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Potsdam-Mittelmark Powerbus: 10-Jährige bleibt am Bahnhof zurück
Lokales Potsdam-Mittelmark Powerbus: 10-Jährige bleibt am Bahnhof zurück
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17:15 19.04.2017
Mammutprojekt: Die Überarbeitung des Busnetzes war nach Aussage von Regiobus die größte Fahrplanänderung im Raum Werder. Quelle: Stadt Werder/Klix
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Werder

Der Start vom Powerbus in Werder im Januar verlief holprig. Vor allem Eltern klagten darüber, dass ihre Kinder aus den abgelegeneren Ortsteilen schlechtere Verbindungen zur Schule haben. Auch nachdem der Fahrplan im Februar geändert wurde, gab es noch vereinzelte Probleme. Daniela Schultze aus Schmergow etwa hat schon etliche Male an die Regiobus-Gesellschaft und an den Landkreis geschrieben. Ihre Tochter besucht die Karl-Hagemeister-Grundschule in Werder und muss aus Sicht der Mutter nun wesentlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Erst kürzlich hat die 10-Jährige wegen eines Missverständnisses den Anschlussbus verpasst, weil der Fahrer am Werderaner Bahnhof nicht auf den Bus der Linie 634 gewartet hat.

Dies sei eine von der Geschäftsleitung der Regiobus empfohlene Verbindung gewesen, teilte Schultze der MAZ mit. „Wir haben uns bereits für diesen Vorfall entschuldigt. Es lag daran, dass sie uns sagte, ihre Tochter würde diese Verbindung nicht nutzen“, erklärte Thorsten Müller, Verkehrsleiter bei der Verkehrgesellschaft Belzig, auf Anfrage. „Es gibt definierte Anschlüsse und solche, die nur bei Bedarf aktiviert werden. Das funktioniert sonst gut“, so Müller. An der Sensibilisierung des Busfahrers habe es demnach nicht gelegen. Mutterseelenallein am Bahnhof zu stehen, habe das Mädchen massiv eingeschüchtert, berichtete Schultze. „Wie die Geschäftsleitung mit einem nicht unerheblichen Teil ihrer Fahrgäste, nämlich den Schulkindern, umgeht, ist für mich unvorstellbar“, sagte sie.

Kein Anspruch auf eine direkte Busverbindung

Die zuständige Mitarbeiterin vom Landkreis machte indes deutlich, dass es keine direkte Verbindung von Werder nach Schmergow mehr geben wird. Auf Initiative von Regiobus und dem Landkreis ist mit der Karl-Hagemeister-Grundschule ausgemacht worden, dass die Schmergower Kinder den Unterricht zehn Minuten früher verlassen dürfen, um den Bus zu schaffen. „Was für ein Grundschulkind zumutbar ist oder nicht, steht nicht zur Frage“, antwortete die Mitarbeiterin vom Landkreis. Schultze habe sich bewusst für die nicht örtlich zuständige Schule entschieden. Es bestehe kein Anspruch auf eine durchgehende Verbindung.

Generell würden nur noch vereinzelte Anfragen, Hinweise oder Beschwerden eingehen, sagte der Verkehrsleiter Thorsten Müller. Deshalb sei zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Aktualisierung geplant.

Von Luise Fröhlich

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