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Potsdam-Mittelmark Radlader wühlt sich durch die Brautrummel
Lokales Potsdam-Mittelmark Radlader wühlt sich durch die Brautrummel
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00:18 25.02.2017
Die Brautrummel bei Grubo erhält ihre natürliche Form zurück und wird für Touristen attraktiver. Bis Jahresende soll alles fertig sein. Quelle: Danilo Hafer
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Grubo

Bauarbeiter und Landschaftsgärtner wühlen sich derzeit emsig durch die Brautrummel bei Grubo. Sie sorgen mit ihrer Arbeit dafür, dass diese von der Eiszeit geprägte Hügellandschaft bald für Touristen und einheimische Wanderfreunde attraktiver wird.

So soll der Wanderweg künftig ab dem Parkplatz an der Kreisstraße zwischen Bergholz und Grubo direkt in die eiszeitlich geprägte Schlucht führen. Bislang verläuft er parallel zunächst über ein Feld. „Dazu werden nun Feldsteine entfernt und Wildwuchs beseitigt“, erklärt Dietmar Bölke gegenüber der MAZ. Der Mitarbeiter der Kreisverwaltung ist für touristische Routen zuständig und begleitet das mit Fördergeld des Landes und der Europäischen Union finanzierte Projekt. In dessen Rahmen sollen zudem die von der Brautrummel abgehende Schweinerummel sowie der Weg zum Riesenstein begehbarer gemacht werden. Das nacheiszeitlich entstandene Trockental der Brautrummel ist mit seinen blütenreichen Trockenrasen Teil des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und landschaftlich besonders reizvoll.

Auch Schilder und Tafeln werden erneuert

Um Touristen dorthin zu locken, hatte Brandenburgs Landwirtschaftsminister, Jörg Vogelsänger (SPD), im Juli vorigen Jahres in der Brautrummel einen Förderbescheid über Leader-Geld in Höhe von mehr als 220 000 Euro an den Landkreis Potsdam-Mittelmark übergeben.

Zur Qualifizierung seines Wanderwegenetzes trägt der Kreis einen Eigenanteil von rund 73 400 Euro. Mit der Gesamtsumme von knapp 295 000 Euro werden bis zum Jahres ende neben den Arbeiten bei Grubo im Rahmen des Förderprojektes auch zwei neue Wanderwege in und um Niemegk sowie in der Gemeinde Nuthetal angelegt.

Neue Wege für Wanderer

Rund um Niemegk sollen mit dem Förderprojekt zwei neue Rundwanderwege ausgewiesen werden.

Sie erschließen die abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Mischwäldern, Weiden und weiten Äckern um die Kleinstadt.

Diese Wege erhalten direkten Anschluss an den Burgwanderweg. Er verbindet die vier Flämingburgen Rabenstein, Wiesenburg, Eisenhardt und die Burg Ziesar auf 148 Kilometern Länge.

In der Gemeinde Nuthetal wird im Rahmen des Projektes eine Verknüpfung überregionaler Wanderwege erreicht.

Dort ist über die Nuthe hinweg beispielsweise eine Verbindung zwischen dem Europawanderweg 10 und dem 66-Seen-Weg geplant.

Die vom Landschaftsarchitekturbüro Gunnar Lange aus Bad Belzig begleiteten Arbeiten in der Rummel umfassen zunächst bis Ende Februar vorwiegend den Gehölzeinschlag, um nicht begehbare Abschnitte herzurichten. „Daran schließen sich weitere Geländearbeiten an, um Hindernisse in den Talsohlen zu beseitigt und durch Menschenhand erfolgte Aufschüttungen abzutragen“, erklärt Dietmar Bölke. Ziel sind durchgängig für größere Pflegetechnik passierbare Wege, wie es sie bereits in weiten Abschnitten der Rummel gibt.

Solitäre erhalten Sonderschnitt

Zudem werden stark eingewachsene Solitäre wie markante alte Eichen, Obstbäume und Weißdornbüsche sowie Lesestein- und Totholzhaufen durch gezielte Schnittarbeiten freigestellt. Der Weg zum Naturdenkmal Sandstein in der Brautrummel und der Rundweg zum Riesenstein werden wieder hergerichtet und besser erlebbar gemacht. Künftig säumen auch Bäume den Weg durch das Feld zur Brautrummel und bis zum Riesenstein sowie in Verlängerung davon bis zum sich anschließenden Verbindungsarm. „Diese Landmarken werden auch an weiteren Stellen, wie an den durch Windbruch freigestellten Böschungen, den Übergang von der Rummel zur angrenzenden Feldmark markieren“, erklärt der Tourismusbeauftragte des Kreises.

Gezielt abgelegtes Totholz und Steine werden zu Sonderbiotopen Quelle: Danilo Hafer

Der Rundwanderweg Nr. 30 Richtung Bergholz wird in Verlängerung des Weges durch die Brautrummel neu geführt durch die Schweinerummel. Auch dort sind Geländearbeiten vorgesehen, um die Talsohle herzurichten. Umgestürzte Bäume und Stümpfe werden entfernt. „Altes Totholz und Steine im Wegverlauf werden geborgen, gesammelt und als Sonderbiotope gezielt im Gelände abgelegt“, erläutert Bölke. Die Arbeiten an den Wegen setzen sich fort bis zum Anschluss an den als Route 30 gekennzeichneten Feldweg nach Bergholz. „Davor führt der neue Weg aber noch durch Wald und Flur und trifft auch auf einen alten Feldsteinbrunnen mit Rastplatz zum Verweilen“, verrät Bölke. „Das ist ein besonderer Ort mit Geschichte, auf den zukünftig auch das neue Wegeleitsystem hinweisen wird.“

Der bisherige Zugang zur Brautrummel wird verlegt. Quelle: Danilo Hafer

Neben Landschaftsbauarbeiten und einer an den geänderten Wegeverlauf angepassten, neuen Beschilderung mit Wegweisern werden die Wanderwege zusätzlich zu vorhandenen Kunstobjekten wie dem großen Feldbett von Sebastian David mit neuen Rastplätzen und Bänken ausgestattet. „Hinzu kommen an gezielten Stellen kleine Thementafeln, die über Besonderheiten informieren“, erklärt Dietmar Bölke.

Dabei erfolge die Beschilderung aller neuen Wanderwege – einschließlich der in Niemegk und der Gemeinde Nuthetal – durch eine Firma aus Mühlrose, während die Rastplätze durch den Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark realisiert werden.

Von Thomas Wachs

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