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Potsdam-Mittelmark Ragösen: Letzter Teil der Chronik veröffentlicht
Lokales Potsdam-Mittelmark Ragösen: Letzter Teil der Chronik veröffentlicht
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14:02 08.03.2016
Chronist Bernd Meyer mit seinem jüngsten Werk. Quelle: Andreas Koska
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Ragösen

Die Chronik von Ragösen ist komplett. Mit dem gerade erschienen fünften Band sind auch die Nachwendejahre dokumentiert. Autor Bernd Meyer hat damit Aufzeichnungen aus den Jahren 1990 bis 2015 veröffentlicht. Bei der Recherche wurde er stets von seiner Frau Ursel unterstützt.

„Damit ist für mich Schluss“, sagt der pensionierte Lehrer. Seine Materialsammlung werde er gerne weitergeben, aber schreiben müsse die kommenden Bände ein anderer. „Das größte Glück für die Arbeit an der Chronik war, als der neue Besitzer des alten Gemeindebüros vorbeikam und fragte, ob ich die Akten vom Dachboden haben wolle“, erinnert sich Meyer. „Sonst würden sie im Feuer landen, sagte er.“

Vielfältige Dorfereignisse wurden beschrieben

Gemeinsam mit Günther Franz und Ehefrau Ursel wurden die Akten dann stundenlang ausgeräumt, geordnet und dadurch gerettet. „Vieles ist von mir in den vergangenen Chronikbänden verarbeitet worden“, betont Meyer. Minutiös dokumentiert der Ragösener die großen und kleinen Ereignisse des Dorfes. Egal ob eine Ölspur auf der Bundesstraße oder der Besuch des „Landstreichers“ – alles ist verzeichnet.

Auch die Veränderungen bei der Agrargenossenschaft, auf dem Spargelhof oder des Konsums werden genau beschrieben. Die Entwicklungen der Vereine und der gesellschaftlichen Gruppen sind ebenso dokumentiert wie der Protest gegen die Eingemeindung nach Bad Belzig.

Gast in zahlreichen Archiven

Die wesentlichen Aspekte des letzten Chronikbandes hat Meyer nach eigenem Erleben aufgeschrieben. Nichtsdestotrotz ist er in vielen Archiven ein gern gesehener und bekannter Gast. Vom Kreisarchiv Potsdam-Mittelmark über das Domarchiv in Brandenburg/Havel bis hin zum Landeshauptarchiv – und gar dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin – überall hat Meyer nach Material zur Geschichte Ragösens gesucht.

Dennoch: Ohne die Hilfe anderer wären vielleicht die letzten drei Chronikbände und das Bändchen zur Geologie Ragösens gar nicht erschienen. „Meine Frau hat alles abgetippt und einige meiner ehemaligen Schüler wie Mathias und Kevin Kliemann und Christian Franz waren für die Bildbearbeitung zuständig“, sagt Meyer. Er ist allen Mitwirkenden sehr dankbar. Insgesamt 250 Exemplare hat Meyer bei der Druckerei Pietsch in Grebs bestellt – und will diese nun unters Volk bringen.

Info: Der 56 Seiten starke und reich bebilderte letzte Band der Ragösener Chronik ist aber sofort für zehn Euro bei Bernd Meyer erhältlich.

Von Andreas Koska

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