Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Potsdamer Schüler organisieren Konzert
Lokales Potsdam-Mittelmark Potsdamer Schüler organisieren Konzert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:38 22.11.2016
Florian Kirchesch leitet das Projekt mit den Schülern der Leonardo-da-Vinci-Schule in Potsdam. Quelle: Friedrich Bungert
Anzeige
Potsdam

Das ist Musikunterricht der besonderen Art: Einmal bei einem großen Konzert hinter den Kulissen stehen, während die Sänger auf der Bühne stehen und das Publikum verzaubern. Diese Erfahrung dürfen etwa 50 Schüler aus Beelitz und Potsdam machen. Sie sind Patenklassen des Nikolaisaals Potsdam und haben in verschiedenen Gruppen innerhalb zweier Monate die komplette Organisation eines Konzertes übernommen. Am Donnerstag ist ihr großer Tag, doch bis dahin muss noch allerhand getan werden.

Die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Potsdam-West ist zum ersten Mal bei „Rising Stars im Konzert“ dabei. Musiklehrer Florian Kirchesch hat die Leitung des Projektes mit der 10. Klasse übernommen und zieht nach dem Großteil der Arbeit ein positives Fazit: „Es ist etwas Besonderes und die Schüler haben gelernt, wie viel Verantwortung an der Organisation hängt.“ Alles begann im September. „Rising Stars im Konzert“ ist eine Kooperation des Nikolaisaals mit dem Hamburger Kulturprojekt Tonali, das jährlich etliche Kinder und Jugendliche über Programme und Aktionen an die klassische Musik heranführt. Die drei Tonali-Preisträger Philipp Wollheim (Violine), Verena Metzger (Klavier) und Raphael Paratone (Cello) sind die Partnermusiker, für die Schüler der Leonardo-da-Vinci-Schule, der Lenné Gesamtschule und des Sally-Bein-Gymnasiums in Beelitz das morgige Konzert organisiert haben. In jeder Schule gab es im Oktober ein Konzert mit dem jeweiligen Partnermusiker. Vorher sind die Schüler über einen Auftakt-Workshop in das Thema eingeführt worden.

Nachwuchskünstler vermitteln Schülern Klassik

„Die Künstler stehen selbst noch am Anfang ihrer Karriere, sind aber in Musikvermittlung geschult und treffen sich auf Augenhöhe mit den Schülern“, sagt Claudia Thieße vom Nikolaisaal. Zu dem Programm des Projektes gehörte auch ein Tagespraktikum in dem Potsdamer Konzertsaal. Dort durchliefen die Schüler Stationen wie Marketing, Technik und Dramaturgie. Am Dienstag hatten die Schüler der Leonardo-da-Vinci-Schule die letzte gemeinsame Unterrichtsstunde, um die Planung noch einmal durchzugehen. Jan (15) und Florian (16) aus der Technik-Gruppe kümmern sich zum Beispiel unter anderem um die Liveschaltung vom Konzert und müssen dafür am Donnerstag im Saal noch die Kabel verlegen. „Ich habe den besten Job“, sagt Inspizient Jan. „Ich bringe die Künstler zur Bühne und sage ihnen, wann sie wo sein müssen. Es ist schön, selbst anpacken zu können und Verantwortung zu tragen“, sagt der Schüler.

Anika (14) ist für den Ticketverkauf zuständig. Etwa 50 Karten haben die Schüler in anderen Klassen, unter den Lehren oder den Eltern für das Abschlusskonzert vertrieben. Aber noch ist das Kontingent nicht aufgebraucht.

Die Moderation am Abend übernehmen nicht nur die drei Musiker, sondern auch die Jugendlichen. Anna (15) hat gemeinsam mit drei Mitschülern eine Rede vorbereitet, die den Gästen das Projekt kurz erklärt. „Ich glaube, wir und das Technikteam haben am Donnerstag mit am meisten zu tun“, so die Schülerin. Die Marketing- und Kommunikationsgruppe etwa hat ihre Arbeit schon erledigt: Sie haben Plakate und Flyer aufgehängt, Anzeigen geschaltet und Werbung gemacht.

Schüler zeigten viel Eigeninitiative

Nach dem Konzertabend mit Klaviertrios von Beethoven, Mendelssohn und Schostakowitsch wird es ein Abschlusstreffen mit den Schülern und Künstlern geben, das unter anderem von Luisa (15) organisiert wurde. „Die Planung hat eigentlich bis zum Schluss gedauert, weil immer noch was dazu kam“, erzählt sie. Für etwa 80 Personen haben sie Catering, Unterhaltung und Musik organisiert. „Es war eine neue Erfahrung für uns, jeder hat irgendwie mitgemacht und es war cool, mit den Musikern zu arbeiten“, berichtet Luisa. Letztlich kümmern sich die Schüler auch um die Künstlerbetreuung und den Besucherservice. Das heißt, sie werden auch die Tickets am Einlass kontrollieren. Alles in allem sei es für die Schüler eine willkommene Abwechslung zum Unterrichtsalltag gewesen, sagt Kirchesch. „Es hat ganz gut funktioniert. Die Schüler haben Initiative gezeigt und viele eigene Ideen mitgebracht“, so der Musiklehrer.

Info: Karten für das Konzert am Donnerstag um 18 Uhr gibt es noch für jeweils sechs Euro an der Abendkasse des Nikolaisaals.

Musikalische Jugendarbeit

Tonali vergibt jährlich den höchstdotierten Klassikpreis für talentierte Jung-Solisten aus Deutschland. Die Disziplin wechselt zwischen Klavier, Geige und Cello. Die Preisträger besuchen deutschlandweit Schulen und führen die Musikprojekte durch.

Im Nikolaisaal sind Programme und Projekte für Kinder oder Schulklassen zu einem festen Bestandteil geworden. Dazu zählen zum Beispiel die regelmäßig stattfindenden Probenbesuche, bei denen Schulklassen Proben im Nikolaisaal ansehen und erfahren, wie die Musiker arbeiten.

Über Kopfhörer hören sie die Stimme des Dirigenten und Live-Erklärungen eines Musikvermittlers. Mehr Infos unter www.nikolaisaal.de

Von Luise Fröhlich

Potsdam-Mittelmark Saarmunder Pension Fröhlich bekommt Zuwachs - Zwei neue Ferienhäuser und ein Bistro

Ein Saarmunder Paar baut in der Potsdamer Straße 33 zwei neue Ferienhäuser und ein Bistro. Bis zum Frühjahr nächsten Jahres soll alles fertig werden und die ersten Gäste einziehen. Im Bistro ist deutsche und internationale Küche geplant. Außerdem soll eine Fahrradservice-Station mit Radausleihe entstehen.

22.11.2016

Architekt und Illustrator, Tino Würfel aus Werder, zeichnet leidenschaftlich gern. Das war schon zu Zeiten seiner Bauzeichnerlehre so. Aber viel lieber, als Grundrisse oder Ansichten von Häusern, zeichnet er Menschen, Landschaften oder Figuren. Porträts sind sein eigentliches Steckenpferd, sagt er. Doch davon allein kann er noch lange nicht leben.

22.11.2016

Wenn es dunkel wird in Werder, bleiben manche Straßenleuchten aus, und das zum Ärger der Anwohner. Sie meldeten in den vergangenen Wochen 77 Defekte und hoffen auf schnelle Hilfe der Stadt. Im Jahr muss die Stadt bis zu 330 Laternen reparieren lassen – Tendenz vermutlich steigend, denn das Leuchtennetz wird noch größer.

22.11.2016
Anzeige