Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Potsdam-Mittelmark verteilt 300.000 Euro

Denkmalförderung wird fortgesetzt Potsdam-Mittelmark verteilt 300.000 Euro

Bauherren dürfen bei der Sanierung von historischen Gebäuden einmal mehr auf Geldspritzen hoffen. 300.000 Euro stellt die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark auch 2016 wieder zur Förderung des Denkmalschutzes bereit – als Anreiz, um Millionen-Investitionen auf den Weg zu bringen. Eile ist geboten. Denn mit dem Ende dieses Jahres läuft die Antragsfrist dafür ab.

Voriger Artikel
A9: Transporter donnert in Lkw
Nächster Artikel
Bad Belzig: Heimat wird global gedacht

Heinz Kempin (l.) und Matthias Wilke vom Förderkreis unter dem Dach der Medewitzer Kirche. Dieses ist sanierungsbedürftig.

Quelle: Gaffron

Bad Belzig. Bauherren dürfen bei der Sanierung von historischen Gebäuden einmal mehr auf Geldspritzen der öffentlichen Hand hoffen. 300.000 Euro stellt die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark auch 2016 wieder zur Förderung des Denkmalschutzes bereit. Allerdings ist jetzt Eile geboten. Denn mit dem Ende dieses Jahres läuft die Antragsfrist dafür ab. Das Landratsamt Bad Belzig hat deshalb nochmals auf das Programm aufmerksam gemacht.

2014 konnten immerhin 36 Vorhaben zwischen Havel und Fläming berücksichtigt werden. Seinerzeit wurden Investitionen von 2,3 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Für dieses Jahr lagen die Prognosen von Michael Kreutner in ähnlichen Größenordnungen. „Das entspricht einer Verachtfachung der ausgegebenen Summe“, hat der Fachbereichstleiter dazu im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Landwirtschaft ausgeführt. Die Verwaltung verweist darauf, dass es nicht nur um den Erhalt von Kulturgeht geht, sondern sich mithin um Wirtschaftsförderung handelt. Denn häufig gehen gerade bei den sensiblen Vorhaben die Aufträge an etablierte Unternehmen, die hierzulande ansässig sind.

Der Kreis Potsdam-Mittelmark hatte den Denkmalfonds 2010 zum ersten Mal aufgelegt. Damals gingen noch rund 200.000 Euro in insgesamt 48 Vorhaben. Wegen der großen Wirkung ist er schon zwei Jahre später auf das jetztige Budget aufgestockt worden. Denn der Bedarf hält an: Rund 2000 Baudenkmale gibt es zwischen Werder/Havel, Wiesenburg und Wusterwitz. Noch einmal ebenso viele Bodendenkmale stehen im Schutz-Register.

Neben den Sanierungen der Dorfkirchen in Medewitz, Garrey, Schäpe, Wenzlow und Boecke standen das Herrenhaus Rogäsen sowie die Substanzsicherung von Kapelle und Mausoleen auf dem Stahnsdorfer Südwest-Friedhof auf der Prioritätenliste, die in der Regel freilich erheblich überzeichnet ist.

Gefördert werden Arbeiten, die dem Erhalt und der sinnvollen Nutzung eines Baudenkmals sowie der Bergung und Dokumentation eines Bodendenkmals dienen. Die Unterlagen müssen bis Freitag eingereicht sein, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Zu beachten sei, dass ein Eigentumsnachweis beigefügt sein muss. Drei exakte Voranschläge über die voraussichtlichen Gesamtkosten sind ebenfalls erforderlich. Bis März wäre die denkmalrechtliche Erlaubnis einzuholen, nötigenfalls der Bauantrag für das Vorhaben zu stellen. Eine gewisse Bürokratie, die sich womöglich lohnt, wie die eingangs erwähnte Bilanz zeigt.

Weitere Informationen: www.potsdam-mittelmark.de

Von René Gaffron

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg