Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Radbrücke wird teurer als gedacht
Lokales Potsdam-Mittelmark Radbrücke wird teurer als gedacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:44 22.02.2018
Die Eisenbahnbrücke verbindet die Adolf-Damaschke-Straße in Werder mit dem Galliner Damm in Wildpark-West. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Mindestens drei Jahre lang müssen Radfahrer ihre Drahtesel noch mühsam auf die Eisenbahnbrücke tragen, um auf schnellstem Weg von Werder nach Wildpark-West zu kommen. Die Arbeiten an der lang ersehnten Radbrücke sollen nach aktuellem Stand erst 2020 beginnen, wie Stadt Potsdam jetzt auf MAZ-Anfrage mitgeteilt hat. Fertig wäre sie dann ein Jahr später. Die Landeshauptstadt beauftragt und begleitet die Planung der zum Gesamtprojekt Radschnellweg zwischen Werder und Potsdam gehörenden Brücke. Rathaussprecherin Friederike Herold zufolge ist die Vorplanung mit mehreren Varianten einer Querung über die Havel inklusive Rampen und Wege in vollem Gange. „Diese soll noch im ersten Quartal 2018 abgeschlossen werden“, sagte sie.

Es bleibe bei dem Vorhaben, die etwa hundert Meter lange Rad- und Fußgängerbrücke parallel zur Eisenbahnbrücke zu bauen, erklärte die Sprecherin. Favorisiert wird die südliche Seite, was eine Fortsetzung des bestehenden Radweges auf der Werderaner Seite bedeuten würde. Was das Projekt genau kostet, stehe erst nach der Vorplanung fest. Die Summe hänge unter anderem von der Art und Beschaffenheit der Brücke ab. „Bisher wird mit insgesamt circa 4,1 Millionen Euro gerechnet“, so Friederike Herold. Bislang war die Rede von 3,3 Millionen. Die Kosten teilen sich zunächst die Landeshauptstadt und die Stadt Werder. Angestrebt wird eine Förderung aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg. Rampen und Wege zur Radbrücke zahlen die Kommunen Potsdam, Werder und Schwielowsee jeweils für ihr Gebiet. Auch dafür käme ein Zuschuss aus dem Landes-Fördertopf infrage.

In Wildpark-West soll als erster Schritt der Radweg verlegt werden

Laut Machbarkeitsstudie zu Radschnellwegen sei der Ausbau des direkten Weges durch den Wildpark nach Potsdam erst langfristig vorgesehen, so Friederike Herold weiter. Diese Trasse würde die neue Brücke an die Kreuzung Forststraße/Werderscher Damm anbinden. Damit sei aber nicht vor 2025 zu rechnen. Radschnellwege sind laut dieser Studie speziell ausgebaute, sehr breite Radwege, die außerorts möglichst kreuzungsfrei verlaufen. Mit ihnen wird das Ziel einer zügigen, komfortablen und sicheren Verbindung für Radfahrer auch auf längeren Strecken verfolgt.

Die politischen Gremien der Gemeinde Schwielowsee beschäftigen sich derzeit schon mit einem ersten Schritt in Richtung Radbrücke. In Wildpark-West soll der Radweg im Bereich der Bootswerft umverlegt werden. Weil er an dieser Stelle sehr schmal und in den Kurven schlecht einsehbar ist, kam es bereits zu mehreren Unfällen zwischen Radfahrern. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Werft hat die Verwaltung über eine bessere Führung des Radweges beraten. Der neue und breitere Weg soll um die Werft herum verlaufen und an die Brücke heranführen. Dafür müssen Flächen getauscht werden. Der Ortsbeirat Geltow und auch der Bauausschuss der Gemeinde haben dafür einstimmig grünes Licht gegeben. Im aktuellen Haushalt hat die Gemeinde 20 000 Euro zugunsten der Planung berücksichtigt. Die Stadt Werder plant laut aktuellem Haushaltsentwurf für die Radstrecke neben der Eisenbahnbrücke bis zum Jahr 2022 insgesamt rund 1,14 Millionen Euro ein.

Entlastung und neues Angebot

Laut Machbarkeitsstudie ist ein Radschnellweg zwischen Potsdam und Werder aus verschiedenen Gründen sinnvoll und erforderlich.

Aus Werderaner Sicht sei eine bessere Anbindung der Havelauen-Bewohner als Argument zu nennen. Weitere Potenziale würden sich aus der Henning-von-Tresckow-Kaserne, dem Wissenschaftspark Golm und den Uni-Standorten in Golm und Am Neuen Palais ergeben.

Außerdem könnte eine bessere Radverbindung auch die Zeppelinstraße in Potsdam entlasten.

Von Luise Fröhlich

Die Jeseriger Grundschule braucht mehr Platz. Der Grund ist ein prognostiziertes Anwachsen der Schülerzahl um 20 Prozent binnen der nächsten sechs Jahre. Schule und Gemeinde Groß Kreutz (Havel) sind derzeit in Abstimmung, wie ein möglicher Anbau aussehen könnte.

20.01.2018

Unappetitlicher Fund bei Bensdorf: Unbekannte haben am Plauer Weg den Kadaver eines Schlachtschweins abgekippt. Die Gemeinde musste sich um den Abtransport der Tierreste kümmern. Die Hintergründe des Vorfalls sind unklar. Brisant ist die illegale Entsorgung aus einem ganz anderen Grund. Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest geht um.

17.01.2018

Nicht zum ersten Mal fehlen Schilde und Schriftzüge, die eigentlich am Eingang des Truppenübungsplatzes Brück/Lehnin montiert sind. Da fragt sich nicht nur die Standortälteste Marico Klingler, ob Souvenirjäger am Werk waren, oder ob es sich um ein politisches Statement gegen die Truppe handelt.

20.01.2018