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Projekte aus der Region hoffen auf EU-Gelder

Fördergeld Projekte aus der Region hoffen auf EU-Gelder

Landwarenhandel, Käserei und Straßenbau – für 17 Vorhaben im Hohen Fläming sind Anträge auf Unterstützung aus dem Budget des EU-Leader-Programms eingegangen. Es ist damit mindestens dreimal überzeichnet. Und selbst wenn die Förderungen befürwortet und bewilligt werden, dauert es noch bis zur Auszahlung des Geldes.

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Dagmar Beelitz führt ab sofort das Blumen-Geschäft am Wiesenburger Mühlenplatz, wo wieder ein Landwarenhandel etabliert werden soll.

Quelle: Dirk Fröhlich

Raben. Im alten Domizil von Raiffeisen-Markt und -Bank am Wiesenburger Mühlenplatz zieht wieder Leben ein. Ab sofort gibt es dort Blumen und Gartenartikel. Mittelfristig werden Dirk Fröhlich und Dagmar Beelitz die Lizenzen der Paket- und Lotto-Annahmestelle übernehmen, wenn Dietmar Große zum Jahreswechsel in Rente und sein Geschäft in der Friedrich-Ebert-Straße aufgibt. Langfristig will der Jungunternehmer in seinem Heimatort einen Landwarenhandel etablieren.

„Es ist auf Grund der Bandbreite des Angebots ein Zukunftsprojekt und ausgesprochen wichtig“, sagt Marco Beckendorf (Linke). Der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark legt nicht also von ungefähr sein gewichtiges Wort bei der Lokalen Aktionsgruppe Fläming/Havel ein. Ein 40 000-Euro-Zuschuss für den weiteren Umbau des ehemaligen Lagers der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) erhoffen sich die Protagonisten in der „Perle des Flämings“.

Sie sind nicht allein. 60 Anträge sind bis Oktober eingegangen, deren Absender auf Förderung aus dem Leader-Programm der Europäischen Union hoffen. Ein Drittel davon bewirbt sich schon zum wiederholten Mal. Nicht alle kommen zum Zuge. Alle Vorhaben haben einen Bedarf von insgesamt 15 Millionen Euro signalisiert. Doch gibt es in diesem Halbjahr nur etwa 4,6 Millionen Euro zu verteilen.

Vorhaben im Hohen Fläming

Bad Belzig: Alte Geschwister-Scholl-Grundschule (Umbau zum soziokulturellen Zentrum, 2,4 Millionen Euro); Roger-Loewig-Museum (Umbau Erdgeschoss zum Veranstaltungsraum, 324 000 Euro); Heinrich-Rau-Stadion (Erneuerung Laufbahn und Beleuchtung, 350 000 Euro); Landhaus Burgunda und Werner Sternberg in Lüsse (Barrierefreiheit auf dem Hof und Herrichtung der Dachterrasse, 90 000 Euro).

Amt Brück: Golzow (Erweiterung der Krokodilstation, 90 000 Euro); Brück (Sanierung Kita „Hasenbande“, 249 000 Euro).

Amt Niemegk: Rathaus Niemegk (Keller-Umbau, 54100 Euro); Agrargenossenschaft Rädigke (Ölmühle und Käserei 400 000 Euro); Schlalach (Sanierung des historischen Stallgiebels von Familie Engel, 26 000 Euro).

Treuenbrietzen: Kirche Bardenitz (Innensanierung, 260 000 Euro).

Wiesenburg/Mark: Rückbau Tennisplatz im Park, 24 000 Euro; Ausbau Landwarenhandel am Mühlenplatz, 40 000 Euro; Etablierung der Kunsthalle als Familienzentrum, 700 000 Euro.

Görzke: Sanierung des Hofes der Gärtnerei Norbert Bartlog, 18 000 Euro.

Außerdem sind drei Anträge auf Förderung des ländlichen Wegebaus gestellt: in Golzow-Grüneiche, in Brück-Gömnigk sowie für die Piste von Schlalach über Brachwitz nach Buchholz (bei Beelitz).

Aus den fünf Kommunen im Hohen Fläming liegen 17 Anträge vor. Die Bandbreite reicht vom ländlichen Wegebau über Sanierung von Sportplätzen und kommunalen Einrichtungen bis zu touristischen Attraktionen. So würden die Betreiber der Forellenzucht Rottstock ihr Angebot gern um einen Hochseilgarten im angrenzendem Wald ergänzen. Matthias Engels stellte die Idee jetzt im Naturparkzentrum „Alte Brennerei“ vor, wohin Regionalmanager Heiko Bansen eingeladen hatte. Dort kamen etliche Vorhaben aus der privaten Wirtschaft zur Sprache. Zu den besonders interessanten Projekten gehört der Aufbau einer Gläsernen Käserei bei der Agrargenossenschaft „Hoher Fläming“ in Rädigke, Mit der Erweiterung der Rapsölproduktion und der Einrichtung eines Hofladens will sie Menschen anziehen und vor allem vor Ort die Arbeitsplätzen sichern, heißt es.

Ob allen Antragstellern klar ist, dass ihre angepeilten Bauzeiten nicht immer zu halten sein werden, wurde nicht deutlich. Denn jetzt werden alle Vorhaben auf Förderfähigkeit geprüft und dann _ quasi inhaltlich – mit Punkten bewertet. Mit der Befürwortung der Investitionen durch die Lokale Aktionsgruppe ist nur der erste Schritt getan. Der Antrag geht dann zum Landesamt. Dort wird alles ausführlich formell beleuchtet. Folgerichtig warten noch einige Akteure auf Geld, die schon im März 2015 bei der ersten Auswahl eine prinzipielle Zusage erhielten. Einige wurden doch noch abgelehnt, andere hatten nicht die Geduld und auf Förderung oder gar Vorhaben verzichtet. Von den im vergangenen Frühjahr befürworteten Projekten haben immerhin die ersten eine Bewilligung erhalten.

Von Andreas Koska

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