber ein Anschreiben verteilt, wo auf eine Sperrung ab 22. August hingewiesen wird?“, fragt Paul. Er habe schließlich vergeblich versucht, Friedwart Neue von der Bauverwaltung oder die Firma Zerbe Tiefbau zu erreichen. Auch ein persönlicher Besuch bei Bauamtsleiter Thomas Griesbach brachte keinen Erfolg – die Bagger blieben übers Wochenende stehen.

Amtsverwaltung hätte das Problem lösen sollen

„Die Bagger vorne und hinten haben dagestanden, um nicht ortskundigen Autofahrern zu signalisieren, dass sie nicht in die Straße reinfahren sollen“, erklärt Franz Christopher von der Tiefbaufirma auf MAZ-Nachfrage. „Rechts und links von den Baggern war aber Platz, um vorbei zu fahren.“ Die Firma bemühe sich, dass die Anwohner zu ihren Häusern gelangen. „Und sonst hat sich auch niemand beschwert“, sagt Christopher.

Olaf Paul bleibt jedoch dabei: Eine Umfahrung sei nur bei einem Bagger möglich gewesen. Der andere habe mitten auf der Straße gestanden und den Weg versperrt. Der Niemegker hätte sich gewünscht, dass jemand von der Amtsverwaltung das Problem löst – und veranlasst, dass der Bagger noch mal weggefahren wird. „Die Amtsverwaltung sollte doch für das Wohl der Bürger da sein und nicht für das der Baufirma.“

Bauarbeiten sollen bis Ende August abgeschlossen sein

Dabei handelt sich in der Poststraße ohnehin um eine Ausnahmeregelung, wie eine Nachfrage beim Amt Niemegk deutlich macht. „Die Poststraße wird gemäß verkehrsrechtlicher Anordnung unter einer Vollsperrung saniert – das heißt grundsätzlich: kein Anwohnerverkehr“, erläutert Thomas Griesbach. „Die Stadt und die Baufirma haben aber gestattet, dass nach Möglichkeit die Anwohner zu ihren Grundstücken fahren können.“ Bei zukünftigen Baustellen werde eine Befahrung durch die Anwohner nicht mehr zugelassen.

Die Bauarbeiten in der Poststraße sollen bis Ende August abgeschlossen sein. Begonnen hat der grundhafte Ausbau Mitte Mai. Es entsteht ein neuer, einseitiger Gehweg und statt eines Regenwasserkanals wird eine Sickermulde angelegt. Außerdem bekommt die Straße eine fünfeinhalb Meter breite Asphaltdecke.

Von Josephine Mühln

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