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Protest gegen Windräder nimmt zu

Bliesendorfer wollen Wald schützen Protest gegen Windräder nimmt zu

Gegen den Bau von elf Windrädern in der Bliesendorfer Heide und im Wald wehren sich Anwohner und eine Bürgerinitiative. Sie befürchten massive Beeinträchtigung für die Gesundheit der Anwohner und den Wald. Die Stadt Werder als Erholungsort steht an der Seite der BI und will die Anziehungskraft der Stadt Werder bewahrt sehen.

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Windräder im Wald will die BI Bliesendorf nicht zulassen.

Quelle: privat

Werder . Die Bürgerinitiative Bliesendorf gegen Windräder im heimischen Wald wird die Investoren am Donnerstag zur Infoveranstaltung im Gemeindezentrum ganz gewiss nicht mit Beifall empfangen. Ganz im Gegenteil, der Gegenwind aus Bliesendorf wird stärker. „Die Windenergieunternehmen wollen nicht nur Teile unserer Landschaft im Erholungsort belasten, sondern neuerdings auch Bürgerbeteiligung erkaufen“, beklagt Eveline Kroll von der BI Bliesendorf. „Bürger werden überrumpelt, Geld in sogenannte Bürgerwindräder zu stecken. Ich kann vor so einer Risikoanlage nur warnen. Anwohner, die an Windparks wohnen, setzen mit solchen Anlagen ihre eigene Lebensqualität aus Spiel.“ Laut BI wollen die Firma Uka zwei und die Firma Prokon neun Windräder im Gebiet zwischen Bliesendorf, Klaistow und Ferch errichten.

Doch die Bürgerinitiative will es soweit nie kommen lassen. Schon als die ersten Pläne für Windparks im inzwischen rechtskräftigen Regionalplan Havelland- Fläming spruchreif wurden, haben die Bliesendorfer ihre Protestbewegung gestartet und seitdem stetig ausgebaut. „Und die Stadt Werder unterstützt uns, gibt als beteiligte Kommune nicht ihr Einverständnis für den Windpark“, sagt Kroll. Werder mit dem Ortsteil Bliesendorf sei schließlich anerkannter Erholungsort und Touristenmagnet. „Doch welcher Gast wünscht sich schon einen Windpark im Wald, abgesehen von den Belastungen, die auf die Anwohner zukommen“, betont Kroll.

Um auf die drohenden Beeinträchtigungen durch einen Park mit bis zu 50 Windrädern aufmerksam zu machen, hat die BI in den vergangenen Monaten mehrfach zu Wanderungen eingeladen. Dabei haben die Bürger auch die einzigartige geschützte Dünenlandschaft kennengelernt. „Doch die bis zu 200 Meter hohen Windräder machen auch die Menschen krank. Deshalb gibt es zum Beispiel in Großbritannien einen Mindestabstand von drei Kilometer zu den Wohnbereichen“, sagt Kroll. „Der zu kleine Mindestabstand von einem Kilometer zu Wohnhäusern wird bei dem geplanten Gebiet in Bliesendorf nicht mal eingehalten“, wettert Kroll, zugleich Ortsvorsteherin in Bliesendorf. Im Gebiet Resau sei die Anlage nur 600 Meter und in Bliesendorf 800 Meter dicht an Wohnhäusern vorgesehen.

Mit den Windrädern verliert für die BI die Stadt Werder deutlich an Anziehungskraft. „Unser Wald ist ein wichtiges Naherholungsgebiet, wo für Industrieanlagen einfach kein Platz ist“, sagt Kroll. Die BI lehnt alternative Energielieferanten nicht grundsätzlich ab. Aber gegen die Ansiedlung von Windrädern in der Bliesendorfer Naturlandschaft und nahe von Wohnhäusern wird sie sich weiter zu wehren wissen. An dieser Ablehnung kann auch die Lage des Windparks entlang der lärmenden Autobahn A10 nichts ändern. Und vom Start des Volksbegehrens der Initiative „Rettet den Wald“ für größere Abstände zur Wohnbebauung und gegen Windräder im Wald im Januar verspricht sich die BI neue Impulse. Auch wenn sie zu keiner Zeit daran gedacht hat, im Kampf gegen die Windräder nachzulassen.

Von Regine Greiner

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