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Raben-Dame zeigt ihre Krallen

Raben Raben-Dame zeigt ihre Krallen

Beim Herbstspektakel auf Burg Rabenstein ging es am Wochenende hauptsächlich familiär zu. Spielleute sorgten für Unterhaltung, flauschige Tiere durften gestreichelt werden. Nicht aber die Raben-Dame „Mara“. Doch sie war nicht der einzige Blickfang beim mittelalterlichen Treiben.

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Foto ja, anfassen nicht: Raben-Dame Mara, Besitzerin Anastasija Wolchanov und Besucherin Melanie aus Coswig/Anhalt.

Raben. Mehr Tiere, mehr Unterhaltung, mehr Angebote für Familien – das war der Rabensteiner Herbst vom vergangenen Wochenende. 13 Mal hatte Ralf Kirsten alias Ralf der Rabe die Mittelalterveranstaltung auf Burg Rabenstein bereits veranstaltet. „Das Konzept aus mittelalterlichem Markt, Gauklern und Musikern hat sich bewährt. Da bedarf es von Jahr zu Jahr nur noch Feinabstimmungen“, so der froh gestimmte Organisator. Dass das Konzept ankommt, zeigen die mehreren hundert Menschen die vor allem am sonnigen Samstag zu der Veranstaltung auf dem Steilen Hagen strömten.

Auf sie warteten bereits recht nah am Eingang die beiden Alpakas John und Ursus auf die Besucher. Kaum jemand kam daran vorbei, ohne die beiden Tiere mit ihrem flauschigen Fell zu streicheln. Karolin Henning und Christian Meinicke aus Schönebeck hatten ihre kleine „Frohnanza Ranch“ aufgebaut und die beiden Therapietiere dort einquartiert. Für die Alpakas und ihre Besitzer war es freilich der erste Besuch auf Burg Rabenstein.

Mittelalter-Freunde wie eine Familie

Dennoch fühlten sie sich in der Kulisse schnell heimisch. „Wir sind einfach eine kleine Familie. Meist trifft man auf den Festen die gleichen Schausteller“, sagt Karolin Henning. Sie hatte Ralf Kirsten bei einem historischen Spektakel in Ferch diesen Sommer kennengelernt und war gleich für seinen Rabensteiner Herbst gewonnen worden.

Auf dem Innenhof des historischen Gemäuers wartete der nächste Hingucker: Raben-Dame Mara schaute sich zutraulich die Besucher an, die an ihr vorbei gingen. Nicht selten musste Anastasija Wolchanov warnend den Zeigefinger erheben. „Bitte nicht anfassen“, sagte sie immer wieder. Ein Foto war aber möglich. Ganz Mutige durften den 14 Jahre alten Vogel sogar auf dem Arm halten - aber auf einem schützenden Handschuh. „Die Krallen von Mara sind sehr scharf“, erklärte die aus St. Petersburg stammende Besitzerin.

Die 14. Ausgabe des Rabensteiner Herbstes stand unter dem Motto „Im Zauber der Spielleute und Gaukler“ und so war es nicht verwunderlich, dass fast permanent enthusiastisch gesungen, fröhlich gegaukelt und hingebungsvoll getanzt wurde. Außerdem unterhielten Märchenerzähler und Kreuzritter das Publikum.

Gastgeber Ralf Rabe beim Herbstspektakel auf Burg Rabenstein

Gastgeber Ralf Rabe beim Herbstspektakel auf Burg Rabenstein

Quelle: Stefan Specht

In diesem Jahr hatte sich Ralf Kirsten Unterstützung geholt. Hatte er bislang Organisation und eigene Auftritte mit seiner Band, den Rabenbrüdern, alleine gestemmt. So half ihm in diesem Jahr der Sänger der Rockband Excelsis, Thomas Nehrkorn, bei vielen Wegen. „Für mich ist das selbstverständlich. Ich kenne diese Doppelbelastung von früher, als ich in Schlalach Rock am Kuhstall organisiert habe und selbst aufgetreten bin. Das geht eigentlich gar nicht.“

Cosplayer als zusätzlicher Blickfang

Einen besonderen Hingucker bildet schließlich am Samstag noch ungeplant eine Gruppe seltsam anmutender junger Frauen und Männer. Sie wandelten in Kostümen durch die Besuchermenge und gehörten doch nicht zu den eigentlichen Darstellern. Es waren so genannte Cosplayer, die sich einem Trend aus Japan folgend verkleiden. Sie reisten aus Coswig/Anhalt und Berlin an und waren eigentlich mit einem Fotografen zu einem stillen Shooting verabredet.

Zusätzliche Attraktion

Zusätzliche Attraktion: Cosplayer auf Burg Rabenstein

Quelle: Stefan Specht

„Ich wusste nicht, dass am Wochenende der Rabensteiner Herbst ist“, sagte Fotograf Patrick Krüger. Der Brieselanger und seine Models nahmen es locker. Sie schauten sich die Stände an und fotografierten anschließend im nahen Wald. Nur eins fand Luna Chan, eines der Models, bemerkenswert: „Normalerweise fallen wir extrem mit unseren Kostümen auf. Hier sind selbst viele Besucher mittelalterlich angezogen, da sind wir gar nichts Besonders.“

Von Stefan Specht

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