Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Potsdam-Mittelmark verteilt 300.000 Euro
Lokales Potsdam-Mittelmark Potsdam-Mittelmark verteilt 300.000 Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 01.01.2016
Heinz Kempin (l.) und Matthias Wilke vom Förderkreis unter dem Dach der Medewitzer Kirche. Dieses ist sanierungsbedürftig. Quelle: Gaffron
Anzeige
Bad Belzig

Bauherren dürfen bei der Sanierung von historischen Gebäuden einmal mehr auf Geldspritzen der öffentlichen Hand hoffen. 300.000 Euro stellt die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark auch 2016 wieder zur Förderung des Denkmalschutzes bereit. Allerdings ist jetzt Eile geboten. Denn mit dem Ende dieses Jahres läuft die Antragsfrist dafür ab. Das Landratsamt Bad Belzig hat deshalb nochmals auf das Programm aufmerksam gemacht.

2014 konnten immerhin 36 Vorhaben zwischen Havel und Fläming berücksichtigt werden. Seinerzeit wurden Investitionen von 2,3 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Für dieses Jahr lagen die Prognosen von Michael Kreutner in ähnlichen Größenordnungen. „Das entspricht einer Verachtfachung der ausgegebenen Summe“, hat der Fachbereichstleiter dazu im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Landwirtschaft ausgeführt. Die Verwaltung verweist darauf, dass es nicht nur um den Erhalt von Kulturgeht geht, sondern sich mithin um Wirtschaftsförderung handelt. Denn häufig gehen gerade bei den sensiblen Vorhaben die Aufträge an etablierte Unternehmen, die hierzulande ansässig sind.

Der Kreis Potsdam-Mittelmark hatte den Denkmalfonds 2010 zum ersten Mal aufgelegt. Damals gingen noch rund 200.000 Euro in insgesamt 48 Vorhaben. Wegen der großen Wirkung ist er schon zwei Jahre später auf das jetztige Budget aufgestockt worden. Denn der Bedarf hält an: Rund 2000 Baudenkmale gibt es zwischen Werder/Havel, Wiesenburg und Wusterwitz. Noch einmal ebenso viele Bodendenkmale stehen im Schutz-Register.

Neben den Sanierungen der Dorfkirchen in Medewitz, Garrey, Schäpe, Wenzlow und Boecke standen das Herrenhaus Rogäsen sowie die Substanzsicherung von Kapelle und Mausoleen auf dem Stahnsdorfer Südwest-Friedhof auf der Prioritätenliste, die in der Regel freilich erheblich überzeichnet ist.

Gefördert werden Arbeiten, die dem Erhalt und der sinnvollen Nutzung eines Baudenkmals sowie der Bergung und Dokumentation eines Bodendenkmals dienen. Die Unterlagen müssen bis Freitag eingereicht sein, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Zu beachten sei, dass ein Eigentumsnachweis beigefügt sein muss. Drei exakte Voranschläge über die voraussichtlichen Gesamtkosten sind ebenfalls erforderlich. Bis März wäre die denkmalrechtliche Erlaubnis einzuholen, nötigenfalls der Bauantrag für das Vorhaben zu stellen. Eine gewisse Bürokratie, die sich womöglich lohnt, wie die eingangs erwähnte Bilanz zeigt.

Weitere Informationen: www.potsdam-mittelmark.de

Von René Gaffron

Ein schwerer Unfall ereignete sich in der Nacht zu Dienstag auf der A9. Gegen 0.12 Uhr befuhr ein Kleintransporter der Marke Fiat die Autobahn zwischen Klein Marzehns und Niemegk auf der rechten Spur. Nach einem Überholvorgang scherte er wieder auf die rechte Fahrspur ein. Dort übersah er offenbar einen vor ihm fahrenden Sattelzug – mit fatalen Folgen.

29.12.2015

Gefahrstoffalarm für Jeserig und Götz: Feuerwehrleute sind am Montagabend zu einer ehemaligen Landwirtschaftshalle am Grünen Weg in Jeserig ausgerückt. Dort hatten Einbrecher absichtlich 1000 Liter Frostschutzmittel aus einem Gebinde auslaufen lassen. Zwar ist das Mittel nicht ätzend oder leicht brennbar, Vorsicht war aber dennoch geboten.

29.12.2015
Bauen & Wohnen Einwohner einer Güterfelder Siedlung bangen um den Waldcharakter - Kienwerder soll grün bleiben

Einwohner in Kienwerder bangen um den historisch gewachsenen Waldcharakter der Güterfelder Siedlung. Durch rege Bautätigkeit droht sie zu einer Betonwüste zu werden, sagen sie. Die Gemeinde Stahnsdorf, zu der Güterfelde respektive Kienwerder gehören, will nun prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, das so beworbene „grüne Kleinod“ zu erhalten.

28.12.2015
Anzeige