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Qualitätssiegel für Burgenroute wohl bestätigt

Wandern im Hohen Fläming Qualitätssiegel für Burgenroute wohl bestätigt

Der Burgenwanderweg darf wohl für weitere drei Jahre das Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ tragen. Damit wird das 2010 erstmals für die 147 Kilometer lange Strecke – von der Burg Eisenhardt zur Burg Rabenstein, zum Wiesenburger Schloss, zur Burg Ziesar – verliehene Prädikat zum dritten Mal bestätigt. Der Rennsteig in Thüringen gehört zur gleichen Kategorie.

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Auch im Winter schön: der Burgenwanderweg bei Lühnsdorf.

Quelle: Foto: Maz/archiv

Bad Belzig. Der Burgenwanderweg im Hohen Fläming darf wohl für weitere drei Jahre das Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ tragen. Damit wird das 2010 erstmals für die 147 Kilometer lange Strecke – von der Burg Eisenhardt zur Burg Rabenstein, zum Wiesenburger Schloss, zur Burg Ziesar und wieder zurück in die Kur- und Kreisstadt – verliehene Prädikat zum dritten Mal bestätigt. In der Mark Brandenburg gibt gerade eine Hand voll vergleichbarer Angebote – der Rennsteig in Thüringen gehört indes zur gleichen Kategorie.

Die offizielle Urkunde, welche die Erfüllung der hohen Ansprüche bescheinigt, soll dem Vernehmen nach am kommenden Wochenende bei der Messe „Fahrrad- und Erlebnisreisen“ in Stuttgart feierlich überreicht werden. Der Deutsche Wanderverband hat freilich noch auf die offizielle Bekanntgabe verwiesen.

Urkunde soll am Wochenende überreicht werden

Dietmar Bölke, im Landratsamt Bad Belzig zuständig für die touristischen Wegenetze, will jedenfalls vor Ort sein. Neben ihm wird Bernhard Mainzer vom Märkischen Wanderbund an dem Zeremoniell teilnehmen.

Als Botschafter der Region bei den alljährlichen Jahrestreffen unterwegs kann er dann weiter mit der hiesigen Premium-Offerte sowie den vor Jahresfrist erstmals zertifizierten Kunstwanderrouten zwischen Bad Belzig und Wiesenburg aufwarten, was nicht selbstverständlich sei.

Darauf wird Wert gelegt

Neun Kern- und 23 Wahlkriterien werden bei der Zertifizierung der Qualitätswanderwege begutachtet.

Allein die Vorschriften für den Wegezustand sind spezifisch: Auf 4000 Meter müssen mindestens 1000 Meter naturbelassen und gut begehbar sein; höchstens 300 Meter schlechte (Schotter-) Piste und nie mehr als 50 Meter befahrene Straße sind zulässig.

Markierung und Beschilderung – lückenlos und korrekt – sind entscheidend.

Attraktionen in der Landschaft, kulturelle Höhepunkte und Gasthöfe (sie bringen wiederum Zusatzpunkte) sowie Anschluss an Bus und Bahn gilt es, einzubinden.

60 000 Euro gibt der Landkreis Potsdam-Mittelmark für den Erhalt aller von ihm ausgewiesenen Wanderwege zwischen Havel und Fläming jedes Jahr aus. Der Burgenwanderweg wird dabei weiterhin praktisch vom Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark betreut. Doch wegen allgemein weniger Personal in der Arbeitsförderung und neuer Aufgaben wie dem Betrieb von Asylbewerberheimen gilt der Route aktuell womöglich nicht das Hauptaugenmerk. Doch bleibt der Vereinssitz in Kuhlowitz allemal das Wanderkompetenzzentrum.

„Obendrein ist es nicht nur gelungen, fast überall in Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern die Schäden der Windbrüche aus dem Frühsommer zu beheben“, sagt Dietmar Bölke.

Wanderkompetenzzentrum in Kuhlowitz

Die umgestürzten Bäume hatten teilweise den Weg blockiert. Viel mehr ist gar der Ausblick vom Turm „Schöne Aussicht“ bei Groß Briesen wieder frei. Zu dem Zweck war eine Abstimmung mit der Eigentümerfamilie Solms-Hohensolms-Lich in Schweden nötig. Bleiben landschaftliche Vielfalt und attraktive Sehenswürdigkeiten in der Regel unverändert, geht es vor allem darum, die Kennzeichnung und die Ausstattung der Routen sowie die touristische Infrastruktur zu erhalten oder gar zu verbessern. Im zweiten Halbjahr waren wieder Prüfer unterwegs, die unangemeldet einige der Abschnitte unter die Sohlen genommen haben.

In den so genannten Kern- und Wahlkriterien wurden – drei Jahre nach dem 112. Deutschen Wandertag hierzulande – von den Experten aus Kassel kaum Mängel festgestellt.

Einige Auflagen der strengen Werter, beispielsweise zu Markierungen, wurden erfüllt. Die Verantwortlichen haben sie auch dokumentiert, so dass der Zertifizierung im Wortsinne nichts mehr entgegen stand.

Von René Gaffron

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