Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Rathaus kapituliert vor Randalierern
Lokales Potsdam-Mittelmark Rathaus kapituliert vor Randalierern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:40 12.03.2018
Das mehrfach demolierte Wartehäuschen am Bahnhof Treuenbrietzen hat nur noch luftiges Blech statt winddichtes Glas in den Seitenwänden. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Im Buswartehäuschen am Bahnhof Treuenbrietzen pfeift der Wind durch die Seitenwände. Glasscheiben, die eigentlich mal Schutz vor Wind und Wetter boten, gibt es dort nicht mehr.

Die für alle Wartehäuschen im Stadtgebiet zuständige Bauverwaltung des Rathauses hat vor Randalierern kapituliert, die vor allem am Bahnhof oft ihr Unwesen treiben. Mehrfach sind dort in zurückliegender Zeit die drei Seitenwände aus Glas mutwillig zerstört worden. Der Schaden belief sich jeweils auf vierstellige Summen für die Reparatur, heißt es aus der Bauverwaltung. Nach der dritten Attacke auf das jeweils in Tausende Splitter zersprungene Sicherheitsglas gab die Verwaltung auf. Statt der Glaswände wurden nun gelochte Bleche montiert.

Im Februar rissen Randalierer auch die kurz zuvor montierten Blechwände heraus. Quelle: Daniel Händel

Doch kaum waren diese im Februar verschraubt, wurden auch sie wieder mutwillig herausgetreten und mit roher Gewalt verbogen. „Diesmal konnten wir sie ohne größere Kosten für externe Firmen mit Hilfe von Mitarbeitern des Bauhofes richten und den Schaden beheben“, sagt Robert-Walter Wildgrube vom Bauamt der Stadtverwaltung am Freitag der MAZ.

Auch im Wartehaus auf dem Bahnsteig hinterlassen Schmierer ihre Spuren.    Quelle: Thomas Wachs

Bei derartigem Vandalismus sei das Bahnhofsumfeld ein Schwerpunkt, erklärt Ralf Gronemeier. Der Leiter des Bürgeramtes ist auch für Ordnungsfragen zuständig. Andernorts im Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen gebe es nur vereinzelt Schäden an Buswartehäuschen, berichtet Gronemeier.

Das Problem seien Jugendgruppen, die von Zeit zu Zeit aktiv werden. Periodisch häufen sich dann Meldungen auch zu weiteren Schäden. Dingfest gemacht werden können die Täter nur selten. Nur einmal gelang das vor zwei Jahren, als eine Jugendtruppe aus der Stadt ihr Unwesen trieb. „Nach Hinweisen von Zeugen und Meldungen aus der später untereinander verstrittenen Gruppe selbst, konnten wir Anzeige bei der Polizei erstatten“, erzählt Ralf Gronemeier. Die Täter bekamen eine Strafe.

Im Spielpark am Schwanenteich in Treuenbrietzen halten Jugendliche wie Erwachsene an Schutzhütten oft Gelage ab. Dabei hinterlassen sie viel Müll und gefährliche Glassplitter. Quelle: Marcus Ulrich

Ein weiterer Brennpunkt, der oft auch in der öffentlichen Kritik steht, ist der Spielpark am Schwanenteich. Dortige Schutzhütten ziehen Jugendliche aber auch Erwachsene an, die dort nächtliche Gelage abhalten und viel Müll hinterlassen. Vor allem zersplitterte Flaschen werden zur Gefahr für spielende Kinder und zur ständigen Herausforderung für die Reinigungstrupps vom Bauhof. Regelmäßige Kontrollen sollen helfen, Vandalismus einzudämmen. „Hoffnungen setzen wir dabei auch in unsere neue Jugendarbeiterin Anja Strobel“, erklärt Ralf Gronemeier. Sie soll die mobile Jugendarbeit beflügeln.

Von Thomas Wachs

Potsdam-Mittelmark Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) - Mit der MAZ zum Aquafitness-Kurs

Musik an, Schwimmnudel in die Hand und schon kann der Aquafitness-Kurs in der Bad Belziger Steintherme starten. Acht Gewinner einer MAZ-Verlosung hatten Glück und ergatterten einen Platz für den sonst immer in Windeseile ausgebuchten Kurs. Marketingchefin Ina Fink hat die Sportler noch mit einem Extra überrascht.

09.03.2018

Im Storchennest in Fohrde an der Havel (Potsdam-Mittelmark) ist wieder Leben eingekehrt. Donnerstag gegen 13 Uhr tauchte der erste Storch dieses Jahr auf. Dank Kameratechnik kann ihn jeder beobachten.

09.03.2018

Für die sanierungsbedürftige Dorfkirche in Warchau beginnen die Menschen in dem kleinen Ort aufzustehen. Pfarrer Holger Tschömitzsch hat vor dem drohenden Verfall des mittelalterlichen Bauwerks gewarnt, sollte sich nicht Geld für die Sanierung finden. Die Kirchengemeinde selbst könne das nicht leisten.

09.03.2018