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Potsdam-Mittelmark Promedica gewinnt zwei Lose
Lokales Potsdam-Mittelmark Promedica gewinnt zwei Lose
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17:22 05.07.2018
Rettungswache in Jeserig/Fläming: Torsten Meyer beim Check von Materialien an Bord des Rettungswagen. Derzeit wird sie von den Johannitern betrieben. Zum 1. Oktober erfolgt der Wechsel zu Promedica. Quelle: Dirk Froehlich
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Mittelmark

 Der Kreistag hat am Donnerstag die Neuvergabe des Rettungsdienstes im Landkreis beschlossen. Die Abgeordneten folgten mit großer Mehrheit dem Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens. Demnach verteilen sich die Verantwortlichkeiten wie folgt: Die Rettungswachen in Brück, Michendorf und Teltow (Los 1) werden ab dem 1.Oktober 2018 vom Malteser Hilfsdienst betrieben. Die Johanniter Unfallhilfe übernimmt zum selben Zeitpunkt die Rettungswachen Beelitz, Niemegk und Treuenbrietzen (Los3).

Kliniken wollen anfechten

Los 4 mit den Rettungswachen Bad Belzig, Dahlen, Jeserig/Fläming und Ziesar gehen an das private Unternehmen Promedica. Außerdem bekam Promedica den Zuschlag für das Los 2 mit den Rettungswachen in Groß Kreutz, Bollmannsruh, Lehnin und Werder (Havel). Dort beginnt der neue Zeitraum der Leistungserbringung am 1. Januar 2019 und erstreckt sich bis zum Jahresende 2023. Vorgesehen ist die Option einer einmaligen Verlängerung bis zum 31. Dezember 2028.

Das Bad Belziger Landratsamt ist der Sitz des Kreistages. Quelle: Frank Bürstenbinder

Das Deutsche Rote Kreuz und die Kliniken Ernst von Bergmann konnten sich im Ausschreibungsverfahren nicht durchsetzen. Mit Gelassenheit nimmt Landrat Wolfgang Blasig zu Kenntnis, dass die Klinken Ernst von Bergmann das Ergebnis anfechten wollen. Auch SPD-Fraktionschef Dietmar Otto geht davon aus, dass der Verwaltungschef keinen „Plan B“ benötigt. „Der Landkreis hat sich strikt an die Vergaberichtlinien gehalten“, sagte Otto auf der Kreistagssitzung. Seiner Ansicht nach würde das Ausschreibungsergebnis für sichere Arbeitsplätze bei den Leistungserbringern und für gute Löhne sorgen.

Keine Kommunalisierung

Zuvor hatte Astrid Rabinowitsch (Die Linke) erklärt, dass ihre Fraktion der Vorlage nicht zustimmen werde. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen hatten mit dem Auslaufen der Altverträge bekanntlich eine Kommunalisierung des Rettungsdienstes favorisiert, was jedoch auf politischer Ebene des Kreistages keine Mehrheit fand. Insgesamt gab es sieben Nein-Stimmen und drei Enthaltungen.

Der Landkreis ist Träger des Rettungsdienstes. Dessen praktische Durchsetzung wurde europaweit ausgeschrieben. Zu den Aufgaben der Leistungserbringer gehören unter anderem die Durchführung der Notfallrettung, Krankentransporte, organisatorische Aufgaben, die Wartung der Reservetechnik und die Mitwirkung bei Großschadenslagen mit vielen verletzten oder erkrankten Personen. Jeder Bieter konnte sich auf zwei Lose bewerben.

Von Frank Bürstenbinder

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