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Praxisberaterin für Kitas geht in Ruhestand

Medewitz Praxisberaterin für Kitas geht in Ruhestand

Evelore Burkert hat nach der Wende besetzt, was es vorher nie gegeben hat: eine Stelle für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in Potsdam-Mittelmark. Ihr Herz hatte sie schon immer dem Kindergarten verschrieben. Nun ändern sich die Zeiten jedoch, denn sie geht in den Ruhestand – und hat einerseits eine Nachfolgerin, aber auch ganz klare Pläne.

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Auf Wunsch ihrer Kollegen lässt Evelore Burkert die Baum-Fotografien in ihrem Büro hängen.

Quelle: Christiane Sommer

Medewitz. Evelore Burkert besetzte nach der Wende ein Tätigkeitsfeld, das es bis zur politischen Wende hierzulande nicht gab: Sie war Ansprechpartnerin, wenn es um die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in den Kindertagesstätten im Landkreis Potsdam-Mittelmark ging. Doch nun wechselt die 62-jährige Kita-Praxisberaterin in den Ruhestand.

„Die Begeisterung ist der Dünger für das Gehirn“, heißt es auf einem Stück Papier an der Wand im Büro von Evelore Burkert. „Der Satz ist von Gerald Hüther, einem bedeutenden Hirnforscher“, erklärt sie. Das Papier lässt sie zurück, außerdem vier Fotografien eines alten Baumes. Aufgenommen wurden die im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter – jeweils aus der gleichen Perspektive. „Sie sind eine Erinnerung an meine Fortbildung zur Praxisberaterin und entstanden 1993“, bemerkt die beliebte Verwaltungsangestellte. Sie hängen seither genau an dieser Stelle des Büros. Auf Wunsch der Kollegen bleiben sie dort auch weiterhin.

Schon immer eine besondere Beziehung zum Kindergarten

„Die Weiterbildung hat mir das Wissen gegeben, das ich für meine Arbeit hier brauchte“, erinnert sich die Medewitzerin. Als Praxisberaterin übernahm sie die Beratungen von Leitungs- und pädagogischen Fachkräften, Einrichtungsträgern und Eltern. Sie alle konnten sich stets mit ihren Fragen an Evelore Burkert wenden.

Dabei hatte die blonde Frau mit dem offenen Lächeln schon immer eine ganz besondere Beziehung zum Kindergarten. In Wiesenburgs Ortsteil Medewitz aufgewachsen, besuchte Evelore Burkert den dortigen Kindergarten. Auch später, als sie längst in die Schule ging, blieb er für sie ein wichtiger Anlaufpunkt.

Evelore Burkert (m) will sich künftig noch stärker in ihrem  Heimatdorf engagieren

Evelore Burkert (m.) will sich künftig noch stärker in ihrem Heimatdorf engagieren.

Quelle: Christiane Sommer

„Ich habe die besondere Atmosphäre gemocht“, bemerkt sie lächelnd. Ihr Berufswunsch zeichnete sich schnell ab. Sie wollte Kindergärtnerin werden. Später, nach der Ausbildung, kam sie als junge Frau zurück in den Medewitzer Kindergarten – ihr Berufswunsch war erfüllt.

Nach einer Weiterbildung zur Erzieherin nach der Wende, „bekam ich die Chance, mich auf die Stelle hier zu bewerben“, erinnert sich die heute 62-Jährige. Zunächst war sie hin- und hergerissen. Dennoch, sie entschied sich eine Bewerbung zu schreiben. Vermutlich würde sie nicht angenommen werden, glaubte sie. Aber dann kam es anders, die Chefs wollten sie.

Nachfolgerin wird bereits eingearbeitet

Ein paar Tränen blieben natürlich nicht aus, als Evelore Burkert vom Kindergarten an den Verwaltungsschreibtisch wechselte. Rückblickend weiß sie jedoch um die richtige Entscheidung. Den Umgang mit Kindern vermisste sie nicht. „Wer mit Erwachsenen arbeitet, muss wissen, was Kinder brauchen. Den Zugang zu den Kindern habe ich immer über die Erzieher gehabt.“

Die Einarbeitung ihrer Nachfolgerin Sabrina Kostrack aus Brück ist bereits angelaufen. „Sie wird es gut machen, da bin ich mir sicher“, so die 62-Jährige, die große Fußstapfen hinterlässt. Künftig will sie sich selbst noch stärker in ihrem Heimatdorf Medewitz engagieren. Bei den seit fünf Jahren stattfindenden Straßenfesten besetzt sie den Part der Kulturverantwortlichen, der ihr auch künftig den Kontakt zum Nachwuchs erhalten wird.

Aus dem Berufsleben verabschiedet sie sich allerdings am Ende nicht, ohne einige Wünsche auszusprechen. Denn die Politik, meint sie, müsse Personalschlüssel und Rahmenbedingungen in den Kitas weiter verbessern.

Von Christiane Sommer

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