Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
„Raumpioniere“ starten nächste Runde

Beelitz „Raumpioniere“ starten nächste Runde

Das Projekt „Raumpioniere“ geht in Beelitz in seine Realisierungsphase. Dort wollen Jugendliche ihren Freizeittreffpunkt mit gezielter Werbung noch bekannter machen und eine Schreibwerkstatt aufbauen. Bis zum Jahresende sollen die beiden Teilprojekte abgeschlossen sein. Schon melden andere Kommunen ebenfalls Interesse an den „Raumpionieren“ an.

Beelitz, Krobshof 11 52.2364481 12.96346
Google Map of 52.2364481,12.96346
Beelitz, Krobshof 11 Mehr Infos
Nächster Artikel
Eckard Lehmann zieht Mammutbäume heran

Im Jugendklub Krobshof in Beelitz überlegen die „Raumpioniere“, wie sie ihre Projekte am besten umsetzen können.

Quelle: Formtreu Potsdam GbR

Beelitz. Die sieben „Raumpioniere“ des gleichnamigen Projektes in Beelitz wollen sich noch in diesem Monat mit der Projektleiterin Pia Wehner treffen, um zu beraten. wie sich ihre Vorschläge aus der ersten Phase des Projektes jetzt am besten umsetzen lassen. In einem Workshop hatten die Kinder und Jugendlichen aus dem Jugendklub Krobshof sowie aus dem Sally-Bein-Gymnasium in Beelitz Ende des vorigen Jahres ein paar Ideen erarbeitet, mit welchen Mitteln sie noch mehr Jugendliche für ihre Freizeitstätte interessieren können. Dabei sollen auch die Kontakte zwischen dem Klub und den Schulen der Stadt neu und intensiver geknüpft werden. Außerdem wollen sie in der Freizeitstätte eine Schreibwerkstatt aufbauen, in der ihnen jemand zeigt, wie kleine, interessante und spannende Geschichten geschrieben werden.

Das Projekt „Raumpioniere“ war von der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJB) erstmalig im Landkreis Potsdam-Mittelmark gestartet worden und wird vom Verein Sozial Projekt & Strukturgestaltung (SPS) koordiniert. Mit den „Raumpionieren“ sollen Jugendliche motiviert werden, auch nach ihrer Ausbildung in ihrer Heimatregion zu bleiben beziehungsweise dorthin zurückzukehren und aktiv an der Gestaltung der Lebensbereiche junger Menschen mitzuarbeiten. Eine erste Phase mit Teilnehmern aus Beelitz, Linthe im Amt Brück und der Stadt Treuenbrietzen unter der Schirmherrschaft von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) war im Dezember des vorigen Jahres in Bad Belzig erfolgreich abgeschlossen worden.

„Das Ministerium hat sich bereit erklärt, das Projekt weiter zu fördern. Der Zuwendungsbescheid soll voraussichtlich noch in diesem Monat eintreffen“, sagt SPS-Vorstandsvorsitzende Wehner. Die Beelitzer Projekte sollen bis Jahresende realisiert werden. Für die Werbeschilder des Jugendclubs Krobshof haben Michéle und Robert vom Klub zwei neue Logos entworfen. In Abstimmung mit der Stadtverwaltung sollen die Schilder an markanten Punkten in Beelitz aufgestellt werden. Eine Grafikdesignerin in Beelitz unterstützt die Jugendlichen bei der Gestaltung der Werbung. Dringend Hilfe brauchen die „Raumpioniere“ allerdings für den Aufbau ihrer Schreibwerkstatt. Ein Hobbyautor aus dem Fläming hatte den Beelitzern bereits Unterstützung angeboten. Er musste aber seine Zusage bald darauf aus familiären Gründen wieder zurück nehmen.

Zur ersten Vorstellung des Projekts „Raumpioniere“ im Oktober des vorigen Jahres im Bürgerhaus Beelitz waren Jugendklubleiterin Melanie Maske vom Trägerverein der freien Jugendhilfe „Job“ und Michéle noch allein gekommen. Nach nochmaliger Werbung in den Schulen der Stadt fand sich dann doch noch eine Gruppe zusammen.

In den bis zu neun Zusammenkünften, über die die Kinder und Jugendlichen ein Tagebuch führten, erarbeiteten sie sich zunächst ihre Ziele in diesem Projekt und legten anschließend ein Raster für ihre Ideen, Interessen sowie für mögliche Ansprech- und Kooperationspartner an. „Wir können an der Verwirklichung unserer Ziele konkret mitarbeiten und das umsetzen, was wir selbst wollen“, schwärmt Michéle von den „Raumpionieren“. Auf der Abschlussveranstaltung in Bad Belzig stellte sie mit ihrer Gruppe stolz die Ergebnisse der ersten Projektphase vor.

Parallel zum laufenden Projekt bereitet Wehner bereits den nächsten Einstiegs-Workshop für „Raumpioniere“ vor. Gemeinden wie Michendorf, Nuthetal und Schwielowsee sowie der Werderaner Ortsteil Glindow hätten Interesse an diesem Projekt bekundet. Für diese neue Staffel will die Projektleiterin im Herbst erneut einen Fördermittelantrag beim Infrastrukturministerium stellen. „Wir haben inzwischen auch damit begonnen, in den angrenzenden Landkreisen nach geeigneten Projekten zu schauen. Dazu stellen wir unser Konzept in den Nachbarkreisen vor“, so Wehner.

Organisationen setzen sich für Jugend- und Bildungsarbeit ein

„Raumpioniere“ ist nach den Worten von Projektleiterin Pia Wehner ein verwaltungstechnischer Begriff der Europäischen Union (EU). Er soll in der Zeit des demographischen Wandels die junge Generation bezeichnen, die sich in dünn besiedelten Gebieten für die Lebensqualität und das Gemeinwohl jüngerer Menschen engagieren.

Die LKJB – die Landesvereinigung Kulturelle Kinder und Jugendbildung – arbeitet mit Partnern im Bereich der Jugendhilfe. Ihre Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 26 Jahren. Sie setzt sich für gute Arbeitsbedingungen und eine verlässliche Förderstruktur für kulturelle Bildung im Land ein.

Der Verein SPS – Sozial Projekt & Strukturgestaltung – ist Mitglied in der LKJB. Er fördert, plant und realisiert interkulturelle Begegnungen für Jugendliche und engagiert sich in der kulturellen Bildungspolitik auf Landes- und Bundesebene. Er fördert zudem die Altenhilfe und das bürgerschaftliche Engagement.

Von Heinz Helwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg