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Sportler bauen Mehrzweckgebäude fertig

RSV Eintracht Stahnsdorf Sportler bauen Mehrzweckgebäude fertig

Der Regionale Sportverein (RSV) 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf kann sein halb fertiges Wirtschafts- und Sozialgebäude zu Ende bauen. Dafür stellt ihm das Land Brandenburg Fördermittel in Aussicht. Bedingung ist allerdings, dass die Sportler ihr Gelände mindestens 25 Jahre nach Fertigstellung des neuen Objektes weiter nutzen können.

Stahnsdorf, Heinrich-Zille-Straße 32 52.38984 13.1927
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Die Fußballer des RSV Eintracht Stahnsdorf spielen in der Landesliga Nord. Hier trifft Abwehrspieler Paul Langleist (l.) gegen Torhüter Florian Müller vom FSV Babelsberg 74.

Quelle: Jan Kuppert

Stahnsdorf. In einer Sondersitzung hat der Stahnsdorfer Hauptausschuss beschlossen, den Nutzungsvertrag mit dem Regionalen Sportverein (RSV) Eintracht 1949 Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf für die Sportanlage in der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Straße bis zum Jahr 2043 zu verlängern. Dem Vereinsvorsitzenden Michael Grunwaldt war es schon sehr unangenehm, die Ausschussmitglieder teilweise aus dem Urlaub an den Sitzungstisch zu bitten. Doch für die unaufschiebbare Eilentscheidung gab es triftige Gründe.

Denn der RSV Eintracht kann auf finanzielle Unterstützung aus dem neuen Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Landes Brandenburg hoffen. Damit ließe sich das neue Wirtschafts- und Sozialgebäude auf dem Sportgelände fertigstellen, dessen erster Teil Ende August 2012 freigegeben wurde. Allerdings muss der Förderantrag mit den kompletten Unterlagen bis zum 15. August beim Kreissportbund Potsdam-Mittelmark vorliegen.

Früher hatten die Sportler bis zum 15. Dezember Zeit, Zuschüsse für das Folgejahr zu beantragen. Bedingung für die Förderung des Projektes ist aber, dass der Sportverein ein vertraglich besiegeltes Nutzungsrecht für die Sportanlage für mindestens 25 Jahre nach Fertigstellung des neuen Objektes vorweisen kann. Grunwaldt geht davon aus, dass der Ergänzungsbau zu Beginn des Jahres 2018 bezugsfertig sein wird. Die Laufzeit des bisherigen Nutzungsvertrages erfüllte die Vorgabe jedoch nicht. Die Vereinbarung, die im Juli 2006 abgeschlossen wurde, endete 2030.

Eine halbe Million Euro für den Erweiterungsbau

Rund 495 000 Euro Förderung hat der Sportverein beantragt. 75 Prozent – 370 000 Euro – haben ihm Landessportbund und Sportministerium in Aussicht gestellt. Die restlichen 125 000 Euro muss der RSV selbst aufbringen. Für eine Kreditaufnahme müsste der Verein Eigentümer der Sportanlage sein oder der Vorstand persönlich oder ein Dritter für Sicherheiten bürgen, sagt Vereinsvorstand Grunwaldt.

Die Sportler wollen die Gemeinde Stahnsdorf bitten, für sie die Bürgschaft zu übernehmen. Für die Gemeindevertretersitzung am 6. Oktober will der Sportchef einen Antrag vorbereiten. „Wir werden auch Sponsoren suchen, die uns bei der Restfinanzierung helfen wollen, doch allein damit werden wir die Gesamtsumme nicht aufbringen“, sagt Grunwaldt. Auf die Unterstützung der Nachbarkommunen Teltow und Kleinmachnow wie beim ersten Bauabschnitt wird der RSV diesmal nicht bauen können. Kleinmachnow will das eigene Sportforum sanieren, Teltow hat ebenfalls für eigene Projekte Fördermittel beantragt.

800 Fußballer im Verein

Wie schon im ersten Flügel sollen auch im Ergänzungsbau im Erdgeschoss Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen eingerichtet werden. Im Obergeschoss des vorhandenen Gebäudes haben die Sportler einen Kursraum sowie die Haustechnik untergebracht. Im Neubau sollen über den Umkleideräumen, Duschen und WCs eingerichtet werden. Auch einen Aufzug wird das gesamte Gebäude bekommen. „Dann können wir allen Sportlern bessere soziale und sanitäre Bedingungen bieten. Wir haben allein 800 Fußballer und auf dem Rasen meist mehrere parallele Punktspiele“, sagt Grunwaldt. Er hofft, mit den zusätzlichen Räumen unter anderem die Warteliste für das Kinderturnen kürzen zu können. Auch Tagesmütter haben schon nach Möglichkeiten angefragt. Perspektivisch plant der RSV, den Platz hinter dem neuen Mehrzweckgebäude als Sportfeld auszubauen, auf dem jetzt noch die Baucontainer stehen. Für das gesamte Gebäude gibt es bereits eine Baugenehmigung. Wenn die Finanzierung steht, könnten noch in diesem Winter die Bauleistungen ausgeschrieben werden. Dann würden im Frühjahr 2017 die Bauarbeiten beginnen, so Michael Grunwaldt.

RSV Eintracht Stahnsdorf hat aktuell 3300 Mitglieder

Der Regionale Sportverein (RSV)
Eintracht 1949 zählt aktuell 3300 Mitglieder in 13 Abteilungen.

Für den ersten Bauabschnitt erhielt der RSV seinerzeit nach Angaben seines Vorsitzenden Michael Grunwaldt rund 130 000 Euro Fördermittel. Das Geld wurde nach dem sogenannten Goldenen Plan bereitgestellt und stammte aus dem ehemaligen Vermögen der DDR-Parteien und -Organisationen. Die Gesamtinvestition betrug damals rund 650 000 Euro.

Zur Bewilligung von Fördermitteln für das Folgejahr muss der Sportverein bis zum 15. Juli eines jeden Jahres einen sogenannten Vorantrag beim Kreisspotbund Potsdam-Mittelmark stellen.

Der Kreissportbund erstellt eine Prioritätenliste der Förderprojekte und reicht sie beim Landessportbund ein. Dieser prüft mit dem Sportministerium, ob der Verein einen Antrag stellen kann. Der Antrag muss dann bis zum 15. Dezember mit den kompletten Unterlagen vorliegen.

Vor dem Neubau hatte der RSV nur einige Umkleidekabinen in der Vereinsgaststätte. Viele Sportler kamen schon in Sportkleidung aufs Gelände und fuhren nach dem Training oder dem Wettkampf in ihr wieder nach Hause.

Von Heinz Helwig

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