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Potsdam-Mittelmark Prüfung für Dobermann und Riesenschnauzer
Lokales Potsdam-Mittelmark Prüfung für Dobermann und Riesenschnauzer
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15:14 04.11.2018
Katrin Steckers Riesenschnauzer Udo hatte den richtigen Riecher bei der Fährtensuche. Quelle: Christine Lummert
Netzen

„So ein Hund ist auch nur ein Mensch“, weiß Jacqueline Lau, die stellvertretende Vorsitzende des Netzener Hundesportvereins (HSV) aus eigener Erfahrung. Ihr Dobermann-Hündin CheryLady war bei der Herbstprüfung, die in jedem Jahr rund um den Hundeplatz in Netzen stattfindet, im Teilbereich Fährtensuche mit 92 von 100 zu erreichenden Punkten aktuell durchaus erfolgreich. „Denn wir sind aber auch schon mal mit viel weniger vom Feld gegangen“, sagt Lau.

Zwei Mal im Jahr bekommen die Halter von sogenannten Gebrauchshunden auf dem Hundeplatz in Netzen die Gelegenheit, das Können ihrer Vierbeiner in verschiedenen Prüfungskategorien zu zeigen.

Seit 1987 gibt es in Netzen des Hundesportverein, der zurzeit zwölf Mitglieder hat, die vor allem sogenannte Gebrauchshunderassen halten. „Dobermann, Schäferhund, Malinois und Riesenschnauzer zählen zum Beispiel dazu und diese Rassen sind darauf gezüchtet, etwas leisten zu wollen und sollten deshalb auch entsprechend gefordert werden“, erklärt Sybille Rolle, die seit drei Jahren den HSV Netzen leitet.

Immer im Frühjahr und im Herbst organisiert der Verein Prüfungstage, bei denen die teilnehmenden Hunde im Team mit ihrem Besitzer in verschiedenen Teilbereichen auf ihr Können geprüft werden.

Kommandos müssen sitzen

Als Leistungsrichter beurteilte Thomas Bretschneider vom Deutschen Verband für Gebrauchshundsportvereine die Prüfungen und verteilte Punkte, die für die Qualifikation zu Landesmeisterschaften berechtigen. Zehn Hundehalter aus drei Bundesländern nahmen teil.

Grundlage für jeden Hundesport ist erst allerdings erst einmal das erfolgreiche Bestehen der Begleithundeprüfung. Dort muss ein Hund zeigen, dass er auf seinen Besitzer hört, auch im Freilauf auf Zuruf zur Herrchen oder Frauchen zurückkommt, die Kommandos Sitz und Platz beherrscht und in Alltagssituationen unter Kontrolle bleibt.

Bandits Premiere

Marion Hinze aus Möser in Sachsen-Anhalt trat mit ihrem 21 Monate alten Dobermann Bandit zu dieser Prüfung an und die beiden machten ihre Sache gut. „Das ist das erste Mal, dass ich selbst mit einem Hund an einer Prüfung teilnehme“, erzählt er.

Geübt wurde regelmäßig und so ließ sich Bandit auch nicht von Joggern, Radlern oder anderen Hunden irritieren, sondern hörte auf seine Besitzerin.

Bis Hinze und Bandit soweit wie Katrin Stecker und ihr Riesenschnauzer Udo sind, muss noch weiter geübt werden. Der fünfjährige Udo ist nämlich ein Spezialist im Bereich Fährtensuche.

Hoher Finderwillen

Leistungsrichter Bretschneider bestätigte dem Hund einen hohen Finderwillen. „Er zieht mit seiner Schnauze eine richtige Furche in den Acker.“

Belohnt wurde Udos Leistung mit 99 Punkten und der Qualifikation für die Landesmeisterschaft. Und Frauchen musste für das Ergebnis eine Flasche Sekt zum Anstoßen spendieren.

Von Christine Lummert

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