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Potsdam-Mittelmark: Wahlsieger reagieren betrübt

Blasig gewinnt Wahl, verfehlt Mehrheit knapp Potsdam-Mittelmark: Wahlsieger reagieren betrübt

Die Landratswahl von Potsdam-Mittelmark geht am 9. Oktober in eine zweite Runde. Amtsinhaber Wolfgang Blasig (SPD) konnte zwar die meisten Stimmen der fünf Kandidaten holen, verfehlte aber die absolute Mehrheit . In der Stichwahl tritt er gegen Franz Herbert Schäfer (CDU) an. Beide bewerten die Ergebnisse etwas betrübt.

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Quelle: michael greulich

Potsdam-Mittelmark. Bei der ersten direkten Landratswahl in Potsdam-Mittelmark am Sonntag konnte sich der Amtsinhaber und SPD-Kandidat Wolfgang Blasig nicht im ersten Wahlgang durchsetzen. Darum muss er am 9. Oktober zur Stichwahl gegen den Zweitplatzierten, Franz Herbert Schäfer (CDU), antreten. Die Wahlbeteiligung im bevölkerungsreichsten Landkreis Brandenburgs lag nach vorläufigen Ergebnissen bei 46,6 Prozent.

– So lief der Wahlabend – die Ereignisse können Sie im Blog nachlesen

– So haben die Gemeinden gewählt

– Amtsinhaber gewinnt Heimspiel in Kleinmachnow

Blasig hat zwar anders als bei anderen direkten Landratswahlen im Land Brandenburg deutlich mehr als 15 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten erreicht, aber mit 45,6 Prozent die absolute Mehrheit verfehlt. Sein Kontrahent der CDU kam auf 21,2 Prozent, vor dem Kandidaten der AfD, Sven Schröder, mit 16,3 Prozent. Klaus-Jürgen Warnick (Linke) musste sich mit 14,1 Prozent begnügen, abgeschlagen landete Andreas Schramm (Piraten) mit 2,8 Prozent auf dem letzten Platz.

Amtsinhaber Blasig bei der Stimmabgabe

Amtsinhaber Blasig bei der Stimmabgabe.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Blasig: „Schade, dass ich es nicht beim ersten Mal geschafft habe“

Blasig, seit 2009 Landrat, wollte eigentlich gleich im ersten Wahlgang gewinnen. Doch manche Orte haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Offensichtlich aber nicht sein Heimatort Kleinmachnow und auch nicht die Stadt Werder – sonst als CDU-Hochburg bekannt. In Kleinmachnow war der studierte Physiker viele Jahre Bürgermeister. „Schade, dass ich es nicht beim ersten Mal geschafft habe“, sagte Blasig gestern nach der Wahl der MAZ. „Aber ich habe mich über die hohe Wahlbeteiligung gefreut und wünsche mir sehr, dass meine Wähler auch am 9. Oktober wieder für mich stimmen. Denn ich würde es wirklich schlimm finden, wenn ohne erfolgreiche Stichwahl in der Folge der Kreistag die Entscheidung treffen muss.“ Der 62-Jährige hat sich bei einer Wiederwahl noch viel vorgenommen. Er will den öffentlichen Nahverkehr verbessern, sich um gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft kümmern für gute und gut bezahlte Arbeitsplätze. Blasigs Stichwahl-Gegner Franz Herbert Schäfer zeigte sich in einer ersten Reaktion vor allem betrübt über das gute Abschneiden der AfD. „Ich sehe in meiner Umgebung, dass die Wähler nicht die Auffassung der AfD teilen, sondern es ist ein Protestergebnis“, sagte der 56-jährige Schäfer, Personaldezernent im Oberlandesgericht. „Ich werde um das Landratsamt kämpfen, weil ich etwas besseres anzubieten habe, nämlich Bürgernähe.“

Der  Herausforderer

Der Herausforderer: Franz Herbert Schäfer (CDU), hier bei der Stimmabgabe im ersten Wahlgang vor zwei Wochen.

Quelle: Jacqueline Steiner

Für den 9. Oktober ist nun die Abstimmung über den künftigen Landrat geplant. Und wieder muss der Sieger die 15-Prozent-Hürde der wahlberechtigten Stimmen nehmen.

Von Regine Greiner

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