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Rauschendes Fest in Lehnsdorf

800-Jahr-Feier mit vielen Höhepunkten Rauschendes Fest in Lehnsdorf

Den 800. Jahrestag der Ersterwähnung ihres Ortes haben die Lehnsdorfer am Wochenende mit vielen Gästen und einem rauschenden Fest gefeiert. Rund eineinhalb Jahre haben die Vorbereitungen gedauert. Im November 2013 hatten sich nur eine Hand voll Lehnsdorfer getroffen, aber je näher das Jubiläum heranrückte, desto mehr Menschen beteiligten sich.

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Geheimnis gelüftet: An das Jubiläum 800 Jahre Lehnsdorf erinnert nun auch ein Gedenkstein.

Quelle: St. Specht

Lehnsdorf. Am vergangenen Wochenende waren dann alle dabei, als zum Dorfeinsatz gerufen wurde. An diesem Sonnabend hatte sich der Ort schick gemacht und sich mit Birken und Luftballons geschmückt den vielen Gästen präsentiert.

Die Feierlichkeiten begannen eigentlich schon am Freitagabend mit einem Fest für die Lehnsdorfer selbst. Sie sahen die Premiere des eigens einstudierten Theaterstücks und konnten die druckfrische Chronik kaufen. Glücklich, wer da schon zuschlug. Denn am Sonnabend war die erste Auflage schon so gut wie vergriffen. Das Stück der Lehnsdorfer Theatergruppe beschäftigt sich ebenfalls mit der Geschichte des Dorfes.

Joachim Lehmann und Lore Stefanek haben ihr Stück „Von Lotschke nach Lehnsdorf“ in drei Teile gegliedert und erzählen darin unter anderem, dass der Ort nach dem Dreißigjährigen Krieg völlig verwaist war und warum der Ort 1937 in Lehnsdorf umbenannt wurde. Der slawische Name Lotschke klang der damaligen Regierung nicht Deutsch genug.

Am Sonnabend startete das Festprogramm dann kurz nach dem Mittag mit einem Umzug von Traktorfreunden aus der gesamten Region. Schon da hatten sich viele Gäste eingefunden und es wurden im Laufe des Tages noch mehr. Ortsvorsteher Lutz Knape moderierte am Mikrofon den Umzug und hatte zu jedem Gefährt und jedem Fahrer eine kleine Geschichte parat.

Ohne Luft zu holen ging es weiter mit dem nächsten Höhepunkt: Der Einweihung eines Gedenksteins anlässlich des 800. Geburtstags. Der Stein und die darauf angebrachte Tafel waren auch in Lehnsdorf selbst ein Geheimnis. Den Stein hatten die Einwohner zwar gesehen, doch die Inschrift blieb bis Sonnabend verborgen. Metallbauer Lutz Wieland aus Garrey hatte die Tafel am Donnerstag angebracht und sofort abgedeckt. Erst zur großen Dorffeier durften Ortsvorsteher Lutz Knape, Wiesenburgs Bürgermeister Marco Beckendorf und Pfarrer Mathias Stephan das Tuch lüften.

Neben den geplanten Programmpunkten wie dem Auftritt des Wiesenburger Blasorchesters und einer Übung der Jugendfeuerwehr hatten die benachbarten Mützdorfer noch eine Überraschung parat. Sie hatten sich nämlich ein Quiz ausgedacht, sorgten mit einer Trommelgruppe für Stimmung und verliehen am Ende ihres Auftritts sogar eine doppelte Bommelmütze. Vom immer wieder einsetzenden Regen ließen sich dabei weder sie selbst noch die Gäste beeindrucken.

Am Abend machte die Jugend der umliegende Orte ihre Aufwartung beim Jubiläumsfest in Lehnsdorf. Bei Diskomusik und einem Feuerwerk feierten alle den Geburtstag bis in die tiefe Nacht.

Von Stefan Specht

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