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Radikalreform für Teltower Verband gefordert

Antrag auf Umstieg zum Potsdamer Gebührenmodell Radikalreform für Teltower Verband gefordert

Es wäre eine radikale Wende, die bislang undenkbar war: Der Zweckverband „Teltow“ soll im Abwasserbereich vom bisherigen Beitrags- auf ein rein über Gebühren finanziertes Modell umsteigen. Das fordern zwei Fraktionen aus Stahnsdorf. Ein Umstieg würde alle Gerichtsverfahren zu Alt- und Neuanschließer-Fällen schlagartig beenden, wäre aber auch ein Kraftakt.

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Zur Einwohnerversammlung am Mittwochabend kamen etwa 250 Bürger, viele unterschrieben die Forderung, noch im Januar eine Verbandsversammlung einzuberufen

Quelle: Privat

Stahnsdorf. Der Zweckverband „Teltow“ (WAZV) soll einer Radikalreform unterzogen werden. Das fordern jedenfalls die Stahnsdorfer Fraktionen „Bürger für Bürger“ und „Die Neuen“ sowie die Klägergemeinschaft der Altanschließer. In einem Aufruf, der am Mittwochabend in einer Versammlung zur Altanschließer-Problematik die Runde machte, wird der WAZV aufgefordert, noch im Januar eine Verbandsversammlung durchzuführen, um Anträge zu behandeln, die einen Umstieg vom derzeitigen Beitrags- auf ein rein über Gebühren finanziertes Modell vorsehen. Die Umstellung hätte den Charme, dass alle Gerichtsverfahren und Querelen zu Alt- und Neuanschließer-Fällen zu den Akten gelegt werden könnten. Es wäre allerdings auch ein Kraftakt, der wohl ohne Erhöhung der monatlichen Verbrauchsgebühren nicht zu stemmen ist.  Bisher wurden im Verband Aufwendungen für Abwasseranlagen über die Mengengebühren, die alle Haushalte zahlen, und über Anschlussbeiträge finanziert, die nur Grundstückseigentümer aufbringen. Bei einer reinen Gebührenfinanzierung fielen die Anschlussbeiträge weg, alle bereits gezahlten müssten zurückerstattet werden. Dafür müsste der Verband einen Kredit aufnehmen. Zins und Tilgung würden dann auf die Gebühren aufgeschlagen, die alle Haushalte zahlen. Die Stadt Lübben hat die Kehrtwende 2014 vollzogen. Potsdam setzte von Anfang an aufs Gebührenmodell und hatte deshalb Ruhe an der Altanschließer-Front. Im Aufruf, den allein am Mittwochabend 184 Leute unterschrieben haben, wird auch der Rücktritt des Verbandsvorstehers Michael Grubert (SPD) gefordert.

Von Jens Steglich

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