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Promi-Hilfe für die Kirchensanierung

Für Nudower Gotteshaus werden noch 50 000 Euro gebraucht Promi-Hilfe für die Kirchensanierung

Es ist inzwischen Tradition, dass große Kunst oder prominente Menschen immer im August ins kleine Dorf Nudow kommen. Erst waren es Werke etwa von Picasso oder Dali, die in der Kirche ausgestellt wurden. Jetzt sind es Prominente wie Hans Otto Bräutigam oder Manfred Stolpe, die leibhaftig den Ort besuchen – für einen guten Zweck.

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Hans Otto Bräutigam, Manfred Stolpe und Thomas Engelhardt am Sonntag vor der anschließend voll besetzten Nudower Kirche (v.r.).

Quelle: Köster

Nudow. Irgendjemand sollte das, was seit einiger Zeit jedes Jahr im August in Nudow passiert, im Geschichtsbuch des Ortes festhalten. Es gehört dort hinein, damit es nicht vergessen wird. Erst war es die große Kunst, etwa Werke von Picasso, Dali, Barlach oder Chagall, die ins kleine Dorf kamen. Jetzt sind es gestandene Promis, die den Weg nach Nudow finden.

Am Sonntag war zum Beispiel Hans Otto Bräutigam da – in den 1980er Jahren der Mann der Bundesrepublik Deutschland in Ostberlin, wo er acht Jahre die Ständige Vertretung seines Landes in der DDR leitete. Bräutigam las am Sonntagnachmittag in der bis auf den letzten Platz gefüllten Nudower Kirche aus seinem Buch „Meine Brandenburger Jahre“ und hatte dabei den Mann an seiner Seite, der ihn nach der deutschen Vereinigung ins Brandenburgische lotste. Im Kabinett von Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe, von dem die Rede ist, war Bräutigam Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten.

Die beiden Weggefährten waren zusammen in Nudow, um Gutes zu tun. Wenn Prominenz ins Dorf geholt wird, geht es nämlich fast immer um die Sanierung der Kirche. Schon die Bilderausstellungen mit Picasso- und Dali-Werken halfen bis 2013 mit, Geld einzusammeln für das kleine Gotteshaus. Nach den Bilderschauen begannen ab 2014 die Autorenlesungen – zugunsten der Sanierung der Dorf- und Kronkirche. Denn das Werk ist noch nicht vollbracht.

„Der Glockenturm ist innen noch zu sanieren, auch die Läutekammer und alle Fenster im Kirchenschiff“, sagt Thomas Engelhardt, der Mann, der Bräutigam und Stolpe ins Dorf lockte. Engelhardt ist Vorsitzender des Nudower Gemeindekirchenrates und hatte zuvor schon zehn Jahre lang mit der Berliner Galeristin Ursula Hollop die aufsehenerregenden Bilderausstellungen organisiert.

Engelhardt schätzt, dass jetzt noch 50 000 Euro gebraucht werden, um das Sanierungswerk zu vollenden. Das Geld wird auch noch für eine Grundinstandsetzung der Schuke-Orgel benötigt. Die Orgel im Nudower Gotteshaus stammt laut Engelhardt aus den 1930er Jahren und wurde vom Großvater des heutigen Inhabers der Schuke-Firma gebaut.

Von Jens Steglich

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