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Potsdam-Mittelmark Ortsspaziergänge durch Kloster Lehnin beginnen in Krahne
Lokales Potsdam-Mittelmark Ortsspaziergänge durch Kloster Lehnin beginnen in Krahne
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18:12 27.09.2018
Mit dem Krahner Ortsvorsteher Reinhard Siegel (l.) an der Spitze startete der Spaziergang durch das Dorf. Quelle: Christine Lummert
Krahne

Natur und Kultur stehen schon jetzt ganz oben auf der Liste der Schlagworte, mit der Kloster Lehnin Besucher anlockt. Und die Gemeinde hat durchaus mehr zu bieten als das Kloster, das bisher ein großer Fokus ist. Um festzustellen, welche Ziele in den einzelnen Ortsteilen in Zukunft noch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden sollten, startete die Verwaltung jetzt zusammen mit den Einwohnern die große Aktion „Ortsspaziergänge“.

Das Ganze schließt an das Projekt „Stadt-Land gestalten“ an, das im letzten Jahr erfolgreich lief und in dem Grundsteine für zukünftige Entwicklungskonzepte in der Gemeinde gelegt wurden. „Damals war neben der Infrastruktur und der Baukultur vor allem das Thema Tourismus ein wichtiger Punkt und dem gehen wir jetzt mit den Ortsspaziergängen weiter nach“, sagt Manuela Hadler, die das Projekt für die Verwaltung begleitet.

Dazu werden in den nächsten Monaten in allen 14 Ortsteilen der Gemeinde Spaziergänge organisiert, an denen sich Einwohner aber auch gerne Gäste mit einem unvoreingenommenen Blick beteiligen sollen. Am Ende jedes Rundgangs sollen die Teilnehmer dann einen Bewertungsbogen mit ihrem Feedback zum Ortsteil ausfüllen. „Die Ergebnisse werden in das Tourismuskonzept der Gemeinde einfließen“, sagte Hadler.

Den Anfang machte jetzt Krahne. Angeführt von Ortsvorsteher Reinhard Siegel nahmen etwa 30 Teilnehmer die große Runde durch das Dorf in Angriff. Neben Krahner Bürgern fanden sich auch weitere Interessierte, den Ort näher kennen lernen wollten. Aus Emstal war Doris Menz dabei. „Ich interessiere mich für die Geschichte der Gemeinde und es ist toll von absoluten Experten einmal detaillierte Einblicke in die Dorfhistorie und die einzelnen Sehenswürdigkeiten zu erhalten.“

Gelegenheit zu Entdeckungen und genaueren Nachfragen gab es genug. Los ging es am Krahner Dorfanger. „Hier ist das alte Zentrum, um das sich mit Kirche, Pfarrhaus und altem Gutshaus die historisch bedeutendsten Gebäude gruppieren“, erläuterte Siegel. Alt-Pfarrer Gerke Pachali schloss derweil die Kirche auf, um einen Blick von innen zu ermöglichen.

Einigen Spaziergängern fiel ins Auge, dass die Straßen in Krahne sehr großzügig angelegt sind. „Das liegt am großen Brand, der 1741 das Dorf zerstörte“, sagte Siegel. „Um eine Wiederholung zu verhindern haben sich die Leute dann mehr Luft zwischen ihren neu gebauten Häusern gegönnt.“

Vor allem war herauszuhören, dass es in Krahne gute Tradition ist, dass die Einwohner selbst tatkräftig Hand anlegen. Zum Beispiel wurde ein ehemaliger Kälberstall ausgebaut und ist jetzt Ort für gemeinsame Dorffeste. Jugendklub und Sportplatz sind ebenfalls mit viel Eigenleistung entstanden.

Und Neubürger fühlen sich von den Alteingesessenen gut aufgenommen. Im alten Gutshaus lebt seit einem knapp einem Jahr Martina Breyer und etabliert das Haus als Kunstgut.

„Wir haben schnell Anschluss gefunden und fühlen uns wohl.“ Das einzige was zum Glück noch fehlt, ist ein Platz zum Baden in der Nähe. „Vielleicht kann in Zukunft wieder ein Dorfteich entstehen.“

Zum nächsten Ortsspaziergang lädt Rädel am Mittwoch, 3. Oktober, um 14 Uhr ein.

Von Christine Lummert

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