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Potsdam-Mittelmark Protest gegen Essen aus Wärmebehältern
Lokales Potsdam-Mittelmark Protest gegen Essen aus Wärmebehältern
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18:30 14.07.2015
Frisches Mittagessen soll auf den Tisch. Der neue Liefervertrag sieht Essen, das im Schnellverfahren abgekühlt wird, um die Qualität über längere Tramsportzeiten hinaus zu bewahren, aber nicht mehr vor. Quelle: dpa
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Michendorf

Noch bevor die Umstellung der Essensversorgung in den Kitas der Gemeinde Michendorf gestartet ist, gibt es Protest. Eltern von Kindern aus Langerwischer und Wildenbrucher Kindergärten kämpfen für ein Mittagsmahl, das weiterhin im Cook-and-Chill-Verfahren zubereitet und geliefert wird. Dabei werden warme Speisen kurz nach Zubereitung abgekühlt, um deren Qualität auch über längere Transportzeiten hinaus zu bewahren. Das Verfahren wird derzeit fürs Essen in Kitas in Langerwisch und Wildenbruch angewandt, allerdings nur noch bis 1. August. Ab dem Tag wird für alle Kitas die Mittagsverpflegung in Wärmebehältern geliefert. So ist es mit Sodexo vertraglich vereinbart. Die Gemeinde hatte die Mittagsversorgung neu ausgeschrieben. Frische Kost mit mehr regionalen Produkten als bisher sollen auf die Tische kommen. Mit Sodexo, der Caterer kocht in Treuenbrietzen, wurde deshalb auch ein kurze Warmhaltezeit der Kost von 90 Minuten vereinbart.

In den Kitas, die bisher Cook-and-Chill-Essen bekamen, wird das indes als Verschlechterung angesehen. Die Kühlkost habe den Vorteil, dass die Speisen ihren vollen Geschmack behalten und keine Vitamine verlieren. Kartoffeln werden nicht matschig, Möhren bleiben knackig. Mit der Lieferung in Wärmebehältern „wird uns auch die Flexibilität genommen, qualitativ hochwertiges Essen anzubieten“, hieß es in einer Kita. Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) plädiert dafür, dem neuen Angebot eine Chance zu geben. Bereits im Oktober soll in den Kita-Ausschüssen ein erstes Resümee gezogen werden. „Sollte es riesige Unzufriedenheit geben, sind Änderungen möglich.“ Der neue Vertrag mit Sodexo gilt für ein Jahr.

„Wenn man mit dem Vertragspartner redet, ist vieles möglich“, sagt Langerwischs Ortschef Wolfgang Kroll, der dafür plädiert, die Kühlkostlieferung beizubehalten. Allerdings soll es aus Platzgründen nicht möglich sein, in allen Kitas das Kühlverfahren zu nutzen, hieß es in der Verwaltung.

Von Jens Steglich

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